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| Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 6 |

Christuskirche in Almenau
Warum das Gute immer siegt...
Welche schönen Worte sagte Alban zu Della Wella?
Was sagte Della Wella darauf?
Da war Malo, der Junge aus Afrika...
Wo ist der Malterhof und das Peter-Benedikt-Haus?
Wo liegt das kleine Bergdorf Almenau?
Aus welchem Land kommt Pfarrer Ramon?
Euer Joscha Kaprino
...auf einmal als Frau Winkler die leeren Schüsseln hoch nahm, benahm sich Waldi seltsam. Er winselte und wurde dabei ganz unruig. Sie konnte sich nicht erklären was das zu bedeuten hatte.
In der Zwischenzeit hatte sich folgendes abgespielt: Ganz früh am Sonntagmorgen, hatte Alban einen Zettel auf sein Bett gelegt, mit folgendem Inhalt: Bitte verzeiht mir, ich bin heute Nachmittag wieder bei euch. Ich danke euch allen.
Da Alban noch nicht zur Schule ging, konnte er nur wenige Worte schreiben und lesen, die er von seinen größeren Kameraden gelernt hatte. Doch Mutter Dora hatte den Sinn seiner Worte verstanden und ahnte wo Alban ist. Sie ging mit dem Zettel zu den anderen Buben und sagte ihnen das von Alban. Alle waren ganz ruhig und gefasst und hatten großes Verständnis für Alban, jedoch sie machten sich auch Sorgen um ihn. Der kleine Malo schaute zu Mutter Dora und sagte mit Tränen in den Augen: " Mama, Alban will seinen Freund Waldi besuchen." Mama Dora streichelte Malo übers Haar und sagte mit Freudentränen: "Wisst ihr was, wir beten zum lieben Gott, dass er Alban den richtigen Weg zeigt und wir gehen dann alle zusammen durch den Wald zum Malterhof, dann werden wir Alban überraschen und ihm zeigen, das wir ihn alle sehr lieb haben." So die liebevollen Worte von Mutter Dora.
Alban war inzwischen schon ein gutes Stück durch den Wald gegangen, aber er hatte sich in der Richtung geirrt, er kam auf eine Lichtung zu, die mitten im Wald lag. Da stand an der Weggabelung ein kleines Schild, mit der Aufschrift: Felsenkapelle für Hilfe Suchende, er ging auf den Felsen zu und sah eine schlichtes Kreuz in einer Nische stehen. Darunter war ein kleines Holzschild, mit der Aufschrift: Gott hilft allen die in bitten. Alban konnte noch nicht lesen, er war ja noch nicht in der Schule, aber er ahnte das es was gutes war, was da auf dem Schild stand. Er sah sich das schlichte Kreuz an und betete ganz leise: "Bitte lieber Gott, führe mich auf den Malterhof, du weist ja warum. Bitte vergib mir, das ich den Anderen im Heim so Sorgen mache." Er war so vertieft in sein Gebet, das er gar nicht merkte, was um ihn herum geschah. Er hatte sich auf die einfache aus Holz gemachte Bank gesetzt um mit Gott zu reden. Es durchdrang ihn eine innere Stimme, die ihn ein Moment alles vergessen ließ. Er hatte so viel durch gemacht als seine lieben Eltern und seine gute Großmutter starben. Dann verlor er auch noch seinen kleinen Hund, an dem er sehr hing. Jedoch ertrug er alles geduldig. Jetzt auf einmal hatte er das Gefühl, das er Hilfe bekam, seinen Hund zu sehen. Erleichtert stand er auf und blickte noch einmal auf das Kreuz. Er lächelte und sagte laut: "Danke." Da kamen aus seinen Augen lauter Freudentränen.
Er blieb noch eine Weile stehen, dann senkte er einen Moment den Kopf und wollte gerade gehen, da stand eine Frau plötzlich vor ihm. Sie lächelte ihn an. Er lächelte zurück. Da merkte er das Gott ihm Hilfe geschickt hatte. "Wo kommst du denn her mein Junge", sagte sie mit zarter Stimme. "Kann ich dir helfen?" "Ja", sagte er und erzählte ihr, das er zum Malterhof will um seinen Hund zu besuchen. "Wenn du möchtest bringe ich dich dort hin. Es ist zwar noch ein gutes Stück zu laufen, aber wir schaffen das schon. Ich bin die Waldmarie", sagte die Frau. "Als mein Mann noch gelebt hatte, brachte ich ihm öfters das Mittagsessen in den Wald und seit her bin ich die Waldmarie." Sie gingen auf die Wiese im Wald und pflückten ein paar Blumen. Mit einem Gurkenglas nahmen sie Wasser aus dem kleinen Bach und stellten die Blumen in die Nische ans Kreuz. "Siehst du mein Junge, jetzt freut sich der liebe Gott." Sie blieben noch ein paar Minuten stehen, dann gingen sie Richtung Malterhof. "Früher bin ich dort öfters vorbei gekommen. Jetzt haben die Malters einen Hof mit ihren Händen wunderschön hergerichtet. Das sind sehr nette Leute." So sprachen sie die ganze Zeit mit einander.
