Vor ein par Tagen rief bei Wilma die Agentur an und sagte ihr freudig, dass sie ein Mann sehr gerne treffen würden, dass wäre ja nichts besonderes,doch in diesem Fall ist es schon etwas Besonderes, denn Wilma ist seit ihrer Geburt vor 25 Jahren blind. Sie hatte schon ein par mal in Zeitungen versucht, einen Lebenspartner zu finden, doch immer ohne Erfolg. Wilma war schon der Verzweiflung nahe, da hörte ihre Mutter von der Nachbarin, das es im Vogelsberg eine neue Agentur für Vermittlung aller Art, so haben Winni und Jaschko sogar schon ganze Häuser vermittelt, die zum Kauf oder zum Vermieten angeboten wurden und das zu einem Preis der weit unter dem Üblichen liegt, deshalb ist der Erfolg das jedes Projekt schnell den gewünschten Interessenten findet.
Was machen sie werte Leser wenn sie mit der ganzen Familie in Urlaub fahren und sie wissen nicht genau wen sie fragen sollen, wer in dieser Zeit das leere Haus überwachen soll? Es ist ja schon eine große Verantwortung und wenn in ihrer Abwesenheit trotzdem etwas unvorhergesehenes passiert, sei es ein Einbruch, oder das Wasserrohr bricht, dann wird immer dem, der in dieser Zeit des Urlaubs Verantwortung getragen hat, mehr oder weniger Vorwürfe gemacht.
So sind schon viele Feindschaften entstanden. Doch das alles muss nicht sein, denn die Agentur bietet ein hervorragendes Urlauberprogramm an, dass für wenig Geld einen perfekten Service bietet. So sind sie sicher, wenn sie aus dem Urlaub kommen, dass alles in ihrem Sinne erledigt wurde. So werden sie garantiert das nächste wieder diesen Service in Anspruch nehmen, denn was gut ist, spricht sich schnell herum. Eine weitere Sparte der Agentur ist Vermittlung von Nebenjobs, Urlaubsmitfahrer und so vieles mehr. Dies sehen wir im nächsten Beispiel. Rudolf ist seit einem halben Jahr pensioniert. Seine Frau Tussla ist zwar froh, dass ihr Mann sich jetzt endlich nach der Pensionierung seinen Hobbys widmen kann, doch so allmählich ging ihr Rudolf immer mehr auf die Nerven. Obwohl er Anfangs froh war, nicht mehr zur Arbeit gehen zu müssen, wurde ihm die Zeit immer langweiliger. Rudolf mäkelte an allem herum und wusste bald mit der vielen Zeit nichts mehr anzufangen, er stand jetzt sogar immer früher auf, denn er konnte nicht mehr schlafen. Tussla schrie ihn öfters an; Mensch kannst du nicht mal liegen bleiben, du raubst mir den letzten Nerv; All die Jahre wo Rudolf zur Arbeit ging, waren beide zufrieden, doch jetzt stritten sie sich des öfteren. So sagte Tussla, jetzt reicht's mir, morgen früh kuckst du in die Zeitung und suchst nach einer Arbeit, sonst wirst d noch verrückt. Zuerst war Rudolf etwas irritiert, aber er konnte sich doch schnell mit dem Gedanken anfreunden, na ja, sagte Tussla, es muss ja nicht einen Ganztagsjob sein. Und tatsächlich fand Rudolf in der Tageszeitung einige Angebote, wie zum Beispiel "Wir suchen rüstigen Pensionär der was von Gartenarbeit versteht". Nun das hörte sich gut an, nur das "Rüstig" hatte ihn ein wenig geärgert, wieso, meinte seine Frau, du bist doch noch rüstig, wenigstens wenn's um die Arbeit geht, ganz zu schweigen wenn's um was anderes geht. Komm sei ruhig flachste Rudolf, du bist auch nicht mehr die Jüngste. Sie schauten dann nach den weiteren Stellen, aber das sprach sie nicht so an, wie diese Stelle mit dem rüstigen Rentner. Schon gleich danach rief Rudolf unter der Telefonnummer an, dort meldete sich unsere Agentur Rudolf fuhr zur Agentur und dachte sich zuerst, hoffentlich klappt's sonst schnappt meine Frau noch über. Ja und es hat geklappt, sogar besser als Rudolf es erwartet hatte. Schon am anderen Morgen trat er die Halbtagsstelle an, was ihm auch großen Spaß macht und er konnte beweisen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Nach einer Woche war er so etwas, so wie ein Hausmeister oder besser gesagt, Mädchen für alles. Na ja, für alles wäre Rudolf auch nicht zu haben.
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