Home | Shop | Forum | Fotogalerie | Gästebuch | Kontakt | Impressum | Copyright-Infos
Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 1

Malterhof

Rührende und spannende Geschichten von einem herzensguten kleinen Mädchen, dass durch ihre Nächstenliebe überall geliebt wird.
Della Wella, so ihr Name, lebt mit ihren Eltern und einigen Tieren auf dem wunderschönen alten Bauernhof. Sie sind mit der ganzen Familie in Liebe verbunden. Della Wella ist der Stolz ihrer lieben Eltern, die mit gutem Beispiel durchs Leben gehen.

In der heutigen Ellenbogengesellschaft, hat dieses kleine 5 jährige Mädchen nur eine praktische Antwort: Nächstenliebe
Euer Joscha Kaprino

Es war ein wunderbarer Sommertag, mein Urlaub hatte gerade begonnen, da fuhr ich mit meinem kleinen Auto von zu Hause aus in Richtung Almenried zu einem Bauernhof, von dem ich schon so viel Gutes gehört hatte. Nach einer Viertelstunde fuhr ich auf einen kleinem Parkplatz im Wald, da stand ein kleines Schild mit der Aufschrift "Malterhof 2 Kilometer".

Die herrliche Luft, die gesunden Bäume, das leise Rauschen der Blätter, der kleine Bach mit seinem klaren Wasser. All dies erfreute mein Inneres. So kam ich allmählich an eine Weggabelung und da erblickte ich den herrlich fast mitten im Wald gelegenen Bauernhof und dann sah ich einige Tiere,2 Hunde und 2 Katzen, die mit einander sich im Gras trollten.

Um das große Anwesen war ein halb hoher Jägerzaun. Ich ging zum Zaun und schaute mir an, was meine Augen mir zeigten. Mein Gott ist das schön hier draußen, eine außergewöhnliche Idylle und diese erquickende natürliche Ruhe. Da kamen die beiden Hunde mit leichten Schritten auf mich zu und wollten am Zaun mit mir spielen. Ich hatte keine Angst vor ihnen, denn sie waren so lebenslustig und froh, da kraulte ich die beiden und diese zeigten mir dann auf der Wiese wie schnell sie rennen können. Dabei juxten sie vor lauter Freude, ich nahm ein paar Stöckchen die ich in die Luft warf und immer wieder brachten sie mir die Stöckchen zurück. Wieder warf ich die Hölzchen in die andere Richtung, so könnten die beide wohl den ganzen Tag spielen.

Die beiden Kätzchen schauten dem ganzen Treiben vergnügt zu und sicherlich hätten sie auch gerne mitgespielt, denn auch sie liefen in Richtung Stöckchen, aber die Hundchen waren schneller. Da sah ich ein kleines Mädchen, vielleicht 4 bis 5 Jahren, es hatte schon die ganze Zeit zu geschaut, denn es lachte sich halb "kaputt". An ihrer Hand hatte es einen kleinen Affen, der sich jetzt auch bemerkbar machte. Langsam kamen die beide auf mich zu. Sie schaute mich mit ihren lustigen funkelten Augen an, dabei lies sie das kleine Äffchen aus der Hand, dieses kletterte auf den Zaun und kam ganz langsam auf mich zu. Es beschnupperte mich vorsichtig, dann sprang es vom Zaun und klammerte sich an das Mädchen. Diese sagte dem Affen etwas ins Ohr, dabei lachte das Mädchen erneut was das Herz hergab.

Dann kam es langsam an den Zaun, nahm den Affen an sich, lächelte und fragte mich: "Wer bist denn du?" Ihre Stimme klang so zart und hell, so freundlich mit einem herzlichen Lächeln im Gesicht. "Ich heiße Joscha", entgegnete ich ihr, wobei sie schmunzelte. "Da hat dir deine Mama und Papa aber einen schönen Namen gegeben." Inzwischen hatte sie den kleinen Affen an sich gedrückt. Das kleine lustige Urwaldtierchen erinnerte mich an das Äffchen von Tarzan, nur etwas kleiner.

