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| Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 4 |

Joscha und Alban
Die herzlichen Worte von dem kleinen tapferen Alban..
Er der vom Schicksal hart getroffen wurde, ist immer für andere da...
Della Welle betet zu Gott...
Die Gebete werden erhört...
Familie Malter hat einen wunderbaren Plan...
Was können wir alle von diesen guten Menschen lernen?
Gott zeigt uns immer den rechten Weg. Er hat uns einen eigenen Willen gegeben, aber sind wir nicht oft ratlos? Ich habe in meinem Leben schon viele Fehler gemacht und auch bereut. Als ich keinen Ausweg mehr fand, hat mir ein guter Mensch, den Rat gegeben, einmal Jesus Christus alle Sorgen zu erzählen.
Ich war hinterher so froh, dass ich einen Ausweg fand. Ich bin fest überzeugt, das Gott mir durch diese einfachen Menschen geholfen hat. Seither geht es mir wieder gut. Ich danke Gott von ganzem Herzen.
Euer Joscha Kaprino
...plötzlich hob der kleine Hund seinen Kopf hoch und sah uns an der Tür stehen. Es sprang so schnell wie es konnte auf und legte sich vor unsere Füße. Wir bückten uns und streichelten ihn. So eine Freude von einem Tierchen hatte ich bisher noch nicht erlebt. Er wollte uns seine Dankbarkeit zeigen. Man merkte dem niedlichen Hund an, dass es noch Schmerzen hatte, denn die Schürfwunden waren noch so frisch. Frau Hummel hatte ihn ja notdürftig versorgt. Sie hatte ja Ahnung, denn sie ist ja beim Roten Kreuz.
Gott sei Dank, das es diese Hilfsorganisationen gib. Diese verschiedene Vereine die anderen Menschen in der Not helfen, sollten wir viel mehr unterstützen. Sie zeigen ihre praktische Nächstenliebe. "Unseren besten Dank." Alban stand am Sofa. Mit einem gütigen Blick schaute er sich alles an, was da geschah.
Mutter Dora brach in Tränen aus, über dieses Bild. Zum ersten mal hatte sie Alban so glücklich gesehen. Der Hund ging wieder zu dem Jungen zurück und versuchte an Alban hoch zu springen. Alban nahm in sofort hoch in die Arme. Beide waren ein Herz und eine Seele. Wir hörten Alban leise flüstern, mein Waldi, mein Waldi jetzt bleiben wir immer zusammen. Er hatte den Kleinen Waldi genannt, so wie sein Hund hieß.
Mutter Dora und ich waren im Herzen sehr aufgewühlt. Wie brachten wir es Alban bei, das er sich wieder von seinem eben gewonnenen Freund Waldi trennen musste? Diese Gedanken, mein Gott hilf uns, den richtigen Weg zu finden. Alban muss gemerkt haben, das wir glücklich und zugleich traurig waren. Dieser tapfere kleine Junge, den das Schicksal so schwer gezeichnet hatte, durfte auf gar keinen Fall wieder so etwas passieren.
Der Junge schaute uns fragend an. Sein trauriger Blick lies uns ahnen, wie es in seinem Herzen aussah. Er versuchte uns etwas zu sagen, jedoch er konnte keine Worte finden. Seine Augen waren so traurig, seine Hände hielten dabei den kleinen Waldi so fest an sich, als wenn er ihn nie wieder los lassen wollte. Der kleine junge Hund schaute ihn dabei so glücklich an, als wollte es sagen: "Wir gehören zusammen."
Mutter Dora und ich gingen langsam aus dem kleinen Zimmer. Wir waren so tief bewegt, das wir eine Weile nicht sprechen konnten. Wir besprachen dann, als wir wieder etwas gefasst waren, wie es weiter gehen soll. Mutter Dora bat mich mit Alban zu sprechen. Ich ging zu Alban und dem Hund zurück. Als Ich leise in das Zimmer kam, sah ich das der Junge bitterlich weinte. Beide hatten nicht bemerkt, das ich da war. Ich stand so eine Weile da, als sie mich bemerkten. Alban wischte seine Tränen schnell weg, als sollte ich es nicht sehen. "Joscha", sagte er mit zitternder Stimme, "nimmst du jetzt Waldi mit?" Ich konnte kein Wort heraus bringen, so hat mich das alles mitgenommen. Als ich einigermaßen gefasst war, sagte ich zu Alban: "Wollen wir noch ein bisschen im Park spazieren gehen? Wir werden dann über alles reden." Er nickte ein paar mal mit seinem Kopf. Ich nahm ihn bei der Hand und ging mit ihm in Richtung Park.
