Home | Shop | Forum | Fotogalerie | Gästebuch | Kontakt | Impressum | Copyright-Infos
Geschichten - Die Millionäre aus dem Vogelsberg Teil 12

Jaschko wollte ihn keinesfalls durch das viele Fragen zu seiner Person belasten. Wollen wir jetzt nach Hause fahren? Fragte Jaschko, Marsell nickte ein paar mal, ihm war die Freude sehr anzumerken, endlich ein zu Hause zu haben, auch wenn es nur für ein paar Tage sein sollte. Das Gesicht von Marsell wurde zusehnlich entspannter, Jaschko rief in zwischen mit dem Handy in der Agentur an, damit Tante Malchen das Dachzimmer für Marsell vorbereiten kann, als Marsell hörte er bekäme ein eigenes Zimmer, konnte er seine Träne der Freude nicht mehr halten und weinte sich so richtig aus. Er hatte sich dabei geschämt. Jaschko beruhigte Marsell, das ist gut so, wir alle sollten viel öfters weinen, das ist gut für die Seele und das Herz. Auch Jaschko konnte seine Tränen der Freude nicht mehr verbergen, er wollte es auch gar nicht, jeder kann es ruhig sehen, wenn das Herz weint, sei er durch Traurigkeit, oder durch Freude.

Selbst Christus hatte bitterlich geweint und auch viele große Männer und Frauen ließen ihren Tränen freien Lauf. Niemand braucht sich seinen Tränen zu schämen.

Zu hause angekommen, standen schon Tante Malchen und Winni am Gartenzaun um den angekündigten Gast Marsell herzlich willkommen zu heißen. Marsell konnte das alles gar nicht begreifen, er der sich schon selbst fast aufgegeben hatte, war nun aufeinmal so herzlich aufgenommen, von guten Menschen die sich gar nicht kannten.

Wie kam es zu diesem Zustand, dass Marsell auf der Straße landete? Marsell hatte selbst bis jetzt nicht darüber gesprochen. Pfarrer Thomas kam an diesem Tag zur Agentur und nahm sich Marsell an.

Die Mutter von Marsell starb vor 2 Jahren an Krebs, sie war da gerade 38 Jahre alt. Marsell und sein Vater waren wie vom Schlag getroffen. Beide kamen über den Verlust der geliebten Mutter und Frau nicht hinweg . Marsells Vater verfiel immer mehr dem Alkohol, er fuhr mit seinem Auto betrunken gegen einen Baum, und er war auf der Stelle tot. Niemand weis bisher ob es ein Unfall oder absichtlich war, wahrscheinlich wird man es auch nie mehr erfahren.

Die kleine Familie hatte sich vor 5 Jahren ein kleines Häuschen gekauft, was sie dann bald zu einem Schmuckstück heraus putzten. Marsell hatte zu diesem Erfolg viel beigetragen, er kehrte bei den Dorfbewohner Gasse und Hof, mähte hier und da den Rasen und lauter solche leichte Arbeiten.

All das Geld das er da bekommen hatte gab er seinen Eltern, um wie er sagte fürs Haus. Von Tag zu Tag wurde die Familie glücklicher, denn sie konnten nach und nach das Haus abbezahlen. Vater und Mutter hatten auch jede freie Minute gearbeitet, damit das Haus schneller abbezahlt werden sollte. Dann kam der erste Schlag, als Mutter starb, dann der Vater, grausame Schicksalsschläge hat Marsell total aus der Bahn geworfen. Marsell ist 18 Jahre alt, obwohl jeder denkt, er wäre erst 15 oder 16 Jahre alt. Marsell hat seit seiner Geburt einige Körperliche Belastungen, die durch mehrere Operationen weitgehend verbessert wurden, doch es bleiben einige Mängel, die nicht zu beheben sind. Marsell konnte nicht mehr in sein Elternhaus zurück gehen, er hatte eine panische Angst alleine darin zu leben, deshalb flüchtete er in den Wald. Niemandem war das aufgefallen, dass Marsell nicht nach Hause kam. Er ist Lehrling in einem Supermarkt und hat zur Zeit ein paar Tage Urlaub, so ist sein "Verschwinden" keinem aufgefallen. Doch jetzt wird sein Leben wieder einen Sinn bekommen, Marsell ist in den besten Händen ,und es wird ihm bald gelingen alles wieder voll in den Griff zu bekommen, er hat viele gute Menschen um sich, die ihm beistehen, sein Vertrauen zu seinen Freunden, wie Marsell gerne sagt, ist es, was ihn wieder ins Leben zurück führt. Marsell hat Dank seines eigenen Willen und Dank der Agentur mit all seinen Helfern, die 100 prozentige Chancen, all das zu erreichen, was er sich von seinem Leben vorgestellt hat, er wird durch seine Erfahrung was er in seiner Seele und am eigenen Körper erfahren hat, anderen Menschen helfen können und so in ihren schweren Lagen beizustehen und ihnen praktische Hilfe anbieten.

Sehen sie werte Leser, wir haben in unseren Beispielen, die nur einen kleinen Teil des weiten Spektrums beschrieben, welche Aufgabe sich die Agentur stellen wird und auch aus ganzem Herzen stellen will, dass man auch ganz ohne Geld jedem Hilfsbedürftigen beistehen kann.

Es ist ein wunderbares Gefühl, anderen Menschen glücklich zu sehen. So liegt es an jedem selbst, sein Herz und seine Augen zu öffnen. Für all das, was um uns herum geschieht und dann das Herz entscheiden lassen, was machbar ist und welche Hilfe im Falle eines Falles man selber leisten kann.

Wir werden unserer Serie "Die Millionäre aus dem Vogelsberg" fortsetzen.

Winni, Jaschko, Tante Malchen und all die vielen Helfer der erfolgreichsten Agentur im Vogelsberg, sind durch Ihren Glauben an das Gelingen, und ihre guten Taten zur Vermittlung der Menschlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes zu Millionäre geworden, Millionäre der Nächstenliebe und Millionäre des täglichen Lebens.

Wenn Sie Fragen haben, freuen wir uns, auf eine E-Mail.

Ihr Geschichtenschreiber Walter Näckel aus Schotten

Copyright © by Walter Näckel, Schotten / Alle Rechte vorbehalten

Copyright © by Sonja und Ralph Streckhardt, Eschwege | Alle Rechte vorbehalten | Start: 21.07.2003 | Last Update: 12.04.2010