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| Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 10 |

Joscha und Tara
Endlich finden Tara und Joscha zueinander...
So eine Liebe gibt es nur einmal im Leben...
Jesus hat ihre Gebete zur Liebe erhört...
Da ist das Mädchen Hellene im Rollstuhl...
Hellene wird durch ihren tiefen Glauben an Gott zum glücklichsten Menschen...
Warum sind behinderte Menschen für uns alle so wertvoll?
Was können wir von den "alten Menschen" lernen?
Euer Joscha Kaprino
...vor Freude fast stehen. Ich konnte dieses Glück nicht fassen. Da sah ich sie, dieses Mädchen das ich an der Ampel für einige Sekunden sah und dann aus den Augen verlor. Jetzt stand sie vor mir, sie wollte gerade die Treppe herunter gehen, so das wir fast zusammen stießen. Wir sahen uns nur ein paar Sekunden an und mein Herz schlug vor lauter Freude so laut, das man es deutlich hören konnte. Sie sagte leise: "Kann ich was für sie tun?" "Ja", sagte ich. "Ich möchte zu meiner Mutter." Vor lauter Aufregung hatte ich die Zimmertür verwechselt und bin auch noch etwas gestolpert. Sie schaute mir ein paar Momente nach und lächelte so liebevoll, das ich den Blick von ihr kaum unterbrechen konnte. Sie machte mir die Zimmertür zu meiner Mutter auf und ging dann wieder die Treppe langsam herunter und drehte sich 2 mal nach mir um. Ich konnte es nicht fassen, da war dieses Mädchen von der Ampel und meine Mutter wusste es die ganze Zeit. "Willst du nicht herein kommen", sagte meine Mutter zu mir. Mein Vater war direkt vorher auf der Treppe schon zu Mutter gegangen. Nun lächelten beide zu mir. Mama fragte mich: "Wo warst du denn so lange?" "Also ich, also .ich glaube das ich etwas gestottert habe." "Ja mein Junge das ist Tara." "Aber Mama du hast sie ja eben durch die geschlossene Tür gar nicht gesehen? Wo her weist du denn das?" "Ach Joscha, ich brauche dich nur anzusehen. Eine Mutter spürt, was mit dem Sohn soeben geschehen ist." "Ja du hast Recht, das ist Tara und sie ist das Mädchen von der Ampel, ich könnte vor lauter Glück weinen." "Tu es nur Joscha. Wir dein Vater und ich haben das Gleiche auch schon erlebt und vor uns schon Millionen." Ich schäme mich nicht zu erwähnen, das mir wirklich die Tränen die Wangen herunter liefen.
In diesen Sekunden dankte ich innerlich Gott für diese Gnade, die er mir hat zu kommen lassen. Es war der schönste Augenblick in meinem fast 20 jährigen Leben. Papa legte mir den Arm auf die Schulter und sagte: "Siehst du mein Junge, der liebe Gott hat die Gebete erhört. Mama und ich freuen uns mit euch." Da klopfte es an der Tür und Tara kam ins Zimmer. "Kann ich etwas für sie tun, fragte sie freundlich. Ich musste sie immer wieder ansehen. Sie war so hübsch ganz ohne diese Schminke die leider so viele Mädchen auf ihr Gesicht bringen. Diese Natürlichkeit hatte mich in den Bann gezogen. "Wenn sie irgendwelche Wünsche haben klingeln sie einfach, dann komme ich zu ihnen." Dann ging sie wieder. Sie wusste genau in welches Zimmer ich wollte, als ich sagte ich möchte zu meiner Mutter. Also hatte sie mit meiner Mutter schon von mir gesprochen und hatte dadurch erfahren, das ich der Junge von der Ampel war. Es hatte mich riesig gefreut, das auch sie mich gesucht hatte. "Kann ich mal kurz auf den Flur gehen?" fragte ich Mama. "Aber natürlich, lass dir nur Zeit." Papa lächelte ganz verschmitzt und Mama sagte noch zu Vater: "Genau wie du früher."
