Wenn ich so manche Kirche seh
Wenn ich so manche Kirche seh,
mit all den goldenen Geschmeiden,
dann tut mir doch das Herz so weh
ich seh so viele Leiden.
Ich glaube nicht, daß es Gott gefällt,
wenn er in Prunk gehüllt,
das alles zählt doch nicht auf unsrer Welt,
nur wer seine Gebote echt erfüllt.
Oft wohnen hohe Würdenträger,
in Häuser nur vom Besten,
prall gefüllt sind ihre Läger,
nach Außen tragen sie nur weiße Westen.
Wir sollen hoch zur Kanzel sehen,
wenn sie von Gott dort reden,
und sollen in die Knie gehn,
und Opfer bringen und Moneten.
Erst wenn die, die uns belehren,
so leben wie es Gott gefällt,
dann wird das Volk auch sie verehren,
kein Titel denn bei Gott je zählt.
Ich kann nicht euer Richter sein,
nur Gott, Er wird uns richten,
so oft der fromme Schein nur trügt,
doch den tut Gott vernichten.
Schon damals vor zweitausend Jahren,
des Handelstreiben schon im Gotteshaus,
laut Christus diese Räuberhöhlen waren,
heut trieb Christus, die Titelträger alle raus.
Urlaubsschreck
Ich lag am Strand von Korsika,
als ich oh Schreck eine Walfisch sah,
ein jedermann sich gleich erschreckt,
als man den großen Fisch entdeckt.
Doch alle hatten sich geirrt,
es war die Frau von unserem Wirt,
der Dame war das gar nicht klar,
dass ständig in Gefahr sie war.
Die Leute trieben sie ins Meer zurück,
dabei hat sie noch großes Glück,
man hat sie beinah harpuniert,
weil sie den halben Strand blockiert.
Natürlich hat sie sich gewehrt,
danach waren sie belehrt,
sie sieht zwar aus so wie ein Wahl,
doch das erlebt sie jedes mal.
Sie schwimmt im Wasser ungeniert,
hat alle hinters Licht geführt,
doch eines Tages ist,s zu spät,
weil ihr im Meer die Luft aus geht.
Ein großes Netz hat sie umhüllt,
mit ihrem Volumen halb gefüllt,
das ist des Fischers fette Beute,
geht nicht in Meer, ihr dicke Leute.
Haarige Zeiten
Jede Frau kommt in die Jahre,
auch dann noch wachsen ihr die Haare,
ob sie es will, oder nicht,
oft wachsen sie auch im Gesicht.
Man sagt diskret auch Damenbart,
dass trifft sie trotzdem ziemlich hart,
sie sieht,s im Spiegel, kann,s nicht fassen,
der Bart muss ab, man könnt,s auch lassen.
Soll ich die Haare dort kaschieren,
noch Schlimmeres kann dann passieren,
vielleicht gibt,s lauter Stoppeln dann,
da seh ich aus, so wie ein Mann.
Was soll ich machen, wird sie fragen,
ich kann doch einen Bart nicht tragen,
oder soll ich feste zupfen,
vielleicht auch mal die Wurzeln rupfen.
Nicht,s von dem wird etwas nutzen,
da hilft kein Ziehen und kein stutzen,
ihr wollt doch immer sein emanzipiert,
Kopf hoch, jetzt wird sich wie ein Mann rassiert.
Zum Schuss möcht ich noch Wichtiges erwähnen,
besser Haare im Gesicht, als auf der Zunge oder auf den Zähnen.
Gedicht aus dem Jahre 1567
Er saß bei ihr auf Bettesrand
und spielte mit den Flechten,
das tat er mit der linken Hand,
was tat er mit der Rechten?
Ohne Arbeit früh bis spät,
wird dir nichts geraten,
Neid sieht nur das Blumenbeet,
aber nicht den Spaten.
Wenn ich an der Quelle sitze,
fallen ein mir viele Witze,
davon werd ich euch erzählen,
möcht aber Euch nicht quälen.
So, das wärs für heut gewesen,
jetzt könnt Ihr ein wenig lesen,
und wenn es Euch gefallen hat,
dann lacht Euch wie ein Flunder platt.
So ist es
Der Bürgermeister in der Stadt,
ist der, der was zu sagen hat,
doch was er sagt, das ist nicht wichtig,
es ist nicht falsch und auch nicht richtig.
Am Besten wärs er würde schweigen
und dafür mehr in Praxis zeigen,
dann wären die Bürger auch zu Frieden,
sonst denken sie, es gäb nur Nieten.
Noch schlimmer sind da die Parteien,
Schwarz und Rot und Grün und die Freien,
was die so alles uns erzählen,
damit wir sie auch wieder wählen,
Und wenn sie dann am Ruder sind,
verlassen sie sich auf den Wind,
denn selber rudern tun sie nicht,
nun zeigen sie ihr wahr Gesicht.
Kein Wunder dass wir nichts mehr glauben,
sie können sich zwar viel erlauben,
doch Achtung ihr, die uns regieren,
wenn wir die Bürgen einmal reagieren.
Dann könnt ihr eure Sachen packen,
das Volk wird auf die Großen.....
wir werden euch ganz schnell beweisen,
auch wir die Kleinen können euch besch.....