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Geschichten - Della Wella, das kleine Mädchen vom Malterhof Teil 13

Der Mehlsepp

Warum standen Alban und Malo am Montag so früh auf?
Endlich, die Großeltern kommen zur Einweihung der Praxis auf den Hof.
Welchen Plan hatten die 3 Kinder?
Was hat der Mehlsepp für die Kinder geschnitzt?
Warum wollten die Kinder ihre Großeltern nicht mehr gehen lassen?
Wer ist Dr. Robert Reinheim?
Wer ist der 10-jährige Johannes?
Was nahm Dr. Reinheim aus seiner Brieftasche?
Euer Joscha Kaprino

..."Wird die heilige Dreifaltigkeit Wolfi und die anderen wieder ganz gesund machen?" "Ja", sagte Pfarrer Ramon, "Gott liebt sie so wie sie sind. Wenn sie einmal sterben, werden sie im Himmel alles bekommen, was sie auf Erden nie bekommen haben. Ihr lieben Kinder habt diese Menschen so angenommen wie sie sind. Ihr begegnet ihnen mit Nächstenliebe und das hat dem lieben Gott so gefallen und nun macht ihr euch Sorgen um diese lieben Mitmenschen, aber sie sind, so wie sie sind glücklich. Wir danken euch für eure Liebe zu allen Menschen. Wolfi und seine Freunde im Kloster haben euch 3 so lieb gewonnen, weil ihr sie glücklich gemacht habt mit eurem Besuch. Sie haben so liebe Menschen um sie herum, die von Gott gelenkt werden, immer das Beste für sie zu tun."

Pater Wendelin und die andern hörten mit großem Interesse zu. Pfarrer Ramon der aus Indien kommt, hat viel Elend in seiner Heimat erlebt und hat Gott versprochen den armen Menschen zu helfen. Er lebt ganz bescheiden in einer kleinen Wohnung und hat das Pfarrhaus kostenlos armen Menschen gegeben. Hellene das Mädchen im Rollstuhl, die Waldmarie und andere die ihr später noch kennen lernt, helfen wo sie nur können. Neulich kam ein Brief von Indien an den Bürgermeister von Almenau, indem sich die vielen Armen von Herzen bei Pfarrer Ramon bedanken. Dieser einfache schlichte Pfarrer wollte immer nur helfen. Er wollte nicht das man ihn deshalb ehrt. Alle im Dorf hatten vor diesem frommen Menschen, der immer für jeden Zeit hat, hohe Achtung. Als Pfarrer Ramon damals in die Gemeinde Almenau kam, wurde er sofort als den ihrigen angenommen und sie würden ihn niemals wieder gehen lassen. Wir werden noch viel hören von diesem guten Menschen.

Della Wella, Alban und Malo waren mit diesen Antworten von Pfarrer Ramon sehr zufrieden. Nun gingen sie alle in den Hof und die beiden Geistlichen segneten das ganze Haus. Es war schon feierlich, wie Pater Wendelin und Pfarrer Ramon zusammen beteten. Pater Wendelin der genau so schlicht und einfach lebt, hat sich ganz Gott zugewandt, um den Menschen zu dienen. Alles Geld der Welt nützt nichts, wenn die Seele Schaden leidet. Nach dieser Einsegnung aßen alle noch von dem frischgebackenen Kuchen von Frau Malter, dann fuhr Dr. Malter sie nach Hause zurück. Es war ihnen schon sehr wichtig das die Praxis durch Gott gesegnet wurde.

Am Montag morgen standen alle auf dem Malterhof früh auf. Denn heute war der große Tag auf den sie schon so lange gewartet hatten. Heute wurde die neue Praxis eröffnet. Alban und Malo standen noch früher auf, wie die andern und machten den Frühstückstisch so perfekt, wie sie es so oft von ihrer Mutter gesehen hatten. Auch Della Wella wollte die anderen überraschen und zu ihrer Freude war alles schon bereit. Als die Eltern in die Küche kamen, waren sie sehr erfreut. Alles war blitzblank sauber. Ein Strauß Blumen stand auch auf dem Tisch. Jetzt kamen auch die Großeltern. Wer einmal so ein herrliches Frühstück gemeinsam eingenommen hat, möchte es immer wieder erleben. Es war erst 6 Uhr und jeder wollte der erste sein. Die Kinder wurden von den Erwachsenen hochgelobt. Ach sie waren ja alle so eine glückliche Familie. Als sie alle gemeinsam beim Frühstück waren, sagte Malo: "Wisst ihr wer noch früher auf war wie wir? Ja unsere Tiere. Sie haben schon ihr Frühstück bekommen." So gegen 7 Uhr kam schon der erste Patient. Der Mehlsepp hatte den kleinen Dackel hinten in seinem Korb auf dem Moped. Dr. Malter fragte was ihm denn fehle. "Ach er soll geimpft werden gegen.., hier auf dem Pass steht alles." "Ach das ist ja der Quelli." "Ja", sagte der Mehlsepp. "Ich wollte heute mal der erste sein." Dr. Malter sagte zu ihm: "Ich habe ihre schöne Sachen bewundert, die sie gemacht haben. Sie sind ja ein großes Talent. Könnten sie mir für den Malterhof auch diese herrlichen Reitpferde machen, die ich neulich auf dem Weiherhof gesehen habe. Ich habe noch nie so was schönes gesehen." "Ja das tue ich gerne", sagte der Mehlsepp. Der Mehlsepp war schon 86, aber er konnte noch mit jedem mithalten. Dr. Malter bestellte gleich 4 Stück.

