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Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 11

Werner und Hellene

Hellene ist 22 und seit 6 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Trotz ihrer körperlichen Behinderung hat sie eine Heldentat vollbracht...
In Werner hat sie einen besonderen guten Freund gefunden...

Werner arbeitet im Kloster Gräfintal bei geistig behinderten -und körperlich behinderten Menschen. Er hat eine besondere Gabe mit ihnen wie mit Schwestern und Brüdern in Nächstenliebe umzugehen. Schwester Mathilde und Schwester Edith und die 4 Klosterbrüder, Martin, Ronald, Bernhard und Raffael haben ihr Leben für die Behinderten gewidmet. Pater Wendelin und die anderen halten oft in der kleinen Kapelle Fürbitten zu Heiligen Jungfrau Maria. Werner bittet Maria um Beistand für seine Freunde im Heim. Ist das nicht
wunderschön? Warum streiten nur so viele oft nur wegen des Geldes oder wegen anderen Nichtigkeiten? Nur die Nächstenliebe macht uns ganz glücklich.
Euer Joscha Kaprino

...als die Predigt von Pfarrer Ramon begann, schaute Tara mich an und sagte: "Möchtest du mein Freund sein?" "Ja Tara für immer, ja für immer." In diesem Moment war die Gnade Gottes ganz nah bei uns. Es waren die Worte die nur Jesus ihr gegeben hatte. Wir lauschten den ergriffenen Worten von Pfarrer Ramon, der über die wunderbare Rettung des kleinen Quastel sprach. "Unser aller Gedanken sind bei der Heldin Hellene. Gott hat ihr die Kraft gegeben durch seine unendliche Liebe. Wir werden immer an diese Heldentat denken. Jeder Mensch egal mit welchem Leiden er behaftet ist, wird durch die Gegenwart Gottes durch den Glauben an ihn gestärkt. Nur dadurch hat er die einmalige Kraft, diese guten Taten zu vollbringen. Hellene ist durch Gott zur Heldin geworden. Ich danke allen, das ihr sie in euer Herz geschlossen habt."

Wir waren alle ergriffen von diesen Worten, so dass wir nach dem Gottesdienst schweigend unseren Weg zum Malterhof antraten. Die beiden Kinder Della Wella und Alban fragten ihren Vater: "Kann Hellene eines Tages wieder laufen?" Auch Dr. Malter und wir anderen wussten keine Antwort darauf. "Ja es gibt viele geistig und körperlich behinderte Menschen auf der Welt, die sehr geliebt werden. Sie sind Kinder Gottes und Gott wird sie eines Tages für immer belohnen. Diejenigen die den Behinderten durch ihre Nächstenliebe beistehen, wird Gott die Kraft geben, diese große Aufgabe zu bewältigen." Als dieses Frau Malter sagte, waren wir wieder froher, denn wir wussten das Jesus ihnen allen beisteht. Als wir auf dem Malterhof ankamen, hörten wir schon die Hunde vor Freude bellen. Das Äffi machte ein Wettrennen mit den 4 Katzen und den 3 Hunden. Ach was war diese Begrüßung eine Freude. Es dauerte schon eine Zeitlang bis sie sich wieder vor Freude beruhigt hatten.
Frau Winkler hatte schon das Mittagsessen vorbereitet. Auf dem Malterhof war ein breit gefächertes Angebot an Gemüse und vielen Gewürzen. Außerdem ist Frau Winkler eine gute Köchin, die es verstand mit den frischen Kräutern aus dem Garten um zugehen. Herr Welter der selbst Chefkoch ist lobte sie extra, denn er versteht was vom Essen. Heute hatte er seinen freien Tag.Es wurde ein wunderschöner Tag und alle waren zufrieden. Alban zeigte uns was er Waldi alles beigebracht hatte und der hatte eine Menge gelernt. Auch die beiden anderen Hunden hatten dazu gelernt. Es sah so trollig aus, wenn sie Pfötchen gaben. Sie wollten gar nicht mehr aufhören, aber wir waren ja genug Personen die abwechselnd mit den Tieren spielten. Ich fragte Taras Eltern, ob Tara und ich zum Peter Benedikt-Haus fahren durften. Natürlich, war die Antwort der beiden: "Wir wollten das euch gerade vorschlagen." "Dürfen wir Della Wella und Alban auch mitnehmen." "Aber ja", sagten sie. "Hurra", riefen die Kinder. Nach wenigen Minuten ging es los. Als wir im Heim ankamen, war der Jubel groß. Della Wella war begeistert von allem. Sie und Tara und Alban spielten sofort mit den Jungs Fußball. Mutter Dora und Hummel Hummel klatschten vor Begeisterung .Tara und Della Wella hatten je 2 Tore geschossen. Ich glaube die Buben hatten sich extra "dumm" angestellt. Der kleine Malo war wieder ganz gesund geworden, denn seine Kameraden ließen ihn nie alleine. So war er immer abgelenkt und kam nicht ins grübeln. Zu diesem Zeitpunkt hatten Mutter Dora und Dr. Malter für Malo und sein Leben etwas wunderbares vorbereitet, aber später mehr davon. Wir blieben bis zum Abend hier. Wir erzählten Tara die ganze Geschichte von Alban, Waldi und Malo Tara war so traurig und als wir vom guten Ende sprachen, konnte sie wieder lachen. Natürlich mussten wir Kaffe trinken und den guten Kuchen von Frau Hummel essen und der war wie immer bombig. "Die besten Grüße von Schwester Clowtilde sollen wir sagen." "Ach die Klodi, ja das waren noch Zeiten. Sagt ihr alles gute von mir. Was macht sie denn jetzt?" "Sie ist im Krankenhaus als Stationsschwester." "Ach da werde ich sie bald einmal überraschen. Sie isst für ihr Leben gerne Kuchen, da werde ich ihr einen Großen backen. Ja die Klodi, sagte immer Hummel Hummel zu mir."