Auf dem Malterhof war Frau Winkler mit den Tieren beschäftigt. Der Affe sprang auf den Kastanienbaum, er konnte so herrlich klettern. Die Katzen wollten es dem Affen nach machen, aber der Affe machte die reinsten Kunststücke. So verging der Morgen und bald musste ja Familie Malter zurück kommen. Waldi wurde immer unruhiger, so dass Frau Winkler sich Sorgen machte. Als Alban mit der Waldmarie ganz in der Nähe des Hofes waren, konnte sie Waldi nicht mehr halten. Er rannte als hin und her. Fast gleichzeitig kamen Dr. Malter seine Frau und Della Wella und ich aus einer Richtung und Alban und die Waldmarie aus einer anderen Richtung zum Toreingang. Da war ein Freudengebell, als die Hunde uns sahen.
Da sah ich Alban am Zaun stehen. Waldi wollte andauernd über den Zaun springen. Die beiden waren so glücklich. Della Wella machte schnell das Tor auf. Waldi rannte zu Alban. Es dauerte lange bis die Beiden sich beruhigt hatten. Wir sahen alle mit Freude zu und hatten gar nicht bemerkt, das die Waldmarie sich zurückgezogen hatte. Da schaute Alban sich um und wollte der Waldmarie danken, jedoch sie war nicht mehr da. Ganz laut rief Alban in den Wald hinein: "Danke, danke Waldmarie." Da sagte Della Wella: "Der Herrgott braucht sie wieder für die nächste Hilfe." Alban schaute immer noch in den Wald, da sah er mich an "Joscha, Joscha, schau wie Waldi so glücklich ist." "Kommt alle in den Hof, jetzt gibt es erst einmal was gutes zu essen", sagte Frau Malter. Dr. Malter hatte alles mit angesehen und sein Entschluss stand da fest, was wir noch erfahren. Er ging zu seiner Frau und sagte ihr etwas ins Ohr. Diese nickte hoch erfreut und weinte. Dann sagte Dr. Malter zu uns: "Morgen werde ich mit Mutter Dora sprechen, um alles in die Wege zu leiten. Zu erst rufe ich Mutter Dora an, damit sie weis das mit Alban alles in Ordnung ist."
Alban konnte es noch immer nicht fassen, das er auf dem Malterhof war und alles so vor fand wie ich es ihm erzählt hatte. Seine Augen leuchteten, als er mit uns allen über den Hof ging. So viele Tiere die um ihn herum waren. Sein Waldi war ständig bei ihm. Er lies ihn nicht aus den Augen. Della Wella hatte den Jungen sofort in ihr Herz geschlossen. Dr. Malter fragte: "Alban, möchtest du hier auf dem Hof mit uns und all den Tieren leben?" Ich hatte noch nie einen Menschen so glücklich gesehen, wie Alban. Er schluchzte so von Herzen, das er kein Wort heraus brachte. Er weinte bitterlich das er so etwas Schönes erleben durfte. Auf einmal hatte er wieder einen Vater und eine Mutter und eine Schwester. Wir alle trösteten ihn. Frau Malter sprach mit ihm, das alles gut wird. Als er sich einiger Maßen gefangen hatte, sagte er ganz leise zu uns: "Was wird Mutter Dora sagen? Sie ist immer so gut zu uns und meine Kameraden. Ich danke euch allen und freue mich riesig das ich bald auf dem Malterhof wohnen darf." Er rannte über den ganzen Hof zu den 2 Schafen und den beiden Esel. Ganz laut rief er: "Hurra, bald bin ich bei euch, jetzt habe ich wieder eine Mama und einen Papa und eine kleine Schwester und euch alle ihr lieben Tiere." Er rannte zurück zu uns. Er war so glücklich und wir alle hatten Tränen in den Augen.
Da hörten wir plötzlich lauter Stimmen die immer näher kamen. Sie riefen: "Alban wo bist du?" Er rannte zum Zaun und sah seine Kameraden und Mutter Dora. "Bitte verzeiht mir, das ich euch Sorgen gemacht habe, schluchste Alban." Dr. Malter bat sie alle auf den Hof zu kommen. Sofort gingen Frau Malter und Frau Winkler in die Küche um für die Gäste etwas zu zubereiten. Della Wella holte Getränke für alle. Bald stand schon alles auf dem Tisch. Nach dem Marsch hatten sie einen großen Hunger und einen riesigen Durst. Dr. Malter und Mutter Dora sprachen eine ganze Weile miteinander. Sie riefen Alban zu sich und sprachen mit einander. Mutter Dora drückte den Jungen an sich und sagte zu Alban: "Ich bin glücklich das du bald hier her kommst, gleichzeitig werden wir dich alle sehr vermissen." Dr. Malter sagte: "Wenn Alban seine Kameraden sehen will, fahre ich ihn dort hin. Wir sind ja ganz in der Nähe.