An diesem Montag morgen kamen so viele Leute mit ihren Tieren, das es Dr. Malter gar nicht alleine schaffte. Frau Welter begrüßte alle mit herzlichen Worte. Da kam Vater Malter und half seinem Sohn. Der war natürlich begeistert von seinem Vater und Frau Welter hoffte insgeheim, dass Dr. Malter Senior eines Tages hier bleiben würde. An diesem Tag waren sie alle geschafft. Am Abend als alle Patienten versorgt waren, sprach Peter Malter zu seinem Vater: "Papa ich danke dir von ganzem Herzen, für deine exzellente Arbeit. Du und Mutter haben so viel für uns getan, daß wir den Malterhof herrichten konnten. Wir haben Euch so viel zu danken. Wie sollen wir das jemals wieder gut machen?" Es ist so viel Platz hier auf dem Hof, daß wir alle genügend Platz hätten. Die Kinder, Regina und ich wären unheimlich froh wenn wir alle zusammen leben würden.

Dr. Malter Senior und seine Frau Elma waren natürlich begeistert über diese Worte, aber so einfach ihre gut gehende Tierarztpraxis auf zugeben, wo sich doch alle so an einander gewöhnt hatten. Frau Malter sagte zu ihren Schwiegereltern: "Das wäre das schönste Geschenk für uns alle, wenn wir hier alle zusammen wären." "Oh ja das werden wir uns alles mal durch den Kopf gehen lassen." Wie gerne würde Dr. Malter Senior und seine Frau endlich mit ihren Lieben zusammen wohnen, nichts sehnlicheres hatten sie in ihren Herzen. Über diesen Punkt hatte Peter Malter auch schon oft mit seinen Schwiegereltern gesprochen, dass es das Schönste wäre, wenn die ganze große Familie, alle hier wohnen würde. Jedoch hatten sie ein gut gehendes Handarbeitsgeschäft in Dombertshausen und ein Haus, das sie ja nicht so ohne weiteres aufgeben wollten. Aber sie konnten sich mit diesem schönen Gedanken schon erfreuen.

Als sie die 3 Kinder sahen, wurde ihnen die Entscheidung leichter gemacht. Dr. Malter Senior hatte ja so wieso vor, in etwa einem Jahr seine Praxis auf zu geben. Er und seine Frau hatten es sich immer schon ins geheim gewünscht, mit der ganzen Familie zu zusammen zu leben. Sie hatten in dieser kurzen Zeit die Kinder so ins Herz geschlossen. Sie sprachen noch eine ganze Zeitlang mit einander und ist das nicht ein wunderschöner Gedanke, die Großeltern, die Kinder und ihre Eltern in einer großen Familie vereint? Dieser Gedanke sollte eines Tages Wirklichkeit werden. Dazu später mehr.

Am anderen Tag mussten die Eltern von Regina Malter abreisen, denn sie mussten wieder in ihr Geschäft. Auf der Heimreise, die ganzen 150 km war nur ein Thema bei ihnen, der Malterhof und das war auch gut so. Alle waren traurig, das sie wieder weg mussten. Die beiden Schwiegereltern--Paare hatten sich seit der Hochzeit von Regina und Peter Malter gleich so gut verstanden, das sie sich regelmäßig trafen um gemeinsam etwas zu unternehmen. Sie wohnten nicht weit von einander entfernt, aber ihre Arbeit hielt sie ganz schön in Trapp, aber das sollte sich ja bald Gott sei Dank ändern.