An diesem Sonntag hatten wir so viel erlebt, dass ich beinah vergaß meine Mutter im Krankenhaus anzurufen, das ich morgen komme. Da hatte Mutter Dora schon den Telefonhörer in der Hand, damit ich meiner Mutter Bescheid geben kann. Ich sagte meiner Mutter das wir im Peter Benedikt-Haus sind. Es riefen alle laut: "Gute Besserung." Natürlich verstand sie es und bedankte sich bei allen durch mich. Tara nahm den Hörer und sagte zu meiner Mutter: "Danke Frau Kaprino, sie haben einen wunderbaren Sohn." Ich bin ganz rot geworden und Della Wella und Alban mussten ganz schön lächeln. So ging dieser schöne Tag zu Ende. Alban und Malo waren zusammen nach draußen gegangen. Sie winkten Della Wella zu sich. Sie steckten die Köpfe zusammen und sprachen ganz leise miteinander. Nach ein paar Sekunden sprangen die beiden Buben in die Luft und tanzten mit Della Wella einen Ringelrei. Wir hatten unseren Spaß daran. Dieser kleine schwarze Junge konnte uns alle so begeistern."Bis bald", riefen sie alle als wir um die Ecke fuhren.

Wir brachten die beiden Kinder auf den Malterhof zurück. Die Eltern von Tara waren noch auf dem Hof und wir mussten ihnen alles was wir erlebt hatten erzählen. Als wir von Malo erzählten, sagte Dr. Malter ganz freudig: "Bald wird Malo bei uns sein." Diese strahlenden Gesichter der Andern werde ich nie vergessen. Alban stand langsam auf, ging zu seinem Vater küsste ihn. Dann ging er zu seiner Mutter und küsste sie, dann konnte er seine Tränen nicht mehr unterdrücken und weinte vor Freude. Della Wella nahm ihn bei der Hand und trocknete seine Tränen mit ihrer Schürze. Wir waren ganz ergriffen. Welche Liebe in diesen Menschen steckte. Tara legte in diesem Moment ihren Kopf auf meine Schulter. Ich merkte das auch sie weinte. Ich streichelte ihr weiches Haar und dankte innerlich Gott für alles. Dieses Mädchen sollte mein ganzes Leben erfüllen, so wie bei meiner Mutter und meinem Vater.

Als ich abends meinem Vater alles erzählte, sagte er: "Das kommt alles von Gott. Er der Gütige zeigt denen den rechten Weg, die an ihn glauben und zu ihm beten." An diesem Sonntag geschah noch etwas schönes. Am Nachmittag waren wieder alle Bewohner von Almenau bei Hellene. Sie war vor lauter Blumen kaum zu sehen. Der Kirchenchor hatte gestern Abend ein wunderschönes Lied einstudiert und das sangen sie Hellene vor. Ach was hatte sie sich gefreut."Der Text von dem Lied "Großer Gott wir danken dir für deine Liebe die du durch unsere liebe Hellene bei der Rettung von dem kleinen Quastel gegeben hast. Großer Gott wir danken dir."