Als ich auf dem Flur ankam, ging ich ein paar Schritte und kam am Schwesternzimmer vorbei. Da sah ich Tara wie sie ein kleines Bildchen in ihren Händen hielt. Ich konnte es nicht erkennen, aber ich wusste das darauf Jesus war. Sie konnte mich nicht sehen, denn die Tür stand nur etwas offen. Ich war so ergriffen von diesem Anblick, das ich mich nicht mehr von der Stelle rühren konnte. Plötzlich drehte sie sich um und sagte zu mir diesen ergreifenden Satz: "Joscha, danken wir Gott, dass wir uns wieder gefunden haben." "Ja Tara, er hat uns die Chance gegeben und so sollte meine Mutter hier ins Krankenhaus kommen, damit wir uns wiedersehen. Werden wir uns öfters wieder sehen Tara?" "Ja Joscha, weil ich deine Mutter ins Herz geschlossen habe. Sie hatte mir vor ein paar Tagen von dir erzählt, ohne das ich wusste das du es bist. Aber irgendwie habe ich innerlich gespürt das du der Junge an der Ampel warst." "Ja Tara, ich hatte nichts sehnlicheres gewünscht dich wieder zu sehen." Da klingelte es und Tara musste zu einem Patienten. "Morgen Abend komme ich wieder." "Ich freue mich sehr", sagte sie und ging in das Zimmer zu dem Patienten. Sie lächelte mich an und war im Zimmer verschwunden.
Als ich zurück zu Mama und Papa kam, waren diese froh mich glücklich zu sehen. "Morgen sehen wir uns wieder." "Ja das will ich aber hoffen", sagte mein Vater in seiner Art. "Siehst du Joscha, alle guten Dinge kommen vom lieben Gott. "Am anderen Abend konnte ich es gar nicht erwarten ins Krankenhaus zu Mutter zu kommen. Ich lies mir in der Gärtnerei nichts anmerken, was mit mir geschehen war, aber meine Arbeitskollegen spürten doch, das in mir eine Veränderung vorgegangen war. Ich sagte zu ihnen das ich später darüber reden kann und sie verstanden es.
Ich musste die ganze Zeit an dieses Mädchen denken, das so gütig zu allen war. Nichts war ihr zu viel. Ja Tara ist einmalig. Als ich ins Krankenhaus kam, war Tara schon auf dem Flur. Wir begrüßten uns sehr herzlich. Unsere beiden Herzen schlugen vor Freude ganz schön. "Joscha, heute ist etwas passiert in Almenau und diese Heldin ein Mädchen mit 22 Jahren das seit ihrem 1 6. Lebensjahr im Rollstuhl sitzt, hat einem kleinen 2 jährigen Buben das Leben gerettet." Tara war bei dieser Erzählung tief bewegt so ging ihr die Geschichte zu Herzen.
"Das alles begann so: Als Hellene 16 Jahre war, wurde sie von einem Mann mit dem Auto überfahren. Hellene war auf dem Weg zu ihrer Großmutter und da passierte es. Der betrunkene Fahrer hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren und so kam er auf die andere Straßenseite und erwischte Hellene so, dass sie seither im Rollstuhl sitzt, aber dieses Mädchen hatte nie aufgegeben. Obwohl sie auf so vieles verzichten musste, hatte man von ihr nie eine Klage gehört. Pfarrer Ramon hatte ihr das Orgelspielen beigebracht. So spielt sie in der Kirche diese wunderschöne Orgel. Ewald Zubel, der dieses Mädchen damals überfuhr, hatte diese Orgel der Christuskirche in Almenau gestiftet um seine Reue zu zeigen. Außerdem hat er immer für Hellenes Ausbildung gesorgt. Er konnte sich diesen Fehler mit dem Alkohol nie verzeihen, so ist er voriges Jahr gestorben und hat Hellene beerbt. Er selbst hatte keine Familie."
Dann erzählte Tara weiter: "Heute morgen fuhr Hellene mit ihrem Rollstuhl in Almenau zu Pfarrer Ramon ins Pfarrhaus, um mit den Kindern im Kindergarten zu spielen. In Almenau wird das Pfarrhaus für alle gute Zwecke genutzt. Als sie auf halber Strecke beim Kaufmann vorbei kam, lief der kleine Quastel auf die Strasse um seinen Ball zu holen. Seine Mutter hatte einen Augenblick nicht auf ihn aufgepasst. In diesem Moment kam ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf den Jungen zu. Mit aller Kraft riss Hellene ihren Rollstuhl rum, raste auf den Jungen zu, griff ihn mit einer Hand am Jäckchen und zog ihn von der Strasse auf den Bordstein. In dieser Sekunde bremste der Wagen, aber er erwischte Hellene am Rollstuhl, so dass sie umkippte und verletzt liegen blieb. Der kleine Quastel hatte nur ein paar Schrammen an den Händen und an den Knien. Mit schnellen Schritten eilte unser lieber Mehlsepp herbei und trug das verletzte Mädchen sofort zum Auto von Kaufmann Nober, der es sofort mit dem 86 jährigen Mehlsepp zu uns ins Krankenhaus brachten. Gott sei Dank. Sie hat nur einen Arm gebrochen. Was dieses Mädchen geleistet hat ist einmalig." Hier zeigt sich das Menschen im Rollstuhl eine große Energie haben. Sie leisten oft mehr als die, die gehen können. "Ach Tara du hast so lieb von den Menschen gesprochen, ich danke dir für deine liebe Worte." "Deine Mutter hat mir erzählt das du so gerne auf den Malterhof fährst." "Ja da mache ich sehr gerne. Dort ist so alles in Ordnung und alles wird mit Nächstenliebe gemacht. Wollen wir dort am Sonntag hin fahren wenn du frei hast?" "Oh ja, am Sonntag habe ich einen ganzen Tag frei und ich freue mich von ganzem Herzen." "Weist du was Tara, dann fahren wir zum Peter Benedikt-Haus. Mutter Dora, die Jungs und die andern werden sich freuen."