Von weit und breit her kamen die Leute mit ihren Tieren auf den Malterhof und Dr. Matter Senior und seine Frau Elma blieben noch ein paar Tage und halfen tatkräftig mit. Die gute Frau Welter trug viel zum Gelingen bei . Wenn ich sie nicht hätte wären wir ganz schön aufgeschmissen. Dr. Malter konnte sich auf Frau Welter, die Mutter von Tara immer verlassen. Das spürten die Menschen mit ihren Tieren.

Tara und ich kamen oft auf den Malterhof, weil hier für mich alles Glück angefangen hatte. Nie hätte ich mir träumen lassen, das ich einmal so glücklich werden würde. Tara und ich waren so glücklich miteinander, dass uns alles gelang was wir anpackten und das hatten wir unserm unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus zu verdanken. Er, der jedem der Sorgen hat hilft, ist unser ständiger Begleiter geworden. Es ist so schön zu wissen das er uns immer beisteht. So viele Menschen wissen gar nicht, das Jesus jedem hilft, wenn man zu ihm von Herzen betet. Und die armen Menschen die ohne Schuld in Elend leben wird Gott einmal ihr Retter sein und sie werden eines Tages von ihm, für immer belohnt werden.

Die Kinder Della Wella, Alban und Malo hatten in ihrem Herzen einen Plan, der sie nicht mehr los lies. Sie fragten ihre Eltern ob sie eine kleine Kapelle auf dem Malterhof bauen dürften. Peter Malter und seine Frau Regina waren im Herzen sehr erfreut über, den bestimmt von Jesus kommenden Wunsch, durch die 3 Kinder, eine kleine Kapelle zu bauen. Die Kinder suchten sich einen Platz aus den man vom Haus aus gut sehen konnten. Wir bauten für uns alle diese kleine Dankeskapelle. Pater Wendelin und Pfarrer Ramon hatten sie eingesegnet. Da kam Hellene und Werner auf den Malterhof um diesen Segen mit zu erleben. Malo und Alban hatten ein kleines Kreuz aus Holz geschnitzt und Della Wella hatte eine Decke aus Stoff zusammen genäht und frische Blumen darauf gestellt. Alle hatten Tränen in den Augen, als die beiden Geistlichen ein paar Worte sprachen. Sie sagten das Gott sich sehr darüber freue, so gute Menschen um sich zu haben. "Möge Jesus immer bei uns sein und möge die himmlische Mutter Maria unsere Führsprecherin bei Jesus sein." Danach hielten wir ein kleines Mal an einfachen Speisen. Die Kinder und wir alle waren glücklich das sie Jesus, dem wir viel zu verdanken hatten, eine Freude machten, durch die kleine Kapelle. Als der Mehlsepp hörte, das die Kinder eine kleine Kapelle hatten, schnitzte er ihnen eine kleine Jesusfigur. Ach was freuten sie sich darüber. Sie stellten sie neben das Kreuz.

Die Tage zogen ins Land und allmählich wurde es Nachts schon richtig kühl. Aber hier in diesem herrlichen Land sind die Leute gut auf den Winter vorbereitet. Die Kinder auf dem Malterhof halfen ihrem Vater die Rosenpflanzen mit Fichten zu schützen. Tara und ich ernteten das restliche Gemüse in dem Garten und lagerten es in den kühlen frostfreien Kellerräumen. Frau Winkler war eine geborene Köchin. Sie hatte so viel Obst und Gemüse in Gläser eingemacht, das es den ganzen Winter reichte. Die Kinder halfen Frau Winkler mit Begeisterung. Sie trugen alle Gläser in den besagten Keller und überall kam ein kleines Schild mit Inhaltsangaben darauf, die Alban geschrieben hatte. Malo hatte sie sorgsam aufgeklebt. Die drei Kinder waren so glücklich zusammen, das es allen eine große Freude machte.

Der Malterhof wurde immer bekannter und Dr. Malter hatte so viel zu tun, das er es kaum schaffte, aber er half jedem der zu ihm kam. Er hörte sich bei seinen Kollegen um, ob nicht ein Tierarzt eine schöne Stelle sucht. Schon am Wochenende kam ein Herr so um die 35 Jahre auf den Malterhof und stellte sich vor. "Robert Reinheim ist mein Name." Er schaute sich nach den Kindern um und lächelte. Da kamen in diesem Moment die 3 Hunde auf ihn zu und wedelten mit ihren Schwänzen. Er ging in die Hocke und streichelte sie ganz sachte. Dabei sprach er mit ihnen, so dass man meinen könnte, sie würden ihn verstehen. Dr. Malter schaute vergnügt zu und merkte das Robert Reinheim ein Talent hatte, mit Tieren umzugehen. Nach dem er die Tiere gestreichelt hatte, erhob er sich wieder und sagte: "Ihr seid aber liebe Hunde." Dr. Malter zeigte ihm die Praxis von der Robert Reinheim sehr begeistert war. Sie gingen anschließend über den Hof und die Kinder folgten ihnen. Als sie an der kleinen Kapelle vorbei kamen, blieb er einen Moment stehen, ging näher zum Kreuz und machte ein paar Augenblicke seine Augen zu. "Wunderschön", sagte er leise, dann verbeugte er sich leicht, schaute noch einen Moment auf die kleine Kapelle und sagte: "Herr Dr. Malter es würde mich sehr freuen, wenn sie mich zur Probe nehmen würden." Sie gingen ins Büro und besprachen alles. Er war so schüchtern, aber er hatte ein gutes Herz.

