|
|
| Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 12 |

Die Großeltern
Auf dem Malterhof ist jetzt der Umbau für die neue Praxis voll im Gange...
Alban kommt in die Schule und ist bei allen beliebt...
Als Alban von der Schule kam, hatten sie...
Das Geheimnis hinter der Küchentür...
Hellene das Mädchen im Rollstuhl fand ihre große Liebe. Werner liebt sie über alles...
Welche schönen Worte standen auf den Tafeln?
Euer Joscha Kaprino
..."Ich liebe dich. Ich habe dich schon beim erstenmal geliebt, als ich dich am Kindergartenplatz gesehen habe. Ich musste es dir sagen." Hellene schmiegte ihren Kopf, bei diesen für sie niemals zu hoffen gewagten Worten, an Werners Wangen und weinte vor Freude. Alle standen ganz ruhig da und gingen mit froher Miene in die kleine KapelIe. Wolfi fragte Hellene, ob er den Rollstuhl schieben durfte. "Ja", kam die frohe Antwort. Sie streichelte Wolfi die Wange und drückte ihn an sich. Obwohl Wolfi nicht richtig sprechen konnte, hatten wir ihn durch seine Geste verstanden. Pater Wendelin und Pfarrer Roman hielten, wie so oft, zusammen eine christliche Andacht.
Inzwischen kamen noch etliche Leute zum Gottesdienst und zur heiligen Messe. Alle umarmten sich danach. Da merkte man das Gott es so will. Werner zeigte danach seine Arbeitsstätte. Da war Hellene erfreut, das sie so einen guten Jungen gefunden hatte. Als die beiden sich von allen verabschiedeten, waren sie alle glücklich über das junge Paar. Noch nie war Hellene so heiter wie heute mit Werner. Jetzt als sie alleine waren, sagte sie zu ihm: "Diese Worte vorhin, die du mir im Ohr gesagt hast, waren wunderschön. Auch ich liebe dich von ganzem Herzen. Bitte bedenke, ich kann nicht laufen und..." Da legte er seinen Finger ihr auf den Mund und sagte: "Ich habe mir alles gut überlegt, aber ich will keine andere Frau. Ich liebe nur dich. Ich bin überzeugt der Herrgott will es auch so. Denke an meine Schwester, sie sitzt auch im Rollstuhl. Sie und ihr Mann sind sehr glücklich. Bald wirst du sie ja kennen lernen." Das Herz von Hellene war so schwer über diese Entscheidung, aber sie spürt immer mehr das Werner für sie alles bedeutete und er es ganz ehrlich meinte. "Ich werde dir immer zeigen, das ich dich aus ganzem Herzen liebe meine Liebste. Ich habe vor Gott dieses Versprechen abgegeben und habe die heilige Jungfrau Maria gebetet, dass Jesus unser Hirte sei. Noch nie in meinem Leben hatte ich so gefühlt, das deine Liebe mir das Wichtigste ist."
Am Abend brachte er Hellene zu seinen Eltern zurück. Beide waren so ausgelassen, das die Eltern sich mit ihnen freuten. Hellene und Werner, das kann ich jetzt schon vorweg nehmen, von meiner Geschichte wurden ein unheimlich glückliches Paar. Wir werden in den nächsten Folgen von allen noch mehr hören.
Über diese schöne Geschichte hatten sich alle riesig gefreut, das der Herrgott hier seine Hand geführt hatte. Tara kannte Hellene schon als Kind und sie waren immer die besten Freundinnen. Als sie hörte, das Hellene mit Werner zum Glück gefunden hatte, war sie so froh, das sie anfing mit mir zu tanzen. Ach sie konnte einen so richtig froh machen. Dieses Lachen von Tara war schon alleine einen Grund sie zu lieben. Endlich hatte ich das Mädchen gefunden, das ich so sehnlich suchte. Ich war und bin heute desto mehr, der glücklichste Mensch der Welt mit Tara. Unsere Liebe ist so stark, dass uns nichts trennen kann. Ich werde Tara immer lieben so wie sie mich und das verdanken wir unserem lieben Jesus.
