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Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 8

Mutter Dora und Malo

Was ist mit Malo geschehen?
Hier erfahren wir das Geheimnis von einem einfachen gemalten Bild, das Tara immer bei sich trägt. Warum?
Mutter Dora ist eine wundervolle Frau...
Wer gibt ihr die Kraft für alle da zu sein?
Unser himmlischer Vater gibt die Kraft.

Hier sehen wir ganz deutlich, dass die Güte des Menschen tausendmal mehr wert ist, als alle Güter der ganzen Welt. Wir sehen das die Nächstenliebe von ganz einfachen schlichten Menschen eine wunderbare Wirkung zeigt.
Euer Joscha Kaprino

...noch nie in meinem Leben war mein Herz so beglückt, als ich auf dem Bild Jesus erkannte. Es war ein Gemälde, gemalt von einem kleinen Jungen aus Indien, der Jesus so gemalt hatte wie er ihn in seinem Herzen hatte. Ich habe das Bild von Pfarrer Ramon vor Jahren bekommen. Dieser Junge war unser heutiger guter Pfarrer Ramon. Er ist seit 7 Jahren in unsere Berggemeinde Almenau als Seelsorger tätig und ist wie ein Vater zu uns allen. Dieses kleine Bildchen hat für mich eine große Bedeutung, weil Jesus immer in meinem Herzen ist. Ja liebe Frau Kaprino daher kommt die Kraft."

Als uns Mutter dies erzählte, war mein Vater und ich von diesem Mädchen so beeindruckt, dass wir es gar nicht erwarten konnten Tara kennen zu lernen. "Ja, sie ist erst 18 Jahre", sagte Mama, "und über all so beliebt." Als mein Vater und ich aus dem Krankenhaus kamen, sagte er zu mir: "Joscha als ich deine Mutter kennen gelernt habe, war sie genau so wie sie uns Tara beschrieben hatte und heute ist sie immer noch die beste Frau der Welt für mich. Mutter und ich werden immer in Liebe zusammen stehen." "Danke Papa." "Und jetzt werden wir zu Hause mal ein bisschen aufräumen", lachte Papa.

Ich rief auf dem Malterhof an das meine Mutter im Krankenhaus liegt und das ich aber bald wieder auf den Hof kommen würde. Alban war am Telefon und war sehr erschrocken, als er hörte das meine Mutter im Krankenhaus liegt. Ich beruhigte ihn und sagte ihm, das es nicht so schlimm sei und das sie bald wieder laufen könne. Wahrscheinlich kamen bei Alban Erinnerungen auf, weil seine Eltern auf so schreckliche Weise starben. Ich merkte das er kaum noch reden konnte. Da kam Della Wella ans Telefon und wenige Sekunden später hörte ich im Hintergrund Alban zu seinem Waldi sagen: "Wir werden Mama Kaprino im Krankenhaus besuchen." "Ja, das ist ein guter Gedanke", sagte Della Wella. "Ich vermisse euch alle und streichelt alle Tiere von mir." "Ja Joscha du wirst überrascht sein", dann sagten wir uns auf Wiedersehen.

Mein Vater sagte nach dem Anruf auf den Malterhof: "Joscha wenn du willst, kannst du ja morgen nach der Arbeit auf den Malterhof fahren. Mama ist bestimmt ganz meiner Meinung. Ich sehe das du bedrückt bist wegen Alban. Dieser gute Junge hat so viel Mitgefühl zu seinen Mitmenschen, genau wie die Familie Malter. Della Wella wird ihn sicherlich trösten. Ich bin wirklich froh, wenn ich sie alle mal kennen lerne." Am anderen Nachmittag, als ich von der Arbeit nach Hause kam, machte ich mich ein bisschen frisch und fuhr auf den Malterhof. Als ich dort ankam, war nur Frau Winkler bei den Tieren. Ihr kennt ja schon Frau Winkler. Sie ist die gute Dame die oft auf dem Hof aushilft. Die 3 Hunde, das Äffi und die 4 Katzen waren bei Frau Winkler. Sie hatte gerade ihr Futter hergerichtet. Ach was waren sie alle so froh als sie mich sahen. Die zwei neuen Katzen, Peterle und Minka und Waldi hatten sich sehr schnell auf dem Malterhof eingelebt. "Ach", sagte Frau Winkler, "Joscha die 4 wollten euch im Krankenhaus überraschen und so sind sie vorhin alle in die Stadt ins Krankenhaus gefahren, zu deiner Mutter.