"Joscha am Sonntag musst du mir alles vom Peter Benedikt-Haus erzählen. Jetzt gehe ich zu Hellene das sie nicht so alleine ist." Ich danke Gott das ich dich kennen gelernt habe. Du weist gar nicht wie glücklich ich bin." "Danke Joscha bis morgen."
Ja dieser Tag war schon aufregend. So hatte ich Mama und Papa viel zu erzählen. Am anderen Tag stand in der Zeitung ein großer Bericht von diesem wunderbaren Mädchen im Rollstuhl. Das ganze Dorf Almenau machte sich auf den Weg ins Kranken um dieses tapfere Mädchen zu sehen und ihr zu danken. Der kleine Quastel lief zu ihr ans Bett und brachte ihr einen großen Strauß Rosen. Die Mutter vom Quastel umarmte Hellene und küsste sie vor Dankbarkeit, das sie ihren Sohn vorm Tode bewahrt hatte. Alle mussten weinen. Hellene richtete sich etwas auf und sagte unter Tränen: "Ich danke das ihr mich besucht habt. Ich bin ja bald wieder in Almenau, dann werden wir alle zusammen der heiligen Dreifaltigkeit für ihre Hilfe danken. Nicht mir müsst ihr danken, sondern Jesus unserm guten Hirten."
Hellene war viel zu bescheiden. Sie wollte kein Aufsehen um ihre Person. Pfarrer Ramon der sich im Hintergrund hielt, war es klar das er einen Dankgottesdienst hielt, wenn Hellene wieder in Almenau ist. Als er zu ihr ans Krankenbett kam, gab er ihr ein kleine Medallion, das ihm sein Onkel aus Indien, seiner Heimat geschickt hatte. Darauf war Jesus, Maria und Josef. Sie drückte es an ihr Herz, und weinte leise. Alle wünschten ihr baldige Genesung, dann gingen sie freudig aus dem Zimmer.
Tara blieb den ganzen Abend bei Hellene. Tara ist aus Almenried. Die beiden Dörfer liegen eng bei einander so dass sie sich fast alle kennen. So ging auch Tara mit Hellene in die Schule. Beide Mädchen hatten sich viel zu erzählen und Tara hatte Hellene immer bewundert was sie alles Gute tat, trotz ihrer Behinderung. Auch Hellene bekam die Kraft von Jesus durch ihre Gebete. Plötzlich klopfte es an der Zimmertür und ein junger Mann trat herein. Es war Werner Buchmann der erst vor einem Jahr mit seinen Eltern nach Almenau gezogen waren. Sie hatten sich dort einen kleinen Bauernhof vom alten Bergmichel gekauft, der so lange dort wohnen kann bis ihn der Herrgott abberuft. Hellen und Werner schauten sich an. "Ich komme später wieder", sagte Tara und ging aus dem Zimmer "Ich habe gehört was du getan hast und das hat mich sehr berührt. Wenn du möchtest komme ich dich morgen wieder besuchen." Er wusste gar nicht wo er seine Blumen hinstellen sollte, aber Tara kam schon mit einem Glas mit Wasser. Als sie wieder alleine waren sagte Hellene: "Ich habe mich sehr gefreut über deinen Besuch. Du kannst mich immer besuchen wenn du willst." Werner lächelte: "Ich habe dich schon öfters gesehen, aber ich hatte mich nicht getraut dich anzusprechen. Wenn du aus dem Krankenhaus kommst, zeige ich dir wo ich wohne. Meine Eltern kennen dich auch." "Ja wenn es dir nichts ausmacht dass ich im... da konnte sie nicht mehr weiter reden. "Das du im Rollstuhl sitzt, nein das macht mir nichts aus, meine Schwester sitzt auch im Rollstuhl und ist seit über 5 Jahren glücklich verheiratet. Ich kenne durch meine Schwester etliche Menschen im Rollstuhl. Was diese leisten ist sagenhaft, deshalb kannst du mir vertrauen, das ich es ehrlich meine." Hellene blickte den jungen Mann an und sagte zu ihm: "Ich habe dich auch schon öfters gesehen, aber ich konnte mir keine..." "Nein, nein Hellene, du brauchst nicht weiter zu reden, ich merke das dein Herz jetzt schwer ist, aber ich verspreche dir wenn du möchtest, dann wirst du ganz glücklich werden. Wenn du möchtest komme ich morgen wieder." "Ja Werner, so oft du willst." Er lächelte ihr zu dann ging er leise aus der Tür. "Bis morgen."