Waldi hüpfte fröhlich hinter her. Mutter Dora stand am Fenster und winkte uns zu. Wir winkten freundlich zurück. Die anderen Jungs spielten neben dem Haus Fußball. Als sie Alban sahen riefen sie. "Alban wann kommst du? Wir brauchen dich, sonst verlieren wir wieder Haushoch." "Ja, Ja", rief er, "ich komme gleich."
Als wir im Park angekommen waren, lief der kleine Hund so schnell es konnte ins Gebüsch und nach einer Weile kam er wieder angerannt. Alban streichelte ihn. Er wich kaum von unsere Seite. Wir setzten uns in den Schatten auf eine Bank. "Die hat unser Hausmeister Franz selber gemacht. Heute ist er auf der Beerdigung seiner Schwiegermutter nach Wellenbach, schon ganz früh mit der Familie weggefahren. Sie kommen erst Übermorgen zurück. Er, seine Frau und sein Sohn Reto wohnen gleich hier in dem Anbau. Er hat vieles im Haus selber gemacht. Reto ist ein As im Fußball. Er ist mit seinen 17 Jahren schon ein richtiges Talent. In seinem Verein hat er schon viele Tore geschossen. Er hat uns schon manches gelernt, wie man Tore schießt und wie man sie abwehren kann."
Aber auf einmal wurde Alban wieder sehr traurig. "Wirst du Waldi jetzt mitnehmen?" fragte er. "Alban du bist ein guter Junge und ich verspreche dir das ich alles tun werde das du und Waldi immer zusammen bleibt." Ich erzählte Ihm alles vom Malterhof, von seinen Bewohnern, von Della Wella, von den Eltern, von dem kleinen Affen, den Katzen, den Hunden, den Schafen und den Eseln. Albans Augen verrieten mir, dass er das alles gerne mal selber sehen möchte. "Weißt du Alban, ich nehme Waldi gleich mit auf den Malterhof. Dort wird Dr. Malter ihn wieder ganz gesund machen."
"Ja Joscha, das ist wohl das Beste für ihn", sagte er leise zu mir. Er nahm Waldi langsam auf seine Arme und brachte ihn in mein Auto. Er legte ihn vorsichtig auf den Rücksitz. Beide schauten sich ganz fest an, sie merkten das nun der Abschied gekommen war. Alban sprach noch ein paar Worte zu Waldi, dann sagte der Junge zu mir: "Joscha wir wollen immer Freunde sein. Joscha ich danke dir." Dann rannte er mit schweren Schritten davon. Waldi wollte ihm nachlaufen, doch ich musste ihn zurückhalten. Das war ein unheimlich schwerer Gang für uns. Die Buben nahmen Alban in ihre Mitte und trösteten ihn. Er war sehr nieder geschlagen. Wir verabschiedeten uns, ich versprach das ich bald wieder komme. Mutter Dora sagte: "Sie sind uns immer willkommen Joscha." "Danke." Ich konnte nicht mehr weiter sprechen. Mit Tränen in den Augen und mit dem Wort "Danke" trennten wir uns schweren Herzens.
Ich blickte mich noch einmal um, dann fuhr ich mit Waldi zum Malterhof. Waldi wusste gar nicht um was es jetzt gehen sollte. Soeben war er noch mit Alban glücklich. Als ich auf dem Malterhof ankam, rannten schon die beiden Hund auf mich zu. Da kam Della Wella angerannt und begrüßte mich freundlich. Das Äffchen rannte ans Auto, denn Waldi schaute aus dem Fenster. Da kamen auch die 4 Katzen und alle schauten den Hund im Auto an. Als Della Wella den kleinen Hund im Auto sah, strahlten ihre Augen. Sie sprach mit ihm, so das der Kleine sich freute. Da kam Dr. Malter und seine Frau auf uns zu. "Herzlich willkommen", sagten beide. Da erzählte ich in wenigen Worte was geschehen war. Sofort nahm Dr. Malter den kleinen Hund aus dem Auto um ihn zu behandeln.
