Beiträge von Mustela

    Inzwischen schließt sich ein neues Erlebnis mit diesem Wald an:
    Ich möchte nur ungerne Leuten begegnen wenn ich so durch den Wald schlendere und Bäume umarme. Daher habe ich den Wald gebeten, mich zu verbergen wenn es möglich ist.
    Seitdem habe ich immer wieder den Drang, entweder langsamer oder schneller zu gehen, und stelle im Nachhinein fest dass mir dadurch Begegnungen mit querenden Spaziergängern erspart blieben.
    Besonders interessant fand ich einen Spaziergang vor ein paar Wochen. Mir fiel plötzlich ein etwas zugewachsener Pfad auf, den ich zwar schon zigmal gesehen hatte, aber bisher noch nie gehen wollte. An diesem Tag überwog meine Neugier und ich bog in den Pfad ein. Kaum war ich zwischen den Büschen verschwunden, hörte ich Leute auf dem Hauptweg entgegenkommen und laut miteinander reden.
    Kann Zufall gewesen sein, aber ich habe wirklich den Eindruck, dass der Wald mir Zeichen gibt und so hilft, Begegnungen zu vermeiden.

    Hallo in die Runde,

    gestern habe ich etwas erlebt, was ich gerne mit euch teilen will.

    Hinter meinem Haus ist ein kleiner Wald, der stark von Spaziergängern genutzt wird und daher von vielen kleinen verschlungenen Trampelpfaden durchzogen ist.

    Seit einigen Wochen gehe ich dort häufiger spazieren, immer barfuß weil ich den sehr sandigen, trockenen Boden gerne spüre. Dabei "spreche" ich in Gedanken mit dem Wald.

    Gestern fiel mir eine etwas ältere Buche auf einer Lichtung auf, die recht alleine steht. Im weiteren Umkreis gibt es einiges an Unterholz, nur unter der Buche und den Nachbarbäumen ist der Boden blank.

    Als ich mich an die Buche lehnte hatte ich das Gefühl, dass sich mein Geist von meinem Körper und der Buche entfernt, ich erschien immer kleiner und weiter entfernt, bis ich schließlich den gesamten Wald überblickte - nicht wie von einem Luftbild aus, sondern quasi von innen her, wie mit einem gigantischen Weitwinkelobjektiv.

    War das die Herrin oder der Geist dieses Waldes, die oder der mit mir Kontakt aufgenommen hat?
    Es war auf jeden Fall ein faszinierendes Gefühl...

    Nein, Träume die wahr werden hatte ich bislang noch nicht.
    Da bin ich auch ziemlich froh, denn meine Träume sind ein ziemlicher Mix aus ziemlich viel Chaos und manchmal eher unangenehm - da will ich gar nicht, dass sie wahr werden :)

    Ich bin aber auch nicht gut darin, mich an Träume zu erinnern. Ich habe mir schon vor Jahren ein Büchlein in den Nachttisch gelegt, um meine Träume direkt nach dem Aufwachen zu notieren, habe das aber nie gemacht.

    Anfang der Woche habe ich das erste Mal mit Lammas ein Jahreskreis gefeiert, mit einer jahreszeitlich geschmückten Deko-Schale auf dem Schreibtisch als Altar - wenn man nicht seine Bindung an die Natur nicht offen zeigt ist es nicht ganz so leicht, Jahreskreisfeste zu begehen.
    Rechtzeitig vor Ende Juli wurde bei uns im Dorf Weizen geerntet, und da kam ich nicht drumherum bei einem meiner Spaziergänge ein paar Weizenähren aufzulesen, zu einem Sträußchen zu binden und mit einer Kerze und einigen anderen Gegenständen auszulegen. Die Schale steht weiter auf meinem Homeoffice-Schreibtisch und wird zu Mabon wieder unauffällig passend umdekoriert.

    Diejenigen Wissenschaftler, deren "Methodik sich auf die Ebene des rein sinnlich Erfassbaren, Mess-, des Wäg- und Zählbaren, beschränkt. " gehören meiner Ansicht nach in Kategorie 1, nicht in 3.
    Ich weiß, die Luft für 3 wird dann extrem dünn, denn dann sind da nur noch so Leute wie Einstein, Auguste Kékulé, Galileo, Watson und Crick drin, die eben über das (zum damaligen Zeitpunkt) mess- und vorstellbare hinausdenken. Oder eben Anthropologen wie Michael Harner und Carlos Castaneda, die ihren Untersuchungs-"objekten" einfach mal glauben, statt ihr Erleben als psychotisch abzutun.
    Ich bin überzeugt davon, dass auch das, was wir als magisch, göttlich oder mystisch bezeichnen letzten Endes messbar ist. Nur ist die Methode dafür noch nicht gefunden.

    Wenn man den Wesenskern der echten(!!!) Wissenschaft und ihr universales Erkenntnispotenzial erfasst hat, wird man zu der unverrückbaren Überzeugung gelangen, dass mit ihr und durch sie alles in der Welt durchschaut, erklärt und verstanden werden kann. Eine Wissenschaft, die nicht alles zu erforschen vermag, ist als Wissenschaft unbrauchbar - gleichwie ein Auto, mit dem alles zweckmäßig Sinnvolle möglich ist, das aber nur geradeaus fahren kann - und mithin als flexibles Fortbewegungsmedium aus dem Straßenverkehr genommen werden muss.


    Zu glauben oder zu behaupten, auf diese oder jene Frage gebe es keine Antwort, ist - wissenschaftlich inauguriert - un-wissenschaftlich.

    Ich denke man muss zwischen unterschiedlichen Arten von Wissenschaftlern unterscheiden:

    1) der Wissenschaftler, die davon leben, sich innerhalb des Wissenschaftsbetriebs selbst zu bestätigen - nach meiner Promotion als Biologe bin ich dort ausgestiegen.

    2) denjenigen, die den aktuellen Stand der Wissenschaft als unverrückbare, nicht anzuzweifelnde Wahrheit darstellen. Das mag für Schule und Wissenschaftsjournalismus vordergründig taugen, erzeugt aber nur das Misstrauen, das Werdender im Ursprungspost ausdrückt.

    3) die (leider viel zu wenigen) Wissenschaftler, die unvoreingenommen das beobachten was sie wahrnehmen und versuchen, es zu erklären und messbar zu machen, und die auch bestehendes Wissen in Zweifel ziehen.


    Die dritte Gruppe hat es schwer, sie hat es immer schon schwer gehabt, sie ist aber die, die der Nachwelt in Erinnerung bleibt.

    Es wird immer Fragen geben, auf die es (noch) keine Antwort gibt. Es gibt sogar Fragen, auf die es prinzipiell keine Antwort geben kann, auch das ist wissenschaftlich bewiesen.

    Aber es gibt noch viele, viele, viele Fragen, die man noch gar nicht so gestellt hat, dass mit der naturwissenschaftlichen Methodik darauf eine Antwort gefunden werden kann.