Man merkte das sie sich sehr lieb hatten. Ich fragte: "Wie heißt du denn?" "Ich heiße Della, und mein Äffchen heißt Wella. Zusammen heißen wir Della Wella." Die beiden Hunde standen neben ihr. Es verging keine Sekunde wo sie nicht abwechselnd eines der Tierchen streichelte. "Der Große heißt Tano und der Kleine Joggi." Da rief eine Frauenstimme nach Della. Das war ihre Mutter. Sie kam auf uns zu mit einem Lächeln im Gesicht. "Mami, Mami", rief Della, wobei ihr die zwei Kätzchen folgten. Die Beiden schnurrten so glücklich um alle herum. Ach war das ein wunderschöner Anblick, diese friedliche Stille, das Harmonieren von Mensch und Tier. Ich glaube, ich habe Gott innerlich gedankt, das es so etwas Schönes gibt. "Das ist Flecka und dass ist Peng", sagte Della und zeigte dabei auf die zwei weiß- schwarzen Kätzchen. "Das sind Bruder und Schwester", sagte sie mit funkelten Augen. Dabei streichelte die Mutter ihr über das wellige Haar. "Darf ich wieder kommen", fragte ich mit leiser Stimme. Da schaute Della Wella, so hatte ich sie genannt, ihre Mutter an. Diese nickte freundlich mit dem Kopf.

Da machte das kleine Mädchen einen Sprung und sagte laut: "Du kannst so oft kommen, wie du möchtest." Ich verabschiedete mich, mit dem Versprechen wieder zu kommen. Della Wella sagte zu mir gerichtet, als ich schon auf dem Rückweg war: "Morgen zeige ich dir die anderen Tiere." Ich winkte noch ein paar mal. Die beiden winkten mir nach. Dann verdeckten die Bäume mit ihren Ästen meinen Blick zum Hof.

Ich richtete meine Blicke noch ein paar mal zu dem wunderschönen Bauernhof, dabei musste ich ständig an das Erlebte denken. Eines kann ich jetzt schon vorwegnehmen, es wurde eine wunderbare Freundschaft. Auf dem Weg zum Wagen, drehte ich mich um und ging noch einmal von einer anderen Richtung in die Nähe des Hofes. Dieses Fleckchen Erde mit seinen Bewohnern hat in meinem Herzen einen Platz eingenommen.

Als ich zu Hause angekommen war, fragte mich meine Mutter. "Du siehst so anders aus." "Ja Mama, du hast recht." Ich erzählte ihr meine Erlebnisse. Sie strich mir über das Haar, dann sagte sie zu mir: "Ich glaube der Herrgott zeigt einem immer einen guten Weg."

An diesen Worten, die mehr als nur einen Satz waren, habe ich oft denken müssen. Als ich später in meinem Bett lag, ging mir alles noch einmal durch den Kopf. Ich dankte Gott für alles. Danach bin ich eingeschlafen. Am anderen Morgen hatte meine Mutter mir schon das Frühstück zubereitet. Mein Vater war schon zur Arbeit gegangen. Mama sagte mir das Papa sich sehr freut über mein Erlebnis. Ich konnte immer mit Problemen zu meinen Eltern kommen und das hat mir immer sehr geholfen. Ich sagte meiner Mutter das ich heute wieder auf den Hof fahre. Sie wünschte mir viel Freude.

Vor einem Geschäft hielt ich an um noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen für Della Wella und die Tierchen. So gegen 3 Uhr Nachmittags stand ich wieder vor dem Bauernhof. Als ich am Tor war, kamen die Hunde angelaufen und freuten sich wie die Kinder. Da kam ganz freudenstrahlend Della Wella mit ihrem Äffchen. Sie ließ das Äffchen auf die Erde. Es blieb stehen und betrachtete mich mit seinen funkelten Augen.

Della Wella begrüßte mich freundlich und machte mir das Tor zum Hof auf. Jetzt sah ich das wunderschöne alte Bauernhaus mit seiner schmucken Fassade, umringt mit etlichen Bäumen und Büschen. Ich war total begeistert von diesem Anwesen. Della Wella nahm mich bei der Hand und führte mich zu einem Tisch, worauf 3 Kaffeegedecke standen. Da kam auch schon die Mutter von Della Wella und brachte auf einem Tablett Kaffe und Kuchen. Wir begrüßten uns freundlich, ich war auf so etwas gar nicht gefasst. Zu meinem Bedauern hatte ich die kleinen Geschenke im Auto vergessen. Wir saßen dort so eine halbe Stunde, das Äffchen spielte mit den zwei Hunden und die beiden Katzen schauten wie wir zu. Sie konnten gar nicht genug von einander bekommen. Ein herrlicher Anblick. An diesem Tag sah ich den ganzen Bauernhof mit all seinen Tieren.