Ein wunderschönes Lied. Wollen wir jetzt alle zusammen beten, um Gott unsere Dankbarkeit zu zeigen." "Jeder von euch hätte das gleiche getan, ich war nur zufällig an dieser Stelle. Nicht ich habe den kleinen Quastel gerettet, sondern Gott." Als alle freudig gegangen waren stand der junge Mann von Gesternabend an der Tür. Er hatte einen wunderschönen Blumenstrauß in der Hand. Als Hellene ihn sah, war sie hoch erfreut. "Danke das du gekommen bist. Du weist gar nicht was du mir eine große Freude damit machst." "Diese Blumen sind für dich." "Was für schöne Blumen." Ja die hat mir Bruder Martin mitgegeben." "Wer ist denn Bruder Martin?" "Ich erzähle es dir gleich. Wie geht es dir denn?" "Sehr gut, ich bin glücklich wenn die anderen auch froh sind." "Wie lange musst du denn noch hier bleiben?" "Morgen kann ich nach Hause, sagte heute Mittag Dr. Gerdes." "Ach das ist ja wunderbar." "Ja meine Eltern holen mich ab." "Darf ich mit dabei sein?" "Ja, gerne Werner, aber musst du nicht arbeiten?" "Doch aber Pater Wendelin gibt mir gerne frei, wenn ich ihn bitte." "Wo arbeitest du denn?" "Im Kloster Gräfintal, ganz hier in der Nähe, im Almensteiner Tal, seit 4 Jahren. Bruder Martin ist der Leiter der Gärtnerei. Er ist schon 70 Jahre, aber im Herzen jung geblieben. lm Kloster ist ein Heim für geistig und körperlich behinderte Menschen und da bin ich tätig. Insgesamt sind dort tätig Pater Wendelin der Leiter des Klosters und des Heims, Bruder Martin in der Gärtnerei und in der Küche Bruder Ronald, Bruder Bernhard und Bruder Raffael sind bei den Kranken, Schwester Mathilde und Schwester Edith sind in der Küche sowie Herbert, Rene und ich. Wir haben ganz junge Patienten und zwei sind schon über 50 Jahre. Wenn Schwester Mathilde und Schwester Edith in der Küche fertig sind, helfen sie uns beim Waschen der Kranken. Wir sind wie eine große Familie und einer hilft dem Andern."

Hellene hörte gerne zu, wenn Werner mit ihr redete. Er war so ein netter Junge mit seinen 24 Jahren. Er hat den Beruf des Krankenpflegers ausgesucht, weil er immer schon anderen Menschen helfen wollte. "Wir haben auch zwei schwere Fälle, die brauchen unsere ganze Liebe. Wir haben eine kleine Kapelle im Kloster und da zelebriert jeden Morgen Pater Wendelin die heilige Messe. Wenn wir mal neue Kraft schöpfen wollen, gehen wir in die kleine Kapelle und bitten die heilige Jungfrau Maria um Beistand. Sie ist ja bei Jesus und danach geht es wieder. Ab und zu kommt Pfarrer Ramon. Dann halten sie einen gemeinschaftlichen Gottesdienst, denn Christus ist für alle da. Er hat ja gesagt seit eins. Auch kommen jeden Sonntag von verschiedenen Konfessionen Leute und feiern mit Gott zusammen die Lobpreisung. Das gibt uns allen neue Kraft. Gott ist in jedem guten Menschen. Wir können dann wieder uns den kranken Mitbewohner besser widmen."

Sie sah sich die schönen Blumen an und blickte danach Werner an. Beide hatten so ein zufriedenes Lächeln in ihren Gesichtern. "Was machst du denn so Beruflich?" fragte Werner. "Ich bin in der Gemeinde tätig, so überall ein bisschen, dann bin ich im Kindergarten und bei verschiedenen Sachen." "Da hast du ja eine Menge zu tun?" Ja das aber macht nichts, denn ich tue es gerne genau wie du." "Ist dein Arm bald wieder gesund? Wie verkraftest Du denn das jetzt alles?" "Ich bin ganz zufrieden, denn es gibt viele Menschen denen geht es sehr schlecht und das bedrückt mich weit mehr. Um mich sind viele gute Menschen und im Kindergarten, da vergesse ich alle Sorgen. Es hat mich sehr froh gemacht, wie du eben vom Kloster Gräfintal und seinen Menschen gesprochen hast. Es würde mich sehr freuen, wenn Du mich einmal dort hin mitnehmen könntest." "Oh ja, das ist wunderbar. Dann lernst du sie alle kennen." Werner und Hellene waren so begeistert von diesem Gedanken, das sie den nächsten Sonntag gleichzeitig vorschlugen.

