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Gedichte - Moonlight 2

Mal wieder Kind sein

Grimassen schneiden,
ohne das die Leute sich umdrehen,
Den ganzen Tag am Computer zu spielen,
ohne komisch angesehen zu werden,
Sich im Schlamm suhlen,
ohne in der Psychatrie zu landen.

Wände beschmieren,
ohne von der Polizei gejagt zu werden,
Dem Chef die Zunge herausstrecken,
ohne gefeuert zu werden,
Einer Kollegin sagen: "Ey, ich find Dich geil",
ohne wegen sexueller Belästigung verklagt zu werden.


Warum kann ich nicht einfach wieder Kind sein?


Spuren im Sand

Einsam laufe ich am Strand entlang,
sehe manchmal noch Deine Fußstapfen
vom Meer fast verwischt.

Ich hatte es nur als Spiel empfunden,
als Du losgerannt bist.
Erst als Du uneinholbar warst,
erkannte ich, dass es Deine Art ist -
lebewohl zu sagen


Anfang

Schritt für Schritt
hattes Du von mir Besitzergiffen
die Kraft die ich besaß
war Deine was ich auch tat,
war ohne Dich nicht möglich
und als Du gingst besaß ich nichts,
nicht ein mal mich.

Dies erschien mir das Ende.
Bis ich gemerkt,
daß es ein Anfang war.


Verführer der Nacht

Spürst du,
wie ich von dir Besitz ergreife?
Leise Worte,
die auf fruchtbaren Boden fallen,
eine Berührung,
so ganz aus Versehen,
ein Lächeln,
und du denkst,
es ist nur für dich...

Doch ich bin nur
ein Verführer der Nacht,
immer auf der Suche
nach dem nächsten Opfer.
Und mein nächstes Opfer,
das bist du.

Ich liebe die Nacht,
denn dann seid ihr alle
so wehrlos,
so empfänglich
für die kleinste Schmeichelei,
auf der Suche,
nur zu bereit,
mich zu finden.
Und ich sage nicht nein...

Denn ich bin nur
ein Verführer der Nacht,
immer auf der Suche
nach dem nächsten Opfer.
Und mein nächstes Opfer,
das bist du.

Und am Morgen danach
bist du wieder
allein,
deine Tränen
weinst du einsam.
Denn ich fürchte
die Sonne,
die Fragen,
die sie mit sich bringt...

Ich bin nur
ein Verführer der Nacht,
immer auf der Suche
nach dem nächsten Opfer.
Und mein nächstes Opfer,
wartet schon.


Traumweh

Deiner süßen Lippen Kuß,
durft` ich noch nie erfahren.
Denn Du weilst ach so fern von mir,
kann`s nicht mehr lang ertragen.

Nächtens träum` ich mich zu Dir,
seh` lieblich Dich dort liegen.
Doch kann mein Geist Dich nicht berühr`n.
Ich muß von fern Dich lieben.

Drum bring ich meine Seele heim,
wo schlafend ich mich sehne.
Und frag mich nun Tag ein Tag aus,
warum ich mich so quäle.

Wenn wir dereinst, vereinen uns,
wird dies mein Herz erheben.
Doch bis zu jenem fernen Tag,
darf ich dich nur begehren.

Ein Jahr vor Weihnachten

Ein Jahr vor Weihnachten
ist Weihnachten.

Ein Jahr vor Sommer
ist Sommer.

Ein Jahr vor der grossen Ewigkeit
werden wir uns fragen müssen.

Copyright © by Moonlight / Alle Rechte vorbehalten

Copyright © by Sonja und Ralph Streckhardt, Eschwege | Alle Rechte vorbehalten | Start: 21.07.2003 | Last Update: 12.04.2010