Weist du was Joscha, ich gehe mit den Tieren jetzt zu den beiden Schafen und den 2 Eseln und du überraschst sie alle im Krankenhaus und wenn Tara da ist, sage ihr die besten Grüße. Ach ja und ich wünsche deiner Mutter baldige Genesung. Und grüße alle von mir." "Frau Winkler, sie sagten eben, ich soll Tara grüßen. Woher kennen sie Tara?" "Ja, ich kenne Tara schon seit sie ein Kind ist. Sie war schon oft mit ihrer Mutter auf dem Malterhof. Die letzte Zeit hatte sie sehr viel Arbeit und war auch für zwei Wochen in Urlaub. Tara ist die Tochter von Herrn und Frau Welter,sie ist die gute Hilfe von Dr. Malter." Ja ich wollte Dr. Malter am Samstag in der Stadt einmal aufsuchen, aber die Praxis ist ja samstags geschlossen. Frau Winkler vielen Dank ich fahre jetzt ins Krankenhaus."

Als ich unterwegs zum Krankenhaus war, kamen mir so viele Gedanken durch den Kopf wegen Tara. Jeder der sie kennt, ist so begeistert von ihr und sie ist die Tochter von Herr und Frau Welter. Na, bald werde ich sie ja kennen lernen. Im Krankenhaus angekommen, waren alle schon da. Wir begrüßten uns so herzlich. Mein Papa unterhielt sich mit Dr. Malter und meine Mutter mit Frau Malter und Della Wella. Alle waren endlich froh, das sie sich kennen gelernt hatten. Da kam Schwester Clowtilde ins Zimmer und dieses mal lächelte sie. Sie brachte zwei Stühle. Della Wella und Alban nahmen Schwester Clowtilde an der Hand und erzählten ihr, das sie Geschwister sind. "Du bist aber fleißig." "Ja woher weist du denn das?" "Tara hat mir neulich gesagt, das sie von dir schon viel gelernt hat und das sie froh ist wenn du da bist. Und jetzt bin ich froh, dass ich dich kennen gelernt habe. Wenn du lächelst siehst du richtig süß aus." Alban lächelte die ganze Zeit. "Ach", sagte Schwester Clowtilde, "ich muss ja noch in Zimmer 8. Auf Wiedersehen und vielen Dank ihr beiden." "Auf Wiedersehen. Ab diese Zeit konnte man Schwester Clowtilde immer nur lächelnd sehen.

Die Zeit verflog im Nu und als wir uns verabschiedeten, versprachen wir uns das wir uns bald wiedersehen. Ach was hatte sich Mama und Papa gefreut als sie sich endlich alle kennen lernten. Zuhause hatte Papa und ich noch viel zu erzählen. "Ja was sind das nette Leute und diese beide Kinder, einfach Klasse. Und diese liebe kleine Della Wella hat doch glatt Schwester Clowtilde zum Lächeln gebracht. Ja in jedem Menschen steckt ein guter Kern, würde Mama sagen." So ging der schöne Abend zu Ende.

Die Woche ging vorbei und ich fuhr am Samstagnachmittag auf den Malterhof. Wir gingen alle in den neu angelegten Garten, den wir vor ein paar Wochen angepflanzt hatten. Viele Blumen waren in voller Blüte und Della Wella und Alban hatten mit ihrer Mutter den wunderschönen Blumenstrauß für Frau Kaprino hier gepflückt. Äffi lag mit Waldi im Gras und wollte mit ihm spielen, jedoch hatte der nur Augen für seinen Alban. Waldi ist ein schönen Hund geworden. Alban versuchte jedes Tier gleich zu behandeln. Das gelang ihm auch mit Hilfe von DeIla Wella. Jedoch die 2 anderen Hunde, Tano und Joggi versuchten ihn zum Spielen zu bewegen und siehe da, als Alban ein paar Stöckchen durch die Luft warf, fingen alle an zu spielen. Das machten sie bestimmt so eine halbe Stunde. Jetzt hatte Äffi seinen Willen durchgesetzt. Della Wella hatte mit Peng, Flecka, Minka und Peterle auch voll zu tun. Nach dem sie alle geschafft waren, blieben die Tiere einfach im Gras liegen. Natürlich hatte ich auch schön mitgespielt.

Wer noch nie mit Tieren etwas zu tun hatte, weis gar nicht welche Freude sie einem machen. Wir gingen zu den Schafen, Algo und Manni. Auch die beiden Esel Mambu und King wollten spielen. Am Ende waren wir alle richtig müde. Ich fragte Della Wella: "Von wo kommt denn eigentlich Äffi her?" "Sie kommt aus dem Ellentaler Zoo. Ihre Mutter ist damals gestorben, als sie zur Welt kam und dann haben sie das kleine Äffchen hoch gepäppelt. Der Leiter von diesem Zoo der mit Pappi zusammen Tierarzt gelernt hatte, rief ihn an und fragte ihn, was er am besten mit dem Affen tun kann. So hat es Papa auf den Malterhof gebracht. Etwa 3 Jahre ist es jetzt hier und wir geben es nicht mehr her."