Wenn sie am Montag anfangen könnten, wäre das schön. Robert Reinheim hatte seit Jahren bei Dr. Weißer gearbeitet, bis Dr. Weißer plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben war. Um die Praxis zu übernehmen fehlte diesem jungen Arzt das Geld. So stand er da ohne Arbeit, aber ein paar Tage später bekam er die Nachricht von einem Kollegen von Dr. Malter, das er sich um die Stelle auf dem Malterhof bewerben solle. Das tat er auch gleich. Als Robert Reinheim von Dr. Malter hörte, das er am Montag seine neue Arbeitsstelle auf dem Malterhof antreten könne, war ihm die Erleichterung anzumerken. Er bedankte sich sehr und lächelte wieder den Kindern zu. Dann sagte er leise: "Ich habe auch einen Sohn. Er ist 10 Jahre. Wenn Johannes das alles sehen könnte, würde er sich sehr freuen." "Oh da würden sie Della Wella, Alban und Malo eine große Freude machen. Wenn sie wollen kommen sie doch einfach morgen am Sonntag mit ihrem Sohn und ihrer Frau zum Mittagessen. Wir würden uns alle sehr freuen."

Da senkte Robert den Kopf und blickte wieder Dr. Malter an und sagte: "Mein Sohn und ich leben mit meinen Eltern und meiner Schwester zusammen. Meine Frau ist damals bei der Geburt von Johannes gestorben. Da haben meine Eltern und meine Schwester, in vorbildlicher Weise sich um meinen Jungen und mich gekümmert. Das werde ich ihnen nie vergessen." Dr. Malter und die Kinder waren sehr betrübt über diese traurige Geschichte. Robert fragte ob er mit den Kindern und den Tieren noch einmal über den Hof gehen könnte. "Ja selbstverständlich." Sie gingen langsam über den Hof und kamen zu den Eseln und den Schafen. Da kam mit windes Eile das kleine Äffi vom Mittagsschlaf und schaute Robert von allen Seiten an. "Ach bist du ein lustiges Äffchen. Ich heiße Robert und wie heißt du?" Der kleine Affe freute sich sichtlich über den Besuch. "Das ist unser Äffi", sagten die Kinder. Da gab es Robert sein kleines Händchen. Er nahm es auf den Arm und sprach leise mit ihm. Der Affe tat so als ob es alles verstehen würde und wollte gar nicht mehr vom Arm. Da kamen plötzlich die 4 Katzen an und schnurrten um Robert herum. Auch die Hunde kamen und wollten wieder spielen. Eine ganze Weile hatte er mit den Tieren und zusammen mit den Kindern gespielt.

Da kam Frau Malter vom Einkaufen zurück und sah sich das schöne Spiel an. Als Robert Reinheim Frau Malter sah, hielt er einen Moment inne und stellte sich ihr vor. Da kam ihr Mann und er sagte: "Das ist Dr. Robert Reinheim. Er wird mein neuer Kollege." "Sehr erfreut", sagte Frau Malter. "Aber jetzt werden wir alle zuerst einmal was zu Mittag essen . Ich rufe Frau Welter unsere liebe große Hilfe an, damit sie sie kennen lernen." "Das würde mich sehr freuen." Nach einer kurzen Zeit kam Frau Welter mit Tara und mir auf den Malterhof. Dr. Reinheim ging auf uns zu und Dr. Malter stelle uns vor. "Vielen Dank, das ist sehr nett. Ich freue mich enorm am Montag hier mit ihnen meine Arbeit aufnehmen zu dürfen." Dabei hatte er alle Hände voll mit den Tieren zu tun. Frau Malter und die Kinder freuten sich, das wir wieder da waren. "Gleich ist das Essen fertig." Frau Welter und Tara halfen ihr dabei. Da ging Robert mit langsamen Schritten auf die Kapelle zu, öffnete seine Brieftasche und nahm...

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