Nun begann der große Umbau auf dem Malterhof. In ein paar Wochen sollte die Tierarztpraxis fertig sein. Es gab eine Menge zu räumen. Della Wella und Alban wollten unbedingt helfen. Auch Tara und ich gingen gerne zur Hand. Die Arbeiten gingen gut voran und man konnte von Tag zu Tag den Fortschritt sehen. Dr. Malter war sehr zufrieden mit den beiden Firmen. Frau Malter machte jeden Tag gutes Essen für die Handwerker. In der Zwischenzeit begann die Einschulung von Alban. Er freute sich schon auf die Schule. Nur Della Wella war etwas traurig, weil Alban ihr dann fehlte. "Ich bin ja am Mittag immer wieder da und dann können wir alles nachholen", sagte er lächelnd zu ihr. Auch Waldi musste gemerkt haben, was da vorging. Jedoch spielte er auch gerne mit Della Wella und den beiden anderen Hunden und mit Äffi. Es war zum krank lachen wenn Äffi mit den anderen Tieren spielte. Die Handwerker hatten ihre helle Freude daran.
Frau Malter fuhr ihren Sohn Alban jeden Morgen in die Schule nach Ammerdorf, ganz in der Nähe vom Malterhof. Sie war eine gute Mutter, die stets besorgt war, wie sein Vater, dass es dem Kindern gut geht. Ich glaube, das geht aber jedem so. Alban war bald bei seinen Schulkameraden überaus beliebt. Die Lehrer waren von ihm angetan. Alban drängte sich nie in den Mittelpunkt. Es war seine gütige Art, mit der er mit jedem auskam und das machte ihn so beliebt. An diesem Nachmittag, als Alban von seiner Mutter abgeholt wurde, war sein Vater und Della Wella so wahnsinnig aufgeregt vor Freude, das Alban spürte, dass etwas auf dem Malterhof geschehen ist. Alban merkte das Waldi, ständig an der Tür zur Küche schnupperte. "Ach Waldi du verrätst ja noch alles." Da ging auch schon die Tür auf und Alban konnte es kaum fassen.
Er blickte noch einmal zur Küchentür, denn er glaubte geträumt zu haben. Aber es war kein Traum, da stand er, sein Freund Malo. Die 3 Kinder wussten vor lauter Freude gar nicht was sie alles machen sollten. "Oh Malo, jetzt bleibst du für immer bei uns." Der kleine schwarze Junge knapp 4 Jahre alt, der so viel mit machen musste, der als Baby auf einem Schiff ausgesetzt wurde und dann gefunden wurde. Dr. Malter und Mutter Dora hatten die Adoption eingeleitet und es ging auch ziemlich schnell wie bei Alban. Nun hatte Della Wella und Alban ein Brüderchen bekommen. Als Malo zu seinen neuen Eltern Mama und Papa sagte, war die Freude grenzenlos. Sofort nahmen die beide Malo an die Hand und zeigten ihm stundenlang den Hof mit all seinen Tieren. Er konnte sein Glück kaum fassen und alle machten ihm das Leben zur Freude. Er ritt auf den beiden Eseln und denen machte das sogar einen großen Spaß. Die Kinder spielten den ganzen Nachmittag im Hof mit den Tieren. Man meinte Malo wäre schon lange auf dem Malterhof, denn die Tiere spielten so mit ihm, wie mit Alban und Della Wella.
Mutter Dora tat natürlich das Herz weh, Malo nicht mehr bei sich zu haben, aber sie dachte nur an sein Wohl. Sie wusste das er bei seiner neuen Familie bestens aufgehoben war. Es war ja nicht weit entfernt zwischen dem Heim und dem Malterhof. Bald sollte ja das große Fest mit dem ganzen Peter Benedikt-Heim stattfinden. Nun hatten die 2 kleinen Freunde doch noch eine Familie gefunden. Das sollte sich noch später als das einzig richtige erweisen. Ich glaube hier hatte Gott seine helle Freude an diesen Malterhofbewohnern. Malo, Della Wella und Alban sollten später noch zu großem Ansehen kommen, denn was sie getan hatten war unheimlich mutig. Aber es gibt ja noch viele Folgen in denen wir ausführlich davon erzählen.
Nun waren die Wochen ins Land gezogen und der Herbst schickte seine ersten Boten. Langsam färbten sich die Blätter an den Bäumen und es wurde auch Nachts schon etwas kühler. Der Umbau für die Praxis neigte sich seinem Ende entgegen. Jetzt dauerte es nicht mehr lange und die ersten Patienten konnten kommen. Frau Welter ihr Mann Horst, Tara und ich brachten alles auf Hochglanz. Frau Winkler und Frau Malter richteten in der Küche ein kleines Büffet auf mit allerlei Leckereien. In wenigen Stunden war die Praxis ein Glanzstück. Dr. Malter bedankte sich bei uns allen. Er war sehr froh, dass alles so gut geklappt hat. Er hatte selbst eine Menge zu tun, die neuen Geräte zu studieren. Jedoch war er ein exzellenter Tierarzt, der oft von Kollege zu Rate gezogen wurde. "Die Praxis ist sehr geräumig", sagte Frau Welter. "Ich kann es gar nicht abwarten bis zur Eröffnung." Ja die gute Frau Welter war immer für alle da, wenn es was zu helfen gab. Die Tochter Tara ist ihr da genau nach geschlagen.
