Beiträge von Agrostemma

    Ja, ich werde gerne Kartoffeln mitbringen. Hatte ich auch schon überlegt :)


    Meine Mutter hat tatschlich jeden Laib Brot gesegnet, indem sie ein Kreuz auf der Unterseite mit dem Messer gemacht hat.


    Leider praktiziere ich es recht selten, dass ich Essen bespreche oder segne. Dabei ist es sogar ideal, da man durch die Ingestion ein schönes Ritual hat, um symbolisch und stellvertretend etwas/Energien/etc. in sich aufzunehmen.

    Aber kommen diese Einflüsse nicht meistens von Externen?

    Der Ursprung mag irgendwann von extern gekommen sein - durch Erziehung, das soziale und berufliche Umfeld und die Erfahrungen seit der frühesten Kindheit. Nun trägt man diese aber in sich. Dass ich mich bei meinem magischen Werk aber schützen müsste vor einem externen Geist/Energie/Dämon, der gegen meine Natur oder meine innere Einstellung Dinge auslösen könnte, das glaube ich nicht.


    Ich muss dabei unweigerlich an Teufelsaustreibungen denken (vgl. den Fall der Anneliese Michel) , bei der geglaubt wird, dass ein Mensch gegen seinen Willen vom Teufel bessen wird und dieser nun wieder durch Rituale aus dem Körper ausgetrieben werden soll.

    Wenn ich das glaube, muss ich mich selbst als autonomes Wesen in Frage stellen, denn dann wären wir wohl Wesen, die (ständig oder zumindest graduell) teilweise in unseren Handlungen und unserem Denken von diesen oder jenen Geistern gesteuert werden. Wir werden beeinflusst - ja. Wir sind das Produkt unserer Erfahrungen - richtig. Aber dieses Produkt, der der wir sind, wird nicht mal eben gegen seine Identität während einem Ritual beeinflusst.


    Ich möchte es am Beispiel von Anneliese Michel verdeutlichen. Hier hat das religiöse Elternhaus, die Beschäftigung von Anneliese Michel mit den Folgen des 2.vatikanischen Konzils und ihr Theologiestudium, sowie ihre Krankheiten dazu geführt, dass sie geistig im religiösen Wahn war. Sie, als das Produkt dieser Faktoren war dadurch in einem kritischen geistigen Zustand. Von den Eltern und den zu Hilfe gerufenen Vertretern der katholischen Kirche wurde jedoch angenommen, dass nicht die verursachenden Faktoren sie beeinflusst haben, sondern dass ein externen Teufel sie befallen hat und man diesen nur wieder austreiben müsse, um die "alte" Anneliese wieder zurück zu bekommen.


    Ich gebe dir also insofern recht, dass die Ursachen für unsere ungewünschten (ich verwende mal nicht den Ausdruck "negativ", denn manchmal tun uns bestimmte Aspekte auch gut, selbst wenn es Neid, Gier, Hass etc. sind, z.B. wenn wir mehr auf uns selbst achten müssen und zu wenig Selbstliebe haben. Selbst hier gilt, die Dosis macht das Gift) Energien während eines Rituals extern verursacht sind, aber in dem Moment bereits ein Teil von uns sind.

    Es ist stets schön, die Rituale anderer Kulturen der ganzen Welt kennen zu lernen. Die Parallelen sind deutlich erkennbar, auch wenn die Form sehr stark abweicht. Aber im Grunde ist es immer das Selbe. Eine Handlung/ein Gegenstand wird als Symbol verwendet, um Kräfte/Energien hervorzurufen. Wichtig ist doch nur, dass die Person, welche das Riutual durchführt, sich durch diesen Gegenstand mit den Kräften gleichschalten kann. Es sind stets magische Hilfsmittel, um den Geist an das Werk anzupassen. Gemäß der Chaosmagie ist es wichtiger, die Gesetze zu kennen, damit man sein eigenes Ritual entwickeln kann.