Della Wella konnte es gar nicht erwarten, mir die anderen Tieren zu zeigen. Ich war sehr gespannt, was ich noch zusehen bekam. Denn ich liebte schon als Kind die Tiere über alles. Meine Eltern hatten mir nur Gutes von den Tieren erzählt. Dabei sind mir die Worte meines lieben Vaters noch im Ohr. "Kein Tier hat je einen Krieg begonnen und wird auch nie einen beginnen." Die Mutter von Della Wella lächelte uns an und ging zurück ins Haus. Ich nahm ihr das Tablett ab und brachte es in die Küche. "Du bist ja ein richtiger Kavalier", sagte Frau Malter zu mir, so hieß die Familie.

Vorne am Eingang stand das kleine Schild mit der Aufschrift: Malterhof der glücklichen Menschen und Tiere. Das war wirklich originell und das passte auch genau zu diesem Hof. Ich hatte die Küche gleich gefunden weil überall kleine Schildchen an den Türen angebracht waren. "Joscha, komm wir wollen zu den anderen Tierchen gehen", sagte Della Wella zu mir. Das wunderschöne Gebäude lag so friedlich mit den schönen Wiesen und Koppeln umgeben. Da sah ich zwei erwachsene Schafe und zwei Esel, liebevoll neben einander im saftigen Gras weiden. Als die 4 Tiere Della Wella bemerkten, kamen sie angesprungen. Die Augen des kleinen Mädchens leuchteten vor Freude. Sie zeigte auf die Schäfchen: "Das ist Algo und das andere etwas kleinere ist Manni. Die beiden Esel heißen Mambu und der mit den 3 Pünktchen über der Nase heißt King." Wir streichelten die 4 eine Weile, dann begaben sie sich wieder in die Mitte der Koppel. Dieses kleine Mädchen hatte eine wunderbare Gabe, nämlich Menschen und Tieren Ihre ganze Liebe zu schenken.

Ich war einen Moment mit meinen Gedanken beim Herrgott und dankte ihm das ER mich hier hin geführt hatte. "Bald kommt mein Vater von der Arbeit, dann wirst du ihn kennen lernen. Ich habe meinen Papi und Mami unheimlich lieb." Was für herrliche Worte aus dem Munde eines so lieben Kindes. Die ganze Zeit wichen uns die beiden Hunde Tano und Joggi nicht von der Seite. Die beiden Katzen Flecka und Peng waren ebenso immer um uns herum. Ich hatte das Gefühl, das alle Tiere ständig mit einander spielten. Ein wunderbarer Anblick.

Ich hörte plötzlich ein bekanntes Stimmchen. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam Äffchen aus dem Haus gerannt. Es hatte wie jeden Mittag sein Schläfchen gehalten. Es war so schön anzusehen wie das kleine Äffchen so viel Freude allen machte. Das Äffchen sprang überall herum und begrüßte die anderen Mitbewohner. Da kam Frau Malter zu uns mit einem Erfrischungsgetränk. Wir bedankten uns dafür. "Ich glaube ich werde bald aufbrechen", sagte ich zu Frau Malter. "Nein, nein, bitte bleib noch hier, mein Mann möchte dich unbedingt kennen lernen." Inzwischen war Della Wella auf einer Bank eingeschlafen. Äffi lag ganz angeschmiegt bei ihr.

"Mein Mann ist Tierarzt", sagte Frau Malter. "Er hat in der Stadt eine Praxis. Er ist ein leidenschaftlicher Tierschützer. Mein Mann und ich haben vor, hier auf dem Hof eine Tierarztpraxis einzurichten. Dabei noch eine Tierpension, für Leute die in Urlaub gehen. "Sie strahlte übers ganze Gesicht, bei diesen Worten. Sie sagte dies so überzeugt, dass ich für ein paar Sekunden im Traum dies alles vor mir sah. Frau Malter sah mir die Begeisterung an und Della Wella konnte ihre Freude kaum bändigen, dabei wurde sie ganz still und sagte: "Und wenn eins von den Tierchen krank wird, tut es Papa wieder heilen." Was dieses niedliche Kind eine Nächstenliebe in sich hatte, es hat mich tief im Herzen berührt.

Da hörte ich einen Wagen kommen, Della Wella sprang so schnell sie konnte ihrem Vater entgegen. Hinter ihr die 2 Hunde, die 2 Katzen und das Äffchen. Mit einer herzlichen Umarmung die nicht enden wollte begrüßte sie ihren Papi. Genau so ähnlich war es bei uns zu Hause. Die Tiere machten vor lauter Freude Sprünge, Frau Malter und ihr Mann gaben sich einen Kuss, das es nur so schmatzte. Dann kam Herr Malter auf mich zu, gab mir die Hand, mit der anderen Hand klopfte er mir leicht auf die Schulter. "Ich habe schon viel Gutes von dir gehört. Della und meine Frau sind ganz begeistert von dir." Ich glaube ich war rot angelaufen. Jedoch ich war richtig froh, Herr Malter kennen zu lernen.