Wir machten nach Beendigung der letzten Arbeiten in der Praxis eine kleine Einweihungsfeier. Am Montag sollte es los gehen. Dr. Malter hatte in 2 Zeitungen zuvor inseriert. In der Stadt in seiner alten Praxis hatte er auch schon lange darauf hingewiesen. Dr. Malter hatte bei meinem Chef eine ganze Ladung Herbstastern in allen Farben sowie Veronica und etliche Sorten Eriken bestellt. Er brachte sie persönlich und nun sah er Tara mit mir zusammen. Er kam freudenstrahlend auf uns zu und sagte: "Ich habe es gewusst, neulich weil du so glücklich aussahst. Ich freue mich für euch beide. Soll ich euch helfen pflanzen?" "Nein, nein Chef. Sie haben schon genug Gutes getan." Mit Tara zusammen hatten wir in einer Stunde alles gepflanzt. Es war ein herrlicher Blickfang und alle bewunderten die Blumenpracht. Die 3 Kinder kamen mit Gießkannen voll Wasser und netzten alle Pflanzen. Die Tiere schauten ganz erstaunt, als wenn sie es verstehen würden.
Familie Malter hatte ihre Eltern zur Praxis-Eröffnung eingeladen und als sie am Samstagabend nacheinander eintrafen, staunten sie gewaltig. "Ihr müsst unbedingt öfters zu uns kommen. Wir haben so viel Platz, der leider viel zu selten genutzt wird." "Ja du weist doch Peter, wenn ich meine Tierarztpraxis nächstes Jahr auf gebe, dann kommen wir öfters, Mama und ich." "Opa, Oma", rief Della Wella plötzlich, als sie, sie entdeckten. Sie wusste gar nicht welche Oma und welchen Opa sie zu erst begrüßen sollte. Sie nahm alle bei der Hand und tanzte mit ihnen einen kurzen Ringelrei. Da kamen die beiden Buben ganz schüchtern. Doch die Senioren wussten schon Bescheid von den Adoptionen und waren begeistert davon und wollten sie unbedingt kennen lernen. Die 4 gingen lächelnd auf die beiden Buben zu und sagten wie im Chor: "Wir sind eure Großeltern", und gaben ihnen die Hände. "Ihr seid die lieben Buben von denen eure Eltern uns schon so viel erzählt haben." Die beiden Buben merkten das die neuen Großeltern sie genau so lieben, wie die andern und daher waren sie gleich zugänglich. Der kleine Malo sagte ganz stolz, in dem er auf Alban blickte: "Das ist mein Brüderchen" und dann schauteer zu Della Wella "und das ist mein Schwesterchen." Alle lachten, weil der kleine Junge so goldig war. Das kleine Äffi machte einen Satz und sprang auf den Stuhl und schmuste mit Malo. Der nahm das kleine Äffi und streichelte es von ganzem Herzen. Er war genau wie die beiden andern Kinder so verliebt in die Tiere.
An diesem Samstag haben wir alle zusammen noch draußen am großen Tisch gesessen um die Einweihung zu feiern. Tara lies nicht zu das die anderen bedienen wollten. "Joscha und ich machen das schon." Das Wetter war so, das wir noch lange draußen sitzen konnten. Was gab es da alles zu erzählen. Die Eltern von Frau Malter hatten in Domberthausen etwa 150 km von hier ein Handarbeitsgeschäft. Dadurch fehlte ihnen oft die Zeit zum Malterhof zu fahren, aber sie telefonierten regelmäßig. "Wenn ihr pensioniert seid, müsst ihr viel öfters kommen", sagte Della Wella, "und auch ihr" und schaute auf die Malters Opa und Oma. "Habt ihr alle gehört? Sie haben ja gesagt", und lachte so herzhaft. Die andern mussten auch alle lachen. Es wurde ein schöner Abend und Tara saß nun ganz in meiner Nähe. Ich musste sie immer wieder anschauen und das gefiel ihr sehr. Als wir uns am Samstagabend verabschiedeten wünschten wir uns allen Gottes Segen. Da sagte der kleine Malo zu Alban: "Du und ich, wir haben den Segen vom lieben Gott schon bekommen."