Tara sah den jungen Mann aus dem Zimmer kommen und bemerkte das er sich die Tränen aus den Augen wischte. Er blickte zum Zimmer von Hellene und sagte leise: "Bis morgen Hellene." Tara ging zu Hellene und sah das sie weinte: "Weine nur Hellene, auch Jesus hatte geweint." "Ich habe Werner schon ein paar mal gesehen und wir haben uns ein paar malangeschaut, aber ich kann mir doch gar keine Hoffnungen machen.""Glaube mir Hellene, ich bin fest überzeugt das du genau so glücklich wirst wie ich oder jemand anders. Schau mal der eine kann nicht gehen, der andere kann nicht sehen, ein anderer kann nicht hören und wieder ein anderer hat nur ein Bein oder keine Arme und alle werden von Gott geliebt. Gott gibt jedem eine Aufgabe, du hast mehr getan, als ich je tun könnte. Schau mal Georg Wander ist nur 106 cm groß, er wurde oft gehänselt, aber er ist größer wie manch anderer. Er macht beim Zirkus Karitano allen Leuten so viel Spaß, dass keiner fragt wie groß er ist. Er hat eine schöne Frau gefunden die ihn liebt, oder schau dir mal unseren lieben Mehlsepp an mit seinen 86 ist er noch der Hahn im Korb. Schau mal Hellene du wirst von allen geliebt, weil du ein guter Mensch bist. Jetzt kommt dieser junge Mann, der es ehrlich meint. Über all hat unser lieber Herr Jesus seinen Segen gegeben." "Ach Tara, du verstehst es jedem Mut zu geben. Ich danke dir von ganzem Herzen."
Tara dieses Mädchen das allen half, war nun meine Freundin geworden. Mama und Papa waren sehr froh darüber. Am Sonntag morgen schon in aller Frühe fuhr ich nach Almenried um Tara zum Ausflug abzuholen. Als ich so gegen 8 Uhr vor ihrem Haus war, kam eine Frau an die Tür und sagte: "Sie sind bestimmt Joscha. Ich freue mich sie endlich kennen zu lernen. Dr. Malter hat mir schon so viel Gutes von ihnen erzählt, aber jetzt werden wir erst einmal zusammen schön frühstücken." Genau so hatte ich mir Frau Welter vorgestellt. Da kam sie, meine Tara so ganz natürlich. In mir ging eine wunderbare Wandlung vor, als ich sie sah, sie schaute mich mit ihren blauen Augen an das mir fast das Herz stehen blieb. Ich war total verliebt. Da kam ihr Vater, auch er war mir auf Anhieb sympathisch. "Endlich lernen wir dich alle kennen. Wir stehen Sonntags immer früh auf dann haben wir mehr von einander. Nach dem Frühstück gehen wir zur Kirche, dann könnt ihr beide mal die herrliche Landschaft ansehen." Nach diesem schönen Frühstück gingen wir gemeinsam zum Gottesdienst. Ach war das eine Freude, als wir die ganze Familie Malter sahen. Della Wella, Alban und Dr. Malter mit seiner Frau. "Was seit ihr gewachsen Alban und Della Wella." Sie hatten sich zum Gang zur Kirche so viel zu erzählen. Dr. Mater sagte zu uns allen: "Nach der Kirche seid ihr alle auf dem Malterhof zum Mittagsessen eingeladen. Ich rufe schnell unsere gute Frau Winkler an das sie was gutes kochen soll.
Als die Predigt von Pfarrer Roman begann schaute mich Tara an und sagte...
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