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Gedichte - Hassan Mustapha - Mein Leben für die Liebe 13

Schmerzende Schönheit

Eine Rose Zartheit gleich der Liebe Pracht,
betört uns mit Schönheit und Leid zugleich,
denn über die Schönheit auch die schmerzende Dorne wacht,
doch macht sie auch die Ärmsten der Armen unter uns reich.


Das Ende

Der Wind streichelt mich mit seiner eiskalten Hand,
der Himmel wird schwarz, die Sonne wie Blut so rot,
Dunkelheit zieht einher über das Land,
das Ende, die Hoffnung der Menschen ist tot.

Die Erde spuckt aus feuerrote Glut,
das Leben auf der Welt für jeden vergeht,
es siegt am Ende des Teufels Brut,
für die Liebenden kommt jede Hilfe zu spät.

Verwüstung, Angst, Tod und Trauer,
die Zeit durch unsere Gedanken rinnt,
über uns rieselt der Einsamkeit Schauer,
doch eine neue Hoffnung beginnt.

Die Hoffnung verstärkt auf ein neues Leben,
Leben in Form von Menschlichkeit,
Hoffnung ihr Liebe und Freude zu geben,
auf das sie wachse und gedeiht.


Unmenschlichkeit

Der Menschen Seelen mit Missgunst gefüllt,
begehren der Nächsten Hab und Gut,
ihr wesen ist mit Neid umhüllt,
und mach einer sich erlabt an vergossenem Blut.

Sie sehnen sich Leid ihrer Mitmenschen herbei,
ergötzen sich an Tränen, welche den Kummer belichten,
und nur im Tode sind sie von Seelenschmerzen frei,
doch dort wird Gott über ihre Unmenschlichkeit richten.


Flucht

Ich lasse mich von meinen Gefühlen leiten,
und möchte fliehen aus der heutigen Zeit,
werde auf dem Strahl des Lebens davongleiten,
und erwache in meinem Traum in der Vergangenheit.


Worte an Goethe

Wie Ihr zu fühlen ist mein Begehren,
Worte geschmücket mit Zierde behangen.
Ach wärt Ihr hier, mit dieser Kunst zu lehren,
doch Ihr weiltet zu früh und seit auch früh gegangen.

So sitze ich hier, und die Einsamkeit gegenüber,
such nach Versen, Reimen, Gedichten,
und je reifer die Nacht, die Gedanken je trüber,
und Müdigkeit und Leere über mich richten.

Und im Traum rückt Euer Geist näher zu mir,
mit wenigen Worten, doch so viel gelehrt,
Warum so voller Gram? Merke Dir,
ein ehrlich' Gedicht ist mehr als tausend Reime wert.

Copyright © by Gerhard H. Wenzel-Verlag, Schotten / Alle Rechte vorbehalten

Copyright © by Sonja und Ralph Streckhardt, Eschwege | Alle Rechte vorbehalten | Start: 21.07.2003 | Last Update: 12.04.2010