Was dieser kleine Junge schon so tiefsinnige Gedanken hatte, war schon beeindruckend. Tara fuhr mit ihren Elter nach Hause und ich zu meinen. Am Sonntag hatte Tara im Krankenhaus Dienst. So konnte ich am Sonntag ausschlafen. In meinem Herzen dachte ich nur an Tara und ihr ging es genau so. Dr. Malter bat Pfarrer Ramon und Pater Wendelin die Tierarztpraxis zu segnen. Am Sonntagnachmittag holte Dr. Malter die Beiden ab. Er fuhr ins Kloster Gräfintal. Bei ihm waren seine 3 Kinder. Sie hatten noch etwas Zeit und sie gingen zu den Patienten. Werner der an diesem Sonntag Dienst hatte, freute sich über den Besuch. Er hatte von der Waldmarie schon viel gutes vom Malterhof gehört. Die Kinder spielten mit den Patienten und Wolfi war besonders froh.
Dr. Malter drückte Werner die Hand und sagte: "Wir alle sind glücklich das sie und Hellene zueinander gefunden haben. Wir alle wünschen euch ewige Liebe. Wann immer sie wollen sie und Hellene sind uns immer herzlich willkommen. Ich hoffe das es bald sein wird." Werner dankte Dr. Malter. Er brachte kaum ein Wort über seine Lippen, so ging ihm das zu Herzen. Jetzt nach ein paar Sekunden sagte er sehr erfreut: "Da freue ich mich mit Hellene und danke auch in ihrem Namen. Sie ist die liebste Frau für mich und wenn der Herrgott will, werden wir immer glücklich sein." Dr. Malter sagte zu Werner: "Sie hat eine große Tat vollbrach und dafür wird der Herrgott sie auch belohnen. Ich glaube er hat ihr schon einen großen Wunsch erfüllt, nämlich das Hellene sie gefunden hat. Eines Tage wird sie auch wieder ..." "Ja Herr Dr. Malter, das glaube ich auch."
Werner war ein guter Mensch und das wird ihm Gott eines Tages danken. Pater Wendelin stand im Hintergrund und nun kam er zu Dr. Malter. Diese Worte, die sie beide sprachen, haben Gott gefallen und dadurch werden beide ihr Leben meistern. Da kam Pfarrer Ramon mit dem Fahrrad, denn er hatte kein Auto. Die 3 Kinder waren die ganze Zeit im Kloster beschäftigt, denn es gab viel zu sehen. Sie kamen in eine kleine Kapelle und sahen ein paar Kerzen brennen. Sie schauten sich um und sahen kleine Tafeln die nur Alban lesen konnte. Auf der einen Tafel stand: Jesus wir danken für deine Hilfe. Heilige Muttergottes, bitte für uns Sünder. Auf dem anderen stand: Heilige Dreifaltigkeit wir beten dich an. Mutter Maria, wir danken dir für deine Hilfe. Sie waren so vertieft, das sie nun anfingen zu beten. Sie waren so andächtig beim Gebet, dass sie gar nicht merkten das Pfarrer Ramon, Pater Wendelin und ihr Vater in die Kapelle kamen, denn sie hatten die Kinder gesucht. Sie zogen sich wieder zurück und warteten bis die Kinder nach einer Weile kamen. Die zwei Geistlichen und Dr. Malter schauten sie an und waren ohne ein Wort zu sagen im Herzen enorm glücklich. Sie fuhren Richtung Malterhof. Die 3 Kinder waren in wenigen Minuten eingeschlafen. Als sie am Hof ankamen, nahm die Mutter die schlafenden Kinder in Empfang, jedoch wurden sie da wieder wach. "Mama", sagten sie, "wir haben etwas sehr schönes im Kloster gesehen. Es war so schön in der Kapelle, so wie im Wald. Alban hat uns vorgelesen, was auch den Tafeln stand und dabei ist es im Herz so schön geworden." Der kleine Malo sagt: "Der liebe Gott war im Wald und jetzt war er in der Kapelle und bei Wolfi war er auch." Frau Malter drückte die Kinder an sich und sagte: "Ja der liebe Gott ist überall." Alban, Della Wella und Malo verstanden nicht alles was auf den Tafeln stand. Pater Wendelin und Pfarrer Ramon erzählten ihnen alles von der Dreifaltigkeit und der Muttergottes. Die 3 hörten es so gerne, wenn über Gott gesprochen wurde. Da wurden sie ganz nachdenklich und fragten...
|
|