    Eine alte, überlieferte Zeremonie wirkt natürlich aufgrund dessen, dass man sich bewusst ist, dass es bereits vor langer Zeit von anderen Menschen angewendet wurde, stärker. Aber es gibt doch keine Regel, die besagt, dass sich nur unsere Ahnen Rituale ausdenken und Symbole entwickeln durften. Wir dürfen das auch. Und wir dürfen das verwenden, was wir wollen und was uns eine bessere Gleichschaltung mit den höheren, gewünschten Ebenen ermöglicht.

    Wenn von Dämonen, bösen Geistern, bösen Kräften die Rede ist, sehe ich diese nicht als Personen oder Wesen an, die finstere Absichten hat. Da kommen bei mir dann ganz alberne Folgefragen auf, wie: Was macht ein Dämon in seiner Freizeit? Lacht so eine düstere Macht auch mal oder ist sie nur grieskrämig? Kennt sie das Gefühl der Langeweile, wenn mal nichts zu tun ist?


    Ähnlich geht es mir bei der Vorstellung von Gott, wie er in der Bibel dargestellt wird. Es ist sehr unstimmig, dass der Erschaffer des Universums, der Naturgesetze, aller Lebewesen, den Stoffwechselwegen und aller Pracht der Natur ein so eifersüchtiger, jähzorniger, rachsüchteiger Typ sein, soll dessen mickriges Ego nur diejenigen belohnt, die ihn anbeten. Unstimmig!


    Meines Erachtens ist es tatsächlich wichtig sich zu schützen (mit Schutzkreis, Ritual, Beschwörungsformel) aber nicht vor externen (wir sind ja doch alle eins), mystischen Wesen, sondern vor negativen Einflüssen, die die Ziele der magischen Arbeit durch Egoismus, Neid, Habsucht, Hass, etc. ins Negative führen. Sicher kann man diese Einflüsse als Allegorie eines Wesens oder unheimlichen Kraft beschreiben, aber ich halte es nicht für sinnvoll, da dadurch der Eindruck entsteht, es käme von außen. Analog dazu möchte ich auf die Exorzismus-Praktiken der kath. Kirche hinweisen, bei der man auch ohne eigenes Zutun vom Teufel besessen werden kann, also einem externen Wesen. Diese Vorstellung halte ich ebenso für sehr unstimmig.


    Meine Schutzrituale lassen mich einfach nochmal, ritualisiert, daran denken, alle negativen Gefühle zu verbannen, mich nicht von Gesellschaft, Arbeitskollegen, Erfahrungen der Kindheit, Hänseleien in der Schule, meinen Schatten, negativen Grundemotionen etc. zu Handlungen in meinem magischen Werk verführen zu lassen. Alles soll von mir abfallen, was mich als die Welt als ein großes Ganzes sehen lässt.

    Lavendel (Lavandula angustifolia)


    Sammelzeitpunkt: Juni-August. Gesammelt werden die Blüten vor ihrer völligen Entfaltung.



    Wirkung: Als Tee getrunken wirkt Lavendel als leichtes Beruhigungsmittel und gegen nervöse Erschöpfung. Er sorgt für einen guten Schlaf und kann nervös bedingte Magen-Darm-Leiden lindern.

    Das Öl findet äußerlich angewendet als Einreibung gegen rheumatische Beschwerden Anwendung.



    Verwendung:

    Innerlich: 2 Teelöffel je Tasse in heißem Wasser für 10 Minuten ziehen lassen. 2-3 mal pro Tag.



    Äußerlich als Badezusatz: 50 g in 1 Liter kochendes Wasser für 10 Minuten ziehen lassen, dann dem Badewasser zugeben. Nach dem Bad ist Bettruhe empfehlenswert.



    Wichtig: Bei allen ätherisch-Öl Drogen ist darauf zu achten, dass ein Deckel während dem Ziehen oder zwischen den Schlücken auf dem Gefäß liegt. Ätherische Öle sind leicht flüchtig und verdampfen rasch aus dem Tee. Auch das Lagergefäß der getrockneten Droge muss dicht sein. Dies ist beispielsweise auch bei Kamille, Pfefferminze, Thymian, Melisse zu beachten.



    Räucherung: Im Mittelalter wurde Lavendel zum Ausräuchern von Pesthäusern und Krankenzimmern verwendet. Es sollten die „schlechten Dünste“ vertrieben und Epidemien verhindert werden.

