​Jul (Wintersonnenwende 21.12.)

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  • Der keltische Jahreskalender beginnt mit dem Tod. Das wirkt vielleicht ein wenig befremdlich, sind wir doch gewohnt, dass das Leben mit der Geburt beginnt! Umso erfrischender es einmal umgekehrt wahrzunehmen: Damit neues entstehen kann, muss erst das Alte vergehen. Die Natur ruht und in unserem Leben sollte es auch nicht anders sein. Alles befindet sich im Winterschlaf. Der Wald und die Wiesen sind auf den ersten Blick tot und erstarrt. Die Pflanzen sind vergangen, die Bäume sind kahl. Das Wasserfluss, das Sinnbild des Lebens, ist zu Eis gefroren. Obgleich die Tage jetzt wieder länger werden, steht uns die kälteste Zeit des Jahres noch bevor. Das Leben in der Natur ist bis Imbolc entschwunden.


    Wenn Du zu dieser Jahreszeit Dich in Stille hinsetzt, einen Tee trinkst und beginnst mehr in Dich hineinzuhören, wirst Du merken, wie gut das Innehalten Deinem geschundenen Körper und Deiner geplagten Seele tut. Nach einiger Zeit wird sich Dein Unterbewusstsein dadurch bei Dir bedanken, dass es Dir mehr und mehr offenbart, welcher Frieden in Dir ruht. Du wirst Dankbarkeit erleben, für das, was Du bist und das, was Du hast.


    Dieser Prozess kann sehr schön mit Streifzügen durch die Natur ergänzt werden. In unserem Jul-Seminar nutzen wir die Zeit um gemeinsam das alte Jahr zu verabschieden und wir gedenken zusammen den zurückliegenden Ereignissen. Wir erfahren in und mit der Natur, welche Qualitäten Jul uns schenken will. Viele Menschen interpretieren diese Zeit der sanften und niedrigen Energien leider völlig falsch. Es ist die Zeit der meisten Selbsttötungen. Tatsächlich kann es durchaus konfrontierend sein nach einem Jahr der Turbulenzen und Aktionen ganz auf sich selbst geworfen zu werden, sich selbst in Stille zu begegnen. Um jedoch an Imbolc oder gar Ostara wieder ins Leben zurückzukehren ist es unumgänglich diesen Weg ins Ich zu beschreiten.


    In vielen Kulturen gedenken die Menschen zu dieser Zeit ihren Ahnen. Vor allem die Mutterlinie steht dabei oft im Mittelpunkt. Überhaupt ist Jul wie dafür geschaffen sich wieder mehr auf die Familie zu konzentrieren. Gibt es Verstimmungen innerhalb der Familie? Jetzt ist die Zeit zu vergeben und um Vergebung zu bitten.


    Wir sind zu dieser Zeit sehr empfindlich und dünn häutig. Dies ist gut so, denn dadurch haben wir die Chance uns selbst besser zu spüren und wahrzunehmen, was uns gut tut und was nicht. Es ist eine gute Zeit um traurige Ereignisse des vorangegangenen Jahres nochmal zu verarbeiten. Weinen ist erlaubt und äußerst hilfreich.


    'Tränen sind wie Wasser, das die Seele rein wäscht...'


    "Text von © Dirk Liesenfeld ~ www.Liesenfeld.de"