
Äffchen, Waldi, Joggi, Tano, Peterle, Flecka und Peng
Wie geht es mit Alban weiter?
Der kleine Malo, ein Junge aus Afrika...
Frau Wiebel ist mit 80 Jahren ein großes Vorbild...
Warum mussten alle lachen, obwohl wir 11 zu 1 beim Fußball verloren...
Was hat Desiree, die Tochter von Frau Wiebel mit ihrer Mutter gemeinsam?
Als Mutter Dora noch nachts im Büro saß, kam der fast 4-jährige Malo zu ihr. "Mama, ist Alban sehr traurig?" "Ja mein Junge...
Jeder der Sorgen hat, wird davon befreit, wenn man Gott um Hilfe bittet.Er wird uns immer den Weg zeigen, der zum Guten führt. Es ist so leicht jedem gegenüber Nächstenliebe zu zeigen. "Was ihr den geringsten meiner Brüder Gutes getan, das habt ihr mir getan", sprach Jesus.
Euer Joscha Kaprino
...da auf einmal, als ich gerade aus dem Waldweg zur Hauptstraße kam, hörte ich die Worte von Dr. Malter ganz deutlich: So hat vielleicht der liebe Gott, Alban seine Zukunft geebnet." Genau diesen Satz hatte Dr. Malter vorhin gesagt. Ja jetzt weiß ich, was das zu bedeuten hat. Die ganze Fahrt ging mir alles ein paar mal durch den Kopf. Die ganze Heimfahrt hatte ich Gott gebeten, allen zu helfen die ein Schicksal tragen. Es gibt ja so viel Elend und Not auf der Welt.
Als ich zu Hause ankam, nahm mich meine Mutter in die Arme, denn sie merkte mir an das ich traurig war. Mein Vater war nicht da, er half Onkel Karl beim tapezieren. Da erzählte ich mit tränennahender Stimme was ich heute alles erlebt hatte. Meine Mutter war so niedergeschlagen, dass ich sie beruhigen musste. Wir konnten die ganze Nacht nicht richtig schlafen. Am anderen Morgen beim Frühstück sprachen wir nur über dieses traurige Thema. Mutter hatte gestern Abend als Vater heim kam, ihm alles erzählt. Die ganze Sache ist ihm auch sehr nahe gegangen. Ich half meiner Mutter ein bisschen im Haushalt und fuhr zum Einkaufen mit ihr in die Stadt.
Nachdem wir zu Hause angekommen waren, sagte mir meine Mutter: "Wenn du nachher ins Jugendheim und auf den Malterhof fährst, sage allen von deinem Vater und mir die besten Wünsche und Gottes Segen." "Ja Mama, das können wir wirklich gut gebrauchen." Auf der Fahrt zum Peter Benedikt-Haus und Malterhof betete ich leise vor mich hin, mit dem Gedanken das Gott allen armen Menschen hilft. Es war so gegen 1 Uhr als ich zum Heim einbog. Mein Urlaub war längst noch nicht vorbei. Aber ich freute mich auch wieder auf meine Arbeit.
Später werde ich Euch erzählen, was ich für einen Beruf habe. Wenig später stand ich vor dem wunderschönen Peter Benedikt-Haus. Die Jungs kamen angerannt und begrüßten mich herzlich. Sie fragten mich nach dem kleinen Waldi. "Ja dem geht es gut, der ist bei Familie Malter in den besten Händen."
Ich wollte gerade nach Alban fragen, da kam Mutter Dora auf mich zu und freute sich riesig über mein kommen. Die Buben standen um uns herum, da sagte Mutter Dora:"Das sind alle prachtvolle Jungs. Ich bin so stolz auf sie. Das ist wahre Freundschaft was meine Jungs taten."
Der kleine 3 jährige Malo ein niedlicher dunkelhäutiger Junge aus einem Land in Schwarzafrika, dessen Schicksal mich später, als ich davon hörte, sehr beschäftigte, drückte Mutter Dora ganz fest an sich und sagte: "Das ist unsere liebe Mutti." Die gute Frau war so gerührt. Sie nahm ihn auf den Arm und gab ihm einen Kuss. Sie streichelte jedem der Buben über das Haar und sagt zu ihnen: "Ich bin froh das wir zusammen halten." Der kleine Malo rannte mit den anderen Jungs Richtung Sportplatz. Sie winkten uns noch ein paar mal zu, dann spielten sie wieder Fußball. Ich fragte Mutter Dora, warum ich den kleinen Malo gestern gar nicht gesehen habe? "Ja", sagte Mutter Dora, "gestern wurde Malo von Frau Wiebel abgeholt um für ihn ein paar Kleidungsstücke in der Stadt zu kaufen. Frau Wiebel ist eine ältere wunderbare Dame die mit ihren 80 Jahren enorm viel Gutes tut. Ich hatte mich schon oft gefragt, wo diese gute Frau die Kraft her nimmt. Ja ich weis es, sie ist eine fromme Frau. Sie lebt einfach, obwohl sie sich vieles leisten könnte.
