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Geschichten - Die Millionäre aus dem Vogelsberg Teil 11

Ja Pfarrer Thomas brauchte jetzt selber seelischen Beistand, die er bei der Agentur in hoher Verantwortung bekam, nicht nur theoretisch, sonder in der vollen Praxis, die ihm seine Kirche der wahren Nächstenliebe verweigerte.

So werte Leser, jetzt können sie mich steinigen, weil ich die kath. Kirche in menschlicher und Göttlicher Hinsicht verurteile und ich schäme mich über solche Menschenverachtende Taten.

Thomas ist zum Evangelischen Glauben übergetreten und ist dort jetzt Pfarrer. Er und seine Zilli, haben geheiratet, haben inzwischen einen Sohn bekommen und alle sind glücklich.

Thomas ist in der Agentur gern gesehen und er steht für jeden seelischen Beistand Tag und Nacht bereit. So hat er schon einigen die in tiefer Not waren, in Wort und Tat zur Seite gestanden, so wie Christus es auch tat.

Vor einigen Tagen war Jaschko in Schotten, er besuchte einen Bekannten, der demnächst als Mitarbeiter in der Agentur arbeiten wird, seit Tagen blättert Kallo schon in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften um nach Annoncen zu suchen, die der Agentur sehr dienlich sind, mit der neuesten Computer-Technik werden sie mit dem Internett verknüpft, um so Nah und Fern viele Menschen glücklich zu manchen und sie aus der Einsamkeit in das dauerhafte Glücklichsein führen. Gerade kam Jaschko aus dem Haus von Kalle, dem neuen Mitarbeiter der Agentur. .Da, sah er einen Jungen, wie er in einem Mülleimer nach Essen suchte. Der Junge der nicht älter als 16 schien, musste sehr hungrig sein, denn als er eine Plastiktüte herausfischte, aß er irgendwas gierig, was sich in der Tüte befand, er suchte weiter und fand noch irgend etwas Essbares. Jaschko war von diesem Anblick erschüttert, er ging langsam auf den Jungen zu, dieser schaute Jaschko mit fragenden traurigen Augen an, hab keine Angst, sagte Jaschko mit freundlicher leiser Stimme, du hast Hunger? Der Junge nickte ganz schüchtern mit gesenktem Kopf, man sah ihm an dass er schon seit einiger Zeit nichts richtiges gegessen haben muss und seine Kleidung war ziemlich verschlissen. Irgendwie blickte der Junge total verängstigt. Jaschko fragte ihn, ob er mit ihm reden wolle.

Wieder nickte der Junge und seine Augen wurden durch seine Tränen getrübt. Komm wir gehen zusammen in den Park, der Junge hatte sofort gespürt, dass von Jaschko eine Güte ausging, was ihm vielleicht Hoffnung gab. Ich heiße Jaschko und wie heißt du denn? Der Junge war durch so viel ihm entgegen gebrachte Zuneigung überwältigt, dass seine Stimme versagte, er versuchte seinen Namen zu sagen, jedoch er brachte den Namen nicht über seine Lippen. Jaschko nickte verständnisvoll und sagte, mein Junge bitte vertrau mir, wartest du hier auf mich? Ich hole uns beiden jetzt was kräftiges zu essen, da lächelte der Junge zum ersten mal und sagte mit aller Kraft seiner Stimme, Danke. Jaschko sagte zu ihm, ich bin gleich zurück. Ein paar Minuten später kam Jaschko mit einer Tüte voller guter Sachen, doch der Junge war nicht mehr an der Stelle des Parks. Jaschko war traurig, warum ist er weggegangen, Jaschko blickte sich um, da hörte er eine Stimme, hallo Jaschko hier bin ich, Jaschko sah nun den Jungen wie er von der Nidda kam, er hatte sich im klaren Wasser der Nidda gewaschen, Jaschko sah man die Erleichterung an dass der Junge nicht weggelaufen war, dann packte er die Tüte aus, die Augen des Jungen wurden immer größer, er konnte es gar nicht begreifen dass er davon so viel essen konnte wie er wollte. Ich heiße Marsell sagte er, dann frühstückten die beiden und es blieb noch einiges übrig. Jaschko dachte nun an den Tag, als er Winni am Europaplatz bei der Glückslinde traf und jetzt auf einmal kamen die kleinen Vögel, um auch etwas von den guten Sachen ab zubekommen,darf ich den Vögelchen was zu essen geben? Fragte Marsell, "sicher Marsell", dann warf er einige Brotbröckchen vorsichtig in ihre Reihen, genau wie damals dachte Jaschko, vielleicht sind es die gleichen Vögel wie vor einem Jahr.

Nachdem sie so herzhaft gegessen hatten, fragte Jaschko, wo er wohne. Marsell blickte ganz traurig zu Jaschko und sagte mit leiser Stimme. Seit ein paar Tagen bin ich in einer Waldhütte, Jaschko fühlte dass es Marsell schwer fiel, da rüber zu reden, deshalb fragte er auch nicht weiter. Wenn du möchtest kannst Du bei uns wohnen, bist du eine andere Bleibe gefunden hast.

Marsell strahlte übers ganze Gesicht, Jaschko erzählte dann wo er wohne und was er arbeitet. Marsell wurde immer gelöster und sagte, das ist ein schöner Beruf den sie haben und wenn dann die Menschen glücklich werden. Nach diesen Worten wurde das Gesicht von Marsell sehr fragend und ernst, so als ob er selber nicht glücklich ist, seine Augen zeigten ganz deutlich, dass er bestimmt in seinem Leben viel gelitten hat, Jaschko merkte schon die ganze Zeit dass Marsell irgendwie im Gehen beeinträchtigt ist, auch seine Hände kann er nicht richtig bewegen, doch er versuchte dies alles nicht nach Außen zu zeigen, in dem er so neben Jaschko ging, dass er es nicht merken sollte, seine Hände verdeckte er etwas unter den langen Hemdsärmel. Irgendwas muss der Junge durchgemacht haben.

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