Dr. Malter ist ein guter Tierarzt. Er nahm wie immer die Untersuchungen gründlich vor. So wie auch bei den 2 neuen Katzen die sich prächtig erholt hatten. "In der kurzen Zeit wo sie hier sind, machen sie so manche Streiche." Alle standen jetzt vor dem Raum wo Dr. Malter die Tiere behandelte und warteten das Ergebnis des Befundes ab. Wir waren sehr traurig und doch irgend wie glücklich das dem kleinen Waldi geholfen wurde. Nach einer Weile kam Dr. Malter zu uns und sagte mit bewegter Stimme: "Körperlich hat er die Qualen fast überstanden, aber seelisch, das ist noch ein Problem. Ich habe ihm zuerst mal ein Beruhigungsmedikament gegeben. Er wird jetzt eine Weile schlafen."
Wir saßen nun alle am Tisch, Frau Malter brachte uns zu Trinken und zu Essen. Ich erzählte der Familie Malter alles was ich heute erlebt hatte. Uns allen war die Lust am Essen vergangen, so ging uns allen dies sehr zu Herzen. Della Wella ging Richtung Haus, die Mutter konnte sie kaum trösten. Nach ein paar Minuten kamen beide mit verweinten Augen. Die Geschichte mit Alban ließen die 3 nicht mehr in Ruhe. Dr. Malter sagte dann: "Ich weis auch was das seelische Problem von Waldi ist. Er hängt an Alban. Joscha als du den kleinen Hund gefunden hast, war er so geschockt, das er gar nicht richtig mit bekam, was mit ihm geschah. Dann hat Alban ihm das Wasser gegeben, da ist er erst zu sich gekommen und hat in Alban seinen Retter gesehen.
So hat vielleicht der liebe Gott Alban seine Zukunft geebnet." Frau Malter blickte ihren Mann mit einem Lächeln an, erst später habe ich dieses entscheidende Lächeln der Beiden verstanden. Wenn ich das schon früher gewusst hätte, wäre ich der glücklichste Mensch der Welt gewesen. Aber in diesem Moment hatte ich nur einen Gedanken, nämlich wie kann dem kleinen Alban geholfen werden. Vor wenigen Stunden hatte ich noch gar nichts gewusst von allem und nun ist es mir ein großes Anliegen. Familie Malter merkte mir an, das mir dieses Schicksal der beiden sehr am Herzen lag. Wir gingen mit den anderen Tieren auf dem Hof noch ein bisschen spazieren. Unsere Worte treten sich alle um das gleiche Thema. Wir gingen an dem Raum vorbei, um zu sehen was Waldi machte. Dr. Malter schaute in das geöffnete Fenster hinein, da musste er still lachen. Er hob Della Wella hoch, ein Anblick höchster Freude. Da lagen die beiden kleinen Katzen Peterle und Minka vereint mit Waldi auf der großen Liege. Della Wella sagte ganz leise: "Jetzt wäre es schön, wenn Alban hier wäre." Wir waren in diesem Moment alle sehr mit diesem Gedanken beschäftigt den Della Wella so eben traurig aussprach.
Ich dachte die ganze Zeit an das Peter Benedikt Haus. Was wird jetzt Alban tun? Ich wusste ja das er es dort gut hatte und das sich alle rührend um ihn kümmerten. Doch Waldi war sein ein und alles geworden. Was doch im Leben alles plötzlich einen verändern kann. So war es schon spät geworden. Frau Malter rief bei mir zu Hause an, damit meine Eltern sich keine Sorgen machten.Als ich mich verabschiedete, sagte Dr. Malter zu mir: "Joscha, mache dir bitte keine Sorgen um die Beiden, wir werden einen Weg finden die Beiden zusammen zu bringen."
So fuhr ich mit guten Wünsche und Gottes Segen nach Hause. Ich schäme mich nicht zu sagen, das ich bitterlich geweint habe. Da auf einmal...
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