Am anderen Tag holten die Eltern Hellene im Krankenhaus ab. Werner fragte ob er den Rollstuhl schieben darf. "Ja", sagte Hellenes Mutter. Werner stellte sich den Eltern vor und diese waren von dem schlichten auftreten des jungen Mannes tief beeindruckt. Hellene hatte ihren Eltern schon von Werner erzählt und nun waren sie froh ihn mal persönlich kennen zu lernen. Sie hatten ihn ja schon des öfteren in Almenau gesehen. Einmal hatten sie ihn gesehen, als er einer älteren Dame über die Straße half und ihre Sachen bis an ihr Haus trug. Als sie ihm etwas dafür geben wollte, hatte er dankend abgelehnt. Da hörten wir noch wie er zu Frau Hoher sagte: "Wenn ich ihnen mal was helfen soll, dann tue ich es gerne."

Jetzt zeigt er seine Nächstenliebe bei Hellene. Als sie sich alle an diesem Montag verabschiedeten, sagte Hellenes Mutter: "Wenn sie Zeit haben können sie immer zu uns kommen." Werner war so glücklich über diese Worte und als Hellenes Vater ihm dann noch die Hand drückte war er den Tränen nahe. Ein wunderbare Junge, dachte sich Hellene, als Werner schon weg war. Werner fuhr an diesem Tag noch ins Kloster und holte seine Stunden nach. Als Pater Wendelin ihn sah, sagte er zu ihm: "Ich habe für euch gebetet. Ich glaube unser Herr Jesus legt schützend seine Hand über euch." "Danke", sagte Werner, "vielen Dank Pater Wendelin." Dann ging er an seine Arbeit. Werner, der Pater Wendelin immer um Rat fragte, wenn er Sorgen hatte, wusste von Hellene. Er sagte zu ihm: "Unsere himmlische Mutter wird euch beistehen." Da wusste Werner das er auf dem richtigen Weg war.

"Das ist eine wunderbare Geschichte mit Hellene und Werner", sagte Tara zu mir. Wir beide Tara und ich waren so verliebt in ineinander. Jedoch wir trugen diesen Gedanken in unseren Herzen. Wir verbrachten unsere freie Zeit miteinander und unser Glück war vollkommen. Mutter kam bald aus dem Krankenhaus mit Gehgips. Sie war natürlich froh, dass sie wieder zu hause war. Wir alle unterstützten sie, wo wir nur konnten. Tara war meiner Mutter eine große Hilfe im Haushalt. Sie war die wunderbarste Frau in meinem Leben, so wie meine Mutter. Einmal in der Woche half Tara im Senioren Heim "Jahreszeiten" für ein paar Stunden, natürlich ohne Bezahlung. Sie hatte so ein gutes Herz und die Bewohner freuten sich immer wenn sie kam. Wenn Tara in meiner Nähe war, hatte ich immer das Gefühl, Jesus würde mir die ganze Liebe durch Tara alleine geben. Wir beide Tara und ich beteten jeden Tag gemeinsam zu Gott und dankten ihm für seine Güte. Unsere Eltern waren alle froh darüber, das wir uns gefunden hatten. Am Sonntagmorgen kam Werner mit seinem kleinen Auto zu Hellene um sie abzuholen. Frau Born bat den jungen Mann ins Haus zum Frühstück. Hinterm Haus saß Hellene. Vater Born begrüßte Werner freudig, da saß sie, Hellene auf einem Stuhl. Werner gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

So fing dieser Sonntag herrlich an. Nach dem Frühstück trug Werner Hellene in sein Auto und stellten den Rollstuhl in den hintern Raum des Kombis. Hellene war so froh, das sie kaum ein Wort heraus brachte. Als sie im Kloster Gräfintal ankamen, kam Pater Wendelin und Pfarrer Ramon auf sie zu und begrüßten sie. Gleich danach kamen Schwester Mathilde und Schwester Edith, sowie die 4 Klosterbrüder Martin, Ronald, Bernhard und Raffael. Auch meine Arbeitskollegen Herbert und Rene begrüßten uns. Da kam um die Ecke mit schweren Schritten unser lieber Wolfi. Trotz seiner geistigen und körperlichen Behinderung war er immer lustig. Er gab jedem die Hand und das machte ihm besonderen Spaß. Was sie jetzt alle in ihren Herzen fühlten, war unbeschreiblich. Es ist schon einmalig wieviel Liebe diese Menschen geben können. Jesus sagte in seiner Bergpredigt: "Selig sind die arm im Geiste, denn ihnen ist das Himmelreich." Werner hatte eine besondere Gabe mit Behinderten umzugehen. Er liebte sie wie seine eigenen Brüder und Schwestern. Sie gaben ihm die Liebe 100 Fach zurück.

Hellene sah Werner die ganze Zeit mit leuchtenden Augen an.Werner schaute sie mit Liebe an und sagte ihr leise ins Ohr...

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