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| Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 7 |

Die Eltern von Della Wella mit dem Äffchen
Bald beginnt der Umbau für die neue Tierarztpraxis auf dem Malterhof. Alle freuen sich darauf, denn dann ist die ganze Familie zusammen.
Dann lernt ihr auch die beiden Großväter und die beiden Großmütter kennen. Alle feiern dann ein schönes Fest.
Alban und seine Schwester Della Wella wollen eine Überraschung bringen, aber das wird noch nicht verraten.
Wer ist bei der Überraschung alles dabei?
Welches Geheimnis haben Frau Wiebel, Tochter Desiree, Della Wella, Alban, Mutter Dora und die Buben vom Peter-Benedikt-Haus gemeinsam? Gottes Segen.
Euer Joscha Kaprino
...Alban schaute zum Zaun und seine Augen strahlten. "Waldmarie, Gott sei Dank da bist du ja." Sie winkte uns freundlich zu. Wir gingen zu ihr hin und baten sie auf den Hof zu kommen. "Was für eine große Freude hast du uns gemacht das du uns besuchen kommst", sagte Alban, "jetzt lassen wir dich nicht mehr so schnell gehen, wie das letzte mal." "Nein, nein heute bleibe ich ein bisschen länger." Die Waldmarie lächelte und sagte mit freudiger Stimme: "Ich habe von eurem Glück gehört und bin sehr glücklich darüber." Alle hatten sich so viel zu erzählen beim Kaffe, den Frau Malter kochte und dem einmaligen Kuchen den sie immer zwischen durch backte.
Alle Tiere waren um uns herum und wollten der Waldmarie zeigen wie glücklich alle sind. Sie spielten mit der Waldmarie eine ganze Zeitlang. Ach was war das ein schöner lustiger Anblick. "Schade das mein Mann nicht da ist, er musste dringend zu einem kranken Tier, sagte Frau Malter." Da wurde die Waldmarie ganz still und sagte: "Gott schütze ihn und seine ganze Familie. Ach wären doch nur alle Menschen so wie ihr hier auf dem Hof." Sie drückte alle Tiere die um sie standen und streichelte sie. Waldi ging zu ihr hin und versuchte ihr das Pfötchen zu geben. Er fiel dabei auf die Seite und alle mussten so herzlich lachen. Er versuchte es immer wieder. Ich glaube Alban hat ihm das beigebracht. Die bescheidene 70 jährige Waldmarie war sehr rüstig. Sie hat schon so manchem geholfen und wenn man ihr danken wollte, sagte sie leise: "Nicht ich habe dir geholfen, sondern die Gebete zu unserm lieben Jesus Christus. Er der für unendlich viel gelitten hat, hilft jedem der zu ihm betet." Diese einfache schlichte Frau hat uns alle sehr beeindruckt. Als die Waldmarie sich verabschiedete, musste sie DeIla Wella und Alban versprechen das sie bald wieder kommt. Sie lächelte und sagte: "Ja bestimmt." Wir winkten ihr noch nach, da sagte Della Wella zu uns: "Jetzt haben wir eine neue Oma." Alban sagte: "Der liebe Gott wird sie beschützen."
Auch ich machte mich allmählich auf den Heimweg, doch die beiden wollten mich gar nicht gehen lassen. Ich versprach jedoch bald wieder zu kommen. Nachdem ich mich verabschiedete fuhr ich noch in den Weg Richtung Peter Benedikt-Haus und parkte an der Auffahrt zum Heim. Ich stieg aus und schaute in der Nähe aufs Heim. Ich musste an alles denken was ich da erlebt hatte und dankte Gott das es so gute Menschen gibt. Ich wollte noch hoch zum Heim fahren, aber ich konnte heute nicht mehr die Kraft finden, denn ich musste an den kleinen Malo denken von dem mir Mutter Dora erzählt hatte und ich sah alle vor mir, was mir Mutter Dora von Malo erzählte.