Die andern Buben sahen sich den Malterhof genau an. Sie spielten mit den Tieren. Die ganz kleinen ritten auf den 2 Eseln. Der kleine Affe machte keinen Mittagsschlaf. Er war wie auf gedreht. Jeder wollte mit ihm spielen. Die Hunde und die Katzen fanden reichlich Spielkameraden. Es wurde ein wunderschöner Sonntagnachmittag. "Das müssen wir viel öfter tun. Es ist einfach schön wie sie sich alle freuen", sagte Dr. Malter. "Oh ja, wir sind ja Nachbarn", sagte Mutter Dora mit Freude in der Stimme. Della Wella war etwas traurig als alle weg waren. Die Buben gingen mit Mutter Dora durch den Wald in Richtung Peter Benedikt-Haus. Sie sangen Lieder und waren ganz begeistert was sie heute erlebt halten. Als sie mitten im Wald waren, sagte Alban zu Mutter Dora: "Darf ich noch einmal zur Felsenkapelle gehen?" Ich möchte mich beim lieben Gott bedanken." Obwohl es ein kleiner Umweg war, gingen alle mit. Als sie an der Lichtung ankamen, sagte der kleine Malo: "Wohnt hier der liebe Gott?" "Ja Malo, er hilft jedem der in Not ist." Das war die schöne Antwort von Alban. Er setzte sich auf die Bank und jeder wusste, was Alban jetzt tat. Man hörte noch die Worte: "Beschütze alle und hilf ihnen, wie du mir geholfen hast." Mutter Dora hielt sich im Hintergrund, aber die Buben nahmen sie bei der Hand und führten sie zur Kapelle. Alban schaute Mutter Dora und die Kameraden an und sagte mit fester Stimme: "Ich danke euch von ganzem Herzen für die Freundschaft." Er ging zu Mutter Dora und küsste sie auf die Wange. Alle waren tief beeindruckt, von dem was soeben geschah. Fast schweigend gingen sie nach Hause. Die kleinen Buben waren so müde, das sie getragen wurden, aber alle waren glücklich.
Frau Hummel hatte schon das Abendbrot vorbereitet. Die Großen erzählten ihr von allem was sie erlebten hatten. Die Kleinen jedoch schliefen ganz fest. Am nächsten Tag kam wie versprochen Dr. Malter ins Peter Benedikt-Haus um Mutter Dora und Alban mit zu nehmen, um die Adoption vor zubereiten. Alban hatte hier Vorrang, um das Beste für ihn zu erreichen. Der Junge hatte ihr ganzes Vertrauen. Es war schon beeindruckend, wie Alban dies alles meisterte. Der fast 6 jährige war so glücklich endlich wieder einen Vater und eine Mutter und ein Schwesterchen zu bekommen. Es verging noch eine kurze Zeit und Alban kam auf den Malterhof. Der Abschied vom Heim viel ihm schwer, jedoch freute er sich riesig auf sein neues Zuhause. Sie waren ja nicht aus der Welt und er konnte ja seine Kameraden, wann er wollte, besuchen. Alle halfen ihm beim Umzug. Waldi der treue Hund lies Alban nicht aus den Augen. Sie waren ein Herz und eine Seele. Alban war bald mit allen Bewohnern vertraut. Er lebte sich schnell ein und half wo er konnte. Seine neue Mutter, sein neuer Vater und Della Wella taten alles um sein Leben so schön wie möglich zu gestalten. Della Wella und seine neuen Eltern zeigten ihm den ganzen Hof.
Als ich nach der Adoption auf den Hof kam, rannte Alban und sein Waldi und die anderen Hunde so schnell sie konnten auf mich zu. Er rief ganz aufgeregt: "Joscha, Joscha ich danke dir von ganzem Herzen. Du hast so viel für mich getan. Du wirst immer mein Freund sein." Ich schaute Della Wella an, dann sagte sie: "Ja Joscha, ist schon etwas Besonderes, das hat unser Papa und Mama auch schon oft gesagt." Ich glaube ich wurde rot aber gefreut hat es mich doch. Waldi und die anderen Hunde trollten sich auf dem ganzen Hof herum und mitten drin das kleine Äffchen.
Alban sagte zu Della Wella: "So wie du bist, hatte ich mir immer ein Schwesterchen gewünscht." "Ja", sagte Della Wella, "und ich bin froh das ich dich vom lieben Gott geschenkt bekommen habe." Alban schaute zum Zaun und seine Augen strahlten als er....
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