    Der Duft des Lavendel reinigt den Raum und vertreibt negative Schwingungen. Durch seinen intensiven, aromatischen Geruch wirkt er beruhigend, besänftigend und lässt Liebe und Frieden einkehren.

    Kombinationen: mit Johanniskraut.



    Im Mittelalter wurde der Lavendel hauptsächlich aufgrund seines Wohlgeruchs geschätzt. So wurde er als duftender Badezusatz verwendet, speziell bei Gliederschmerzen und Gebärmutterleiden. Sein Gattungsname „Lavandula“ rührt vom lat. lavare = waschen her. Bei Hildegard von Bingen wird die insektenabwehrende Eigenschaft des Lavendels angepriesen und auch heute finden sich noch oft kleine Büschel von Lavendel in Kleiderschränken zur Mottenabwehr und um die Wäsche zu beduften.



    Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut, Hartheu (Hypericum perforatum)



    Sammelzeitpunkt: Leicht zu merken: Um Johanni (24.6.) blüht das Johanniskraut. Für einen Tee wird das ganze Kraut zur Blütezeit gesammelt. Zur Herstellung des Rotöls werden die gelben Blüten gesammelt.



    Wirkung: Johanniskraut wirkt antidepressiv bei leichten Depressionen. Dabei ist zu beachten, dass die Wirkung nicht sofort einsetzt, sondern erst nach 4 Wochen.Wichtig: Die Wirkung zahlreicher Medikamente (auch der Verhütungspille!) wird durch das Johanniskraut verhindert. Außerdem wird die Haut lichtempfindlich (Photosensibilisierung).

    Äußerlich wirkt Johanniskraut gegen Verletzungen und Verbrennungen (Rotöl)



    Verwendung:

    Innerlich: 2-4 g der getrocknete Droge mit kochendem Wasser übergießen, 5-10 Minuten ziehen lassen.

    Äußerlich: Auftragung des Rotöls



    Räucherung: Zum Bannen von bösen Geistern, gegen Melancholie. Der Duft erinnert an frisches Heu. Traditionell verwendet bei Feiern zur Sommersonnenwende.

    Kombinationen: mit Lavendel


    Zur Herstellung von Rotöl werden die frischen Blüten zerstoßen und in Pflanzenöl gelegt. Das Ganze in einem Glas für 3 Tage in der Sonne stehen lassen, danach abseihen und kühl und dunkel lagern.


    Johanniskraut ist bereits im Mittelalter als Kraut gegen böse Geister, Dämonen und sogar den Teufel bekannt, daher auch die Namen Hexenkraut oder Teufelsflucht („fuga daemonum“ ).

    Zerreibt man die gelben Blüten, tritt roter Saft aus, was früher als das Blut Johannes des Märtyrers gedeutet wurde.


    Sehr viele Legenden ranken sich um das Johanniskraut. Eine davon möchte ich kurz erzählen.

    Ein Mädchen hat sich mit dem Teufel eingelassen und einen Bund geschlossen. Schließlich wollte der Teufel das Mädchen ganz in seine Gewalt bringen. Daraufhin flüchtete sich das Mädchen zu einer Johanniskrautpflanze, die als wirkmächtige Schutzpflanze seit jeher bekannt ist und wurde von dieser vor den Nachstellungen des Teufels beschützt. Der Teufel geriet daraufhin in Zorn und fasste den Entschluss, sich am Johanniskraut zu rächen. Er nahm eine Nadel und durchstach die Blätter des Johanniskraut. Dies ist noch heute sichtbar. Hält man ein Blatt gegen das Licht, sieht man viele kleine „Löcher“. (Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um Löcher, sondern um Ölbehälter. Der Artname „perforatum“ = durchlöchert, gibt einen Hinweis auf dieses Merkmal.)

    Ich kann euch allgemein nur raten, offen für Heilsteine zu sein.

    Zum einen sind sie stets individuell. Es bereitet Freude, seinen eigenen, passenden Stein auszusuchen, der einen in Form, Farbe und Gestalt anspricht und unverwechselbar ist.


    Wenn ihr euren Stein habt, gibt es viel über ihn zu entdecken und herauszufinden.