Vor etwa 3 ein halb Jahren fuhr ein Schiff von Afrika nach Deutschland. In den Frachträumen in einer Kiste versteckt, lag ein ganz kleines schwarzes Baby. Wahrscheinlich hat man ihm etwas gegeben das er ruhig war. Niemand hatte etwas gemerkt. Als das Schiff schon einen Tag auf hoher See war, hörte ein Mitarbeiter ein kleines Kind schreien. Der ganze Raum wurde abgesucht. Da fanden sie dieses süße Baby in einem kleinen Bastkörbchen. Sofort wurde es ärztlich behandelt. Es hatte die Fahrt einigermaßen gut überstanden. Als das Schiff im Hamburger Hafen einlief, kam der kleine Junge in ein Krankenhaus. Nach ein par Tagen als man sicher war, daß er kerngesund ist, brachte man den kleinen Jungen in ein Kinderheim. An diesem Tag war Mutter Dora zu Besuch bei ihrer Tante, die Leiterin dieses Kinderheims. Als sie den kleinen Buben sah, war sie so gerührt und bat ihre Tante das Kind mit ins Peter Benedikt-Haus mit nehmen zu dürfen. So kam er in das Peter Benedikt-Haus zu Mutter Dora. Sie hatten ihm den schönen Namen Malo gegeben.
Der dunkelhäutige hübsche Junge Malo ist der Liebling im Kinderheim. Alban und er sind wie Geschwister, deshalb war die Trennung der Beiden sehr schwer gewesen. Aber durch Gottes Hilfe wurde Malo, ... aber dazu später mehr.
Mein Urlaub war nun zu Ende. So war ich am Samstag in die Stadt gefahren, um mir neue Arbeitskleidung zu kaufen. Das große Parkhaus war nicht weit vom Kaufhaus entfernt. Auch die Praxis von Dr. Malter war ganz in der Nähe. Ich wollte immer schon mal die Praxis und auch Frau Welter kennen lernen. Aber die Praxis war ja samstags geschlossen, da Dr. Malter dann zu den Bauern aufs Land fuhr, um nach den Tieren zu schauen. Wie ich am Anfang schon beschrieben habe, hatte Dr. Malter schon des öfteren, den Bauern unentgeltlich geholfen. Aber weil Dr. Malter ein so guter Mensch ist, wollte er darüber nie reden.
Ich bummelte noch ein bisschen durch die Geschäfte und suchte mir meine neue Arbeitskleidung aus, danach kaufte ich für die Tiere noch ein paar Leckereien und für Äffi ein paar Bananen. Nun ging ich in Richtung Parkhaus um nach Hause zu fahren. An der Ampel mussten man wegen rot warten. Plötzlich stand neben mir ein Mädchen. Wenige Sekunden schauten wir uns an. Diese Sekunden werde ich nie im Leben vergessen. Ich merkte gar nicht das die Ampel jetzt grün war. In der Menschenmenge die über die Straße ging, hatte ich sie aus den Augen verloren. Ich stand immer noch da wie angewurzelt, so hatte mich dieses Mädchen fasziniert. Ich wollte gerade über die Strasse gehen, da fuhren schon die Autos los. Da war keine Chance mehr über die Strasse zu kommen. Plötzlich sah ich sie wieder, wie sie sich zweimal umschaute, aber dann hatte ich sie wieder aus den Augen verloren.