Wir unterhielten uns eine ganze Zeit über alles mögliche. Ich fand ihn richtig sympathisch, fast so wie mein Vater. Da wollte ich mich auf den Heimweg machen, fast gleichzeitig sagten die 3: "Bitte bleib noch ein bisschen hier, wir nehmen zusammen das Abendbrot zu uns und außerdem bist du uns immer herzlich willkommen. Du kannst ruhig deinen Wagen auf den Hof bringen, wir haben genug Parkplatz.

Genau wie bei meinen Eltern sprachen wir ein Tischgebet vor und nach dem Essen. Ich hatte für einen Moment die Augen geschlossen, da dachte ich an zu Hause. Wenn das meine Eltern sehen könnten. Sie hätten ihre helle Freude daran. Als wenn Herr Malter meine Gedanken lesen könnte sagte er freundlich: "Du kannst deine Eltern doch mal mit bringen." "Oh ja, schoss es aus mir heraus, das ist ein guter Gedanken. Sie haben mir schon so viel von ihrer wertvollen Zeit geschenkt." "Nein, nein, sagte er, es ist schön mit lieben Menschen zu reden." Wir gingen alle gemeinsam noch ein paar Schritte über den Hof, vorbei an einem kleinen Bach mit klarem Wasser, das so lustig vor sich her kluckerte. Die beiden Hunde Tano und Joggi sprangen abwechselt über den kleinen Bach, dabei quietschten sie vor lauter Freude.

Herr Malter warf ab und zu ein kleines Stöckchen und die beiden brachten es sofort wieder zurück. Hinterm Haus waren 2 Teiche, die durch das Wasser des Baches immer gefüllt und frisch waren. Hier hatte die Natur ganze Arbeit geleistet. Die Teiche waren teilweise mit Bäumen und Büschen um geben, so das man sie nicht gleich sehen konnte."Diese herrliche Landschaft ist ja ein Stück vom lieben Gott gemacht", sagte ich aus voller Überzeugung. Da rief Della Wella: "Ja und Mama und Papa haben dabei viel mitgeholfen." "Ich würde ihnen in meinem Urlaub so gerne zur Hand gehen, denn ich fühle mich hier wie zu Hause." "Das ist aber sehr nett von dir", sagte Herr Malter und seine Frau nickte lächelnd.

Ich bedankte mich für alles und machte mich auf den Weg nach Hause. Wir winkten uns noch ein paar mal zu, dann entschwanden unsere Blicke. Tief in Gedanken versunken, lief alles wie ein ergreifender Film in mir ab. Auf dem Heimweg betete ich zu Gott, das er uns alle vor dem Bösen schützen möge. Ich bin zutiefst überzeugt das alle Menschen die Gott um Hilfe anrufen, auch seine Gnade erlangen. Ich möchte betonen, das ich nicht immer ein liebes Kind war, ich hatte schon öfters mal mit meinen Eltern ein bisschen Streit, jedoch meine Eltern waren trotzdem nicht böse zu mir und das hat mich zur Einsicht gebracht, dass nur die Nächstenliebe unser Leben schöner macht. Dafür bin ich meinen Eltern unsagbar dankbar. Jetzt erlebe ich es wieder auf dem Malterhof.

So fuhr ich in den Ort zu dem der Hof gehörte, um meinen Lieben eine Kleinigkeit zu kaufen. Da war ein kleines Lebensmittelgeschäft, in das ich eintrat. "Das ist für meine Mutter, das ist für meinen Vater." Ich schaute mich noch ein bisschen um und fragte die freundliche Verkäuferin was man einem 5 jährigen Mädchen schenken kann, dazu noch etwas für ihre Mami und Papi. Ich erklärte ihr für wen es sei. Da leuchteten ihre Augen auf und sie sagte: Das sind liebe Leute, der Herr Doktor Malter und seine Frau haben schon so manchem Tieren geholfen. Gott schütze sie und die kleine Della Wella. Ich bedankte mich und ging freudenstrahlend aus dem Geschäft.

Am Abend lag Della Wella in ihrem Bett und betete mit ihrer Mutter das gute Nacht Gebet. Danach ging die Mutter leise aus dem Zimmer und machte die Tür langsam zu. Ein par Sekunden später, sah Della Wella unheimliche...

Copyright © by Walter Näckel, Schotten / Alle Rechte vorbehalten

Copyright © by Sonja und Ralph Streckhardt, Eschwege | Alle Rechte vorbehalten | Start: 21.07.2003 | Last Update: 12.04.2010