Alban hörte die ganze Zeit zu. Er konnte von den Tiergeschichten gar nicht genug bekommen, so erzählte Della Wella noch eine ganze Weile von den Tieren. Auf einmal war Alban eingeschlafen. Della Wella sagte zu mir: "Deine Eltern sind ja so lieb." "Ja das stimmt." "Schade das Tara nicht da war, sie hätte dir bestimmt gefallen. Sie ist so gut zu allen. Mama und Papa haben schon oft von ihr gesprochen. Weist du was Tara oft in ihrer Freizeit macht? Sie hilft im Seniorenheim bei den Kranken. Ist das nicht schön? Und sie macht das ohne Bezahlung sagte Mama." Ich malte mir im Geiste aus wie Tara wohl aussah. Sie sieht bestimmt so aus wie das Mädchen an der Ampel. Dieser Gedanke ging mir nicht mehr aus meinem Kopf.

Noch als ich auf dem Heimweg war, hatte ich mich mit diesem Gedanken beschäftigt. Mama und Papa wussten das ich heute nicht ins Krankenhaus kam. So fuhr ich noch ins Peter Benedikt-Haus. Als ich ankam waren die Buben gerade beim Fußballspielen. Als sie mich sahen liefen sie auf mich zu. Wir begrüßten uns herzlich und hatten uns alle so viel zu erzählen. Alle wollten sie von Alban hören, wie es ihm geht. Ich erzählte ihnen alles. Frau Hummel stand daneben und weinte. Sie ist ja so eine gute Seele. "Das ist Franz unser Hausmeister und sein Sohn Reto, das Fußballgenie." "Sag mal Joscha stimmt das, die Buben haben dir neulich 11 Tore verpasst?" Alle lachten. So musste auch ich lachen. "Wenn du willst, kann ich dir beibringen wie man Tore verhindert und wie man Tore macht." "Ja das würde mir schon Spaß machen, aber ihr könnt das alles viel besser." "Bring doch Alban öfters mit, wir brauchen noch gute Fußballer." "Ja das ist wirklich ein guter Gedanke." Ich blickte mich ein paar mal um, dann sagten die Buben etwas traurig: "Mutter Dora ist mit Malo in die Stadt gefahren zum Spezialarzt." Ich erschrak, als Frau Hummel zu mir sagte: "Er ist krank." "Um Gottes Willen hoffentlich ist es nichts ernstes." "Wahrscheinlich hat ihm die Trennung von Alban sehr weh getan." Da riefen die Jungs: "Wir werden alles tun damit er wieder ganz so wird wie vorher."

Ich war ganz mit meinen Gedanken bei diesem kleinen Jungen, der den anderen immer so viel Freude machte. Alban hat oft von ihm gesprochen und dabei immer gesagt: Wir sind die besten Freunde. Wie oft hatten die beide zu Jesus gebetet, nicht für sich sondern, das es anderen gut geht? Jetzt geht es Malo nicht gut. "Er ist so still", sagte Frau Hummel. Der Professor hat Malo heute auf den Samstag bestellt, das er viel Zeit für ihn hat." "Das finde ich unheimlich gut." "Morgen kommen sie wieder." Wir sprachen noch eine Zeitlang davon, dann fuhr ich schweren Herzens nach Hause.

Es war schon etwa spät geworden. Ich hatte Papa alles von dem kleinen Malo erzählt. "Joscha, glaube mir, für Malo wird jetzt gut gesorgt. Mutter Dora und alle anderen, sind ihm eine große Hilfe". Papa hat mir sehr geholfen. Ich wusste ja, dass ich von Papa immer Hilfe bekam. "Morgen am Sonntag kannst du ja ins Peter Benedikt-Haus fahren um nach Malo zu sehen."

So tat ich es auch und das war auch gut so. Als ich im Heim ankam, war es halb 12. Alle bereiteten sich auf das Mittagsessen vor. Diese Jungs halfen alle mit den Tisch zu decken und ihn wieder abzuräumen. Mutter Dora kam ganz erfreut auf mich zu und wir umarmten uns. "Gott sei Dank, Joscha. Wir wissen das Malo nicht körperlich krank ist. Er hat die Trennung von Alban noch nicht ganz verkraftet, ich hatte vor ein paar Tagen mit Dr. Malter darüber gesprochen und weist du was er mit gesagt hat? Ja genau, was du jetzt denkst." "Mein Gott, das wäre ja das Größte." "Ja, er hat gesagt: Meine Frau und ich wollten schon immer viele Kinder haben. Wir haben die ganze Zeit schon gemerkt, das Alban etwas bedrückt. Wir hatten ihn ganz behutsam gefragt. Da nahm er uns in den Arm gab mir und meiner Frau einen Kuss und sagte: Ich liebe euch alle, du Papa, Mama, Della Wella und die ganzen Tiere.

Da kam plötzlich dieser wunderbare schwarze Junge aus Afrika ins Zimmer und sagte uns, dass es ihm wieder besser ginge. Als wir unser Gebet bei Tisch sprachen, sagte am Ende der Fast 4-jährige Malo mit Tränen erstickter Stimme...

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