In wenigen Sekunden war das ganze Erscheinungsbild von diesem Mädchen in mir gespeichert. Ich ging schneller um sie vielleicht noch irgend wie zu sehen, aber trotz intensiver Suche war sie nicht mehr da. Dieses Mädchen vielleicht 18 Jahre, dunkelbraune schulterlange Haare blaue Augen, ungeschminkt, ganz natürlich, hellblauer Rock, weise Bluse mit bunten Stickmuster, schwarze Schuhe, dieser freundliche Blick und dieses Lächeln, war es nur ein kurzer Traum? Werde ich sie je wiedersehen? Ich war so traurig, weil ich etwas verloren hatte, was ich gar nicht besaß. Ich rief in diesem Moment Jesus an: Wenn es dein Wille ist, dann gib mir eine Chance dieses Mädchen wieder zusehen. Ich weis gar nicht wie oft ich mich in allen Richtungen umblickte, aber ich sah sie nicht mehr. Ich setzte mich noch ca. eine Stunde auf eine Stadtbank immer in der Hoffnung das dieses Mädchen hier vorbei kommt. Vielleicht geht es ihr genau so und sie sucht mich auch. Allmählich fuhr ich nach Hause und war ein bisschen traurig. Als ich zuhause ankam, sagte meine Mutter: "Joscha du bist so betrübt." "Oh ja Mama, aber es ist nicht so schlimm." Ohne zu ahnen was es ist, sagte sie: "Du nimmst dir alles so sehr zu Herzen."
Was sollte ich ihr erzählen. Ich wusste gar nicht wie ich das ihr erklären sollte, also sagte ich nichts davon. So verging der Abend und ich ging rechtzeitig ins Bett. Auch am Sonntag ließen mich die Gedanken an das Mädchen nicht los. Aber ich lies mir nichts anmerken. Mich hatte noch nie ein Mädchen so angeschaut, so was wunderbares in so wenigen Sekunden. Aber ich war fest überzeugt das ich sie bald wieder sehe. Schon öfters hatte Mutter gesagt: "Joscha wenn du irgend welche Sorgen hast, vertraue dich immer Gott an, sag einfach lieber Jesus ich weis nicht mehr weiter, bitte zeig mir den rechten Weg. So sprich zu ihm wie zu einem guten Freund und du wirst sehen, er wird dir in irgend einer Weise Hilfe zu kommen lassen." Das tat ich auch. Vater, Mutter und ich gingen am Sonntag Nachmittag wie schon öfters in den kleinen Zoo am Edelweisberg. Dort waren auch zwei kleine Äffchen, wie das vom Malterhof. Papa war richtig vernarrt in die kleinen Affen. "Bald werdet ihr auch den kleinen Affen und die anderen Tiere von Della Wella sehen. Dr. Malter und seine Frau haben schon oft nach euch gefragt und dabei gesagt, das ihr immer recht herzlich willkommen seid." "Ja, das machen wir bald", sagten die Beiden. Jetzt habe ich schon so oft mit dem Äffi gespielt, aber ich weis gar nicht wo her Della Wella das kleine Äffchen hat. So schauten wir immer wieder diese Gottesgeschöpfe an und hatten unsere Freude daran.
Auf dem Heimweg hatten wir so viel Gesprächsstoff, das ich eine ganze Zeitlang von meinen "Sorgen" abgelenkt wurde. Als wir zu Hause waren wollte meine Mutter uns Kaffe machen, da passierte etwas mit ihr, das uns sehr beunruhigte. Sie knickte mit dem Fuß um, so dass sie nicht mehr auftreten konnte. Der Fuß wurde immer dicker und die Schmerzen immer größer. Mama werte sich mit Händen und Füßen um nicht ins Krankenhaus zu kommen, aber es wurde immer schlimmer. Wir brachten sie ins Bergkrankenhaus. Sie hatte sich den Fuß gebrochen. "Mein Gott", sagte Mutter, "ausgerechnet jetzt, wo du wieder zur Arbeit gehst." "Ach mach dir nur keine Sorgen", sagte Papa. "Joscha und ich packen das schon." Als die diensthabende Ärztin Franziska Zeger meiner Mutter sagte, sie müsse schon eine Zeitlang hier bleiben, war sie natürlich nicht begeistert, aber es blieb ihr nichts anderes übrig. So war der Sonntag für uns alle betrübt zu Ende gegangen.