Neulich haben die Buben zu ihrem 80sten Geburtstag ein kleines Fest gegeben, da hat sie sich gefreut. Jede Woche nimmt sie einen Buben mit in die Stadt um für ihn eine neue Hose oder Hemd zu kaufen. Sie lässt sich diese Freude nicht nehmen. Durch ihre Güte ist sie für uns ein großes Vorbild. Frau Wiebels Tochter ist genau so sozial eingestellt wie ihre Mutter. Sie kommt mit ihrer Mutter öfters zu uns ins Heim. Beide haben die Gabe den Buben ihre Mutter zu ersetzen. Jetzt wollen sie ein schönes Theaterstück mit den Jungs einüben, die Buben sind ganz begeistert. Wenn Frau Wiebel und ihre Tochter Desiree mal 2 Tage nicht da waren, fragen sie mich immer nach ihnen.""Das finde ich einfach super, von diesen beiden Damen. Gott beschütze sie", waren meine Worte. "Ja Joscha, jeder egal wie alt oder jung man ist, kann noch was Gutes tun. Die Kraft schöpfen wir von Gott." Das waren genau meine Gedanken Mutter Dora.
Ich blickte mich einen Moment um, da sagte Mutter Dora: "Sie vermissen Alban." "Ja Mutter Dora, wo ist er denn?" "Ja als sie gestern weg fuhren, versuchten seine Kameraden ihn zu trösten durch Fußball spielen. Jedoch war er ganz abwesend. Er lies es sich nicht anmerken, aber wir spürten alle, das er sehr leidet. Die ganze Nacht muss er wach gelegen haben. Als ich gegen 2 Uhr in der Nacht leise seine Zimmertür öffnete, hatte ich ein leises Weinen gehört. Alban, sagte ich,kann ich was für dich tun? Oh ich muss geträumt haben, sagte er. Vielen Dank Mutter Dora das du so gut zu uns bist. Da habe ich leise die Tür zugemacht. Dank Peter Benedikt, haben wir viele Räume, so hat jeder Junge sein eigenes Zimmer. Als ich so gegen halb 3 Uhr im Büro saß und tausend Gedanken in mir waren, kam auf einmal der kleine Malo in das Büro. Mama, sagte er, ist Alban sehr traurig? Ja Malo, willst du zu ihm gehen? Ja, waren seine Worte. Wir gingen zu Albans Zimmer und hörten wie er als sprach, Morgen komme ich zu dir, Waldi.
Der kleine fast 4 jährige Malo rief leise, Alban, wollen wir ein bisschen über Waldi sprechen? Alban knipste das Licht an und freute sich über den Besuch von Malo. Schade das ich deinen Waldi nicht gesehen habe, auch Mama Wiebel hätte sich auch riesig gefreut. Dieser schwarze Junge, ist ein lieber kleiner Kerl, der auch so viel mitgemacht hat. Alle haben ihn liebgewonnen. Hier bei den Buben ist es völlig egal welche Hautfarbe man hat, hier zählt nur der Mensch.
Die beiden Buben waren die ganze Nacht wach. Alban erzählte dem kleinen Malo die ganze Geschichte von dem kleinen Hund und vom Malterhof, von Della Wella und von Joscha, bis sie vor Müdigkeit einschliefen. Heute Morgen als alle Buben zum Frühstück kamen war Alban wie verändert, er nahm sein Frühstück zu sich, dann fragte er mich ob er noch ein wenig schlafen darf. Ja, ja ich weis Alban, du hast viel erleiden müssen, schlafe dich richtig aus. Und so schläft er immer noch." Inzwischen war es 12 Uhr, als Frau Hummel die Mittagsglocke läutete. Da rannten alle Buben in den großen Speisesaal. Frau Hummel eine fantastische Köchin machte es riesigen Spaß, wenn die Jungs ordentlich zulangten. Oft hörte sie das Kompliment: "Hoffentlich wirst du nicht von der Queen entdeckt." Ja die Jungs konnten "Hummel, Hummel", wie sie die Köchin liebevoll nannten, gut leiden.
Wir aßen alle zusammen das Mittagsmahl. Wir dankten Gott in einem kurzen Gebet, vor und nach dem Essen für seine Gaben. Alban schlief immer noch. Die Buben machten sich alle um ihren Freund große Sorgen. Nach dem Essen sagte Mutter Dora: "Ich danke Euch allen, das ihr so gute Kameraden seid. Ich bin sehr froh, das es Euch gibt."
Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis, ging Mutter Dora mit mir noch ein bisschen im Park spazieren. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile über Alban und dem kleinen Malo. Weil heute Samstag war, brauchten die Buben auch nicht zur Schule. Da waren sie alle zusammen. Die ganz Kleinen machen Mittags öfters einen Mittagsschlaf. Die größeren Buben spielten Fußball. Sie riefen: "Joscha, wir brauchen noch einen Tormann. Hast du Lust mit zuspielen?" "Na ja, ich kann es ja mal probieren." Nach einer Weile hatte ich schon 4 Tore eingefangen. Zum Schluss stand es 11 zu 1. Wir mussten alle richtig lachen. "Wenn Reto zurück kommt, muss er dir unbedingt beibringen wie man Tore verhindert, flachsten die Buben." Oh, das werde ich nie lernen." Nach diesem Fußballspiel waren wir alle zufrieden. Mutter Dora musste immer noch lachen, über die vielen Tore. "Wenn ihr so weiter spielt, werdet ihr noch in der Nationalmannschaft spielen."
So sprachen wir noch ein bisschen über das "schöne Spiel". "Na ja beim nächsten mal wird es besser. In der Zwischenzeit war es fast 16 Uhr geworden. Wir tranken alle Kaffee und aßen von dem guten Kuchen, den Frau Hummel gebacken hatte. Ich bedankte mich für alles, da sagte der kleine Polli: "Auch für die vielen Tore." Ich glaube so viel Lachen auf einmal, hatte ich noch nie gehört. Selbst Frau Hummel hatte ihren Spaß daran. Die Buben sagten: "Schade das Alban nicht dabei war. Ja das holen wir alles nach." Mutter Dora sagte: "Wenn Alban wach wird, erzählen wir ihm alles und das es Waldi gut geht auf dem Malterhof." So fuhr ich in Richtung Malterhof. Es ist immer eine große Freude hier hin zu kommen. Della Wella konnte gar nicht genug hören vom Peter Benedikt-Haus. Da kam auch schon Waldi mit den 2 anderen Hunden, den 4 Katzen und dem eben vom Mittagsschlaf erwachten Äffchen. Alle standen sie um mich herum und freuten sich. Ich hatte gar nicht genug Hände um sie alle zu streicheln. DeIla Wella, Dr. Matter und seine Frau halfen mir dabei.
Die 2 Schafe und die beiden Esel kamen an den Koppelzaun und wollten auch gekrault werden. Wer so was noch nicht erlebt hat, kann sich gar nicht vorstellen, wie sich auch Tiere über liebevolle Zuwendungen freuen können. Familie Malter hatte neben dem Haus einen Garten angelegt, in dem sie allerhand Kräuter pflanzen wollten. Es machte mir große Freude damit zu helfen, denn ich hatte ja den Beruf eines Gärtners erlernt. Nach 2 Stunden hatten wir alles gepflanzt. Jetzt wurde noch alles gegossen, denn der kleine Bach hatte genug fliesendes Wasser, um die jungen Pflanzen zu wässern. Della Wella und das Äffchen hatten eine kleine Gieskanne mit dem sie uns ein bisschen halfen. Der Affe planschte im Wasser herum und machte uns alle nass. Er konnte gar nicht damit aufhören, soviel Spaß hatte er dabei. Langsam zogen Wolken auf, aber es regnete doch nicht. Seit Wochen hatte es nicht mehr geregnet. Der Bach floss zwar noch. "Bald wird es kritisch", sagte Dr. Malter. "Vor ein paar Jahren, war der Bach für einige Tage ausgetrocknet. Die Weiher hatten nur noch wenig Wasser, aber da kam der große Regen."
So unterhielten wir uns noch ein wenig bevor ich den Heimweg antrat. "Wenn du willst, kannst du Morgen mit in die Kirche gehen." "Oh ja, das tue ich gerne", sagte ich zu den 3 guten Menschen. Dann machte ich mich auf den Heimweg. Familie Malter ging jeden Sonntag ins Dorf zum Gottesdienst. Sie gingen die 3 km immer zu Fuß. Auch DeIla Wella lief gerne mit. In dieser Zeit war Frau Winkel auf dem Malterhof, damit immer Jemand bei den Tieren war. Sie bereitete das Mittagsessen vor, so das nach dem Kirchgang alle zusammen essen konnten. Frau Winkler brachte den Tieren das Futter. Sie sprach mit den Tieren wie zu guten Freunden. Waldi wurde von den anderen Hoftieren schnell angenommen, er hatte sich recht gut erholt. Dr. Malter hatte Morgens als Frau Winkler auf den Hof mit dem Fahrrad kam, von Waldi erzählt...
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