Ich wusste, das Papa ohne Mama nur die "Hälfte" wert war, aber es sollte sich noch zeigen, das er sich zu einem guten Hausmann entwickelte. Am Montagmorgen fuhr ich zur Arbeit. Meine Gedanken waren immer bei Mama. Auch Papa ging es genau so. Am Nachmittag gab mir mein Chef eine Stunde früher frei um meine Mutter im Krankenhaus zu besuchen. "Grüße deine Mutter von uns und gute Besserung. Nimm dir ein paar schöne Blumen mit, dann wird sie sich etwas freuen." "Herzlichen Dank Chef." Da kam auch schon seine Frau mit einem schönen Blumenstrauß aus rosa Rosen, weise Fresien, Schleierkraut und blaue Brodea. Es hatte mich sehr gefreut das sie an meine Mutter dachten. Wir haben ein sehr gutes Betriebsklima, so dass wir alle am gleichen Strang ziehen. Meine Chefin und mein Chef sind immer großzügig, so dass es uns allen in der Gärtnerei bei der Arbeit gut gefällt.
Als ich meine Lehre beendet hatte, wusste mein Chef, das ich weiter im Betrieb bleiben würde. Hier zeigt sich, das gegenseitige Achtung uns das Leben viel schöner macht.
Im Krankenhaus angekommen, erwartete Mama uns beide Männer schon, jedoch kam Papa ein paar Minuten später. "Wie geht es dir Mama." "Ach ganz gut, wenn ich nur laufen könnte dann...." Da kam auch schon Papa mit einem Biedermeiersträußchen, das er etwas gedrückt hatte. "Habt ihr auch alles zu Hause in Ordnung?" "Ja, ja", sagte Papa und schaute mich an. "Ja Mama, als wenn du es gemacht hättest." "Na ja, ich will es mal glauben", sagte sie mit einem Augenzwinkern. Da kam eine Schwester ins Zimmer. "Das ist Schwester Clowtilde." Sie brachte den beiden Damen, die mit meiner Mutter im Zimmer lagen Medikamente. Ein kurzes "Guten Tag" Mit einem auf Sparflamme reduziertem Lächeln, ging sie wieder aus dem Zimmer. Vater sagte zu uns gerichtet: "Wir hatten mal einen Feldwebel der ..." "Ja, ja die Geschichte kennen wir schon", sagte meine Mutter. "Ach", sagte Mama, "sie macht ihre Arbeit gewissenhaft, vielleicht geht es ihr nicht so gut." "Sind die Schwestern alle so?" "Nein morgens ist Schwester Tara da, ein Mädchen das eine einmalige Ausstrahlung hat. Nächste Woche hat sie nachmittags Dienst, dann werdet ihr sie bestimmt noch kennen lernen. Sie ist so liebevoll zu den Patienten, das alle froh sind wenn Tara da ist.
Am Abend verabschiedeten wir uns: "Also bis morgen und noch mal herzlichen Dank an deinen Chef und deine Chefin für die Blumen und grüße sie von uns. " Am anderen Abend war mein Vater schon bei Mama, als ich kam. "Ist zu hause alles in Ordnung", fragte uns Mutter, "kommt ihr ohne mich zu recht?" "Ja Mama, aber wir sind froh wenn du wieder da bist." Da sagte Mama: "Gestern Abend hat Schwester Cowtilde die Blumen auf den Balkan gestellt. Heute morgen als Schwester Tara kam hatte sie allen Blumen frisches Wasser gegeben und nach unserem Befinden gefragt. Sie hatte sich so herzlich mit uns unterhalten und uns Mut zugesprochen der aus ihrem Innersten kam. Ich fragte, ob sie immer zu allen so gut sei, wie sie das mache bei so viel Arbeit. Sie nahm aus ihrer Innentasche ein kleines Bildchen, drückte es an ihr Herz, dann zeigte sie es mir. Das Bildchen war schon sehr alt, man musste schon genau hinschauen um es zu erkennen. Noch nie in meinem Leben war...
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