    Zunächst könnt ihr seine chemischen und physikalischen Eigenschaften in Erfahrung bringen.

    Dann seine Geschichte und Entstehung. Der Klumpen, den ihr in der Hand haltet entstand entweder in glühend heißer Lava in Vulkanen oder hat sich über Jahrmillionen langsam in Erzlagerstätten auskristallisiert. Oder wie beim Bernstein entsand er aus Baumharz. Und nun liegt er im 21. jahrhundert in eurer Hand.


    Bereits unsere Ahnen haben diese Steine als Ritualgegenstände genutzt und so hat fast jeder Stein seine eigene Mythologie und ist in vielen Kulturen der Welt seit Jahrtausenden verwendet worden. Auch diesen Geschichten nachzugehen ist interessant.


    Am Ende wisst ihr so viel über euren Stein und er ist mit so vielen Assoziationen aufgeladen, dass er sehr wirkkräftiger ist.

    Dabei ist er ein Geschenk der Mutter Erde, wunderschön anzusehen und (meist) natürlich.

    Der Hämatit


    Ein sehr schöner Stein der aus Eisenoxid besteht und daher einen spiegelnd-metallischen Glanz hat.


    Er fühlt sich kalt und klar an. Seine Wirkung ist, dass er Mut und Standfestigkeit fördert.

    Der Amethyst


    Geschichtlich war er stets als Schutzstein bekannt. Schon sein Name stammt vom griechischen "amethystos" (nicht betrunken) und sollte vor Trunkenheit schützen.


    Den Amethyst verwende ich gerne in der Mediation. Er klärt die Gedanken und fördert die Konzentration.

    Dabei vermittelt er Ruhe, Frieden und Geborgenheit.

    Sehr gerne stelle ich hier ein paar Steine vor und wie ich sie wahrnehme.


    Der Fluorit:


    Dieser Stein kommt in vielen Farben vor, je nach enthaltenen Spurenelementen.

    Er hat die Eigenschaft, bei Bestrahlung mit UV-Licht zu fluoreszieren und war Namensgeber für den Effekt der Fluoreszenz.


    Der Stein hat eine eher geringe Härte und fühlt sich als Trommelstein/Handschmeichler "weich" und sanft an.


    Der Fluorit wirkt positiv auf Nerven und Gehirn, stärkt die Konzentrations- und Auffassungsfähigkeit und hilft gegen Ängste.


    Ich nehme ihn sehr gerne, wenn ich meditiere und lege ihn mir dabei auf das Stirn-Chakra.

    Habe ich hingegen Sorgen und Ängste und kann deshalb nicht einschlafen, nehme ich ihn einfach in die Hand und halte ihn fest.

    Beruhigend wirkt er auch, wenn er auf das Solarplexus-Chakra gelegt wird.


    Obwohl ich einen Stein besitze, der nicht durch seine Farbe oder Form beeindruckt, sondern im Gegenteil der unscheinbarste in meiner Sammlung ist, ist er mein Lieblingsstein geworden.

    Ich verwende Heilsteine bereits seit vielen Jahren und nutze sie sehr gerne.


    Einleitend möchte ich erwähnen, dass ich sehr den Ideen der Chaosmagie anhänge und dazu einige Gedanken erläutern.

    Rituale und Zeremonien, Paraphernalia und Ritualgegenstände können vom Praktizierenden selbst erdacht werden, ganz individuell zugeschnitten auf die persönlichen Präferenzen.

    Die Wirkung der Rituale und Gegenstände wird stets durch den Grundsatz der Entsprechung von Makrokosmos und Mikrokosmos herbeigeführt. Man muss sich mit den Kräften gleichschalten - was geistige Arbeit ist. Dies gelingt mir mit

    Paraphernalia und magischen Ritualen besser als ohne. Stellt euch vor, ihr möchtet ein bestimmtes Ziel erreichen und hierzu die Kräfte der Anderswelt nutzen, sprich magisch Arbeiten. Wie wird sich eure geistige Stimmung und Gleichschaltung besser hervorrufen lassen - in einem Büroraum, ganz alleine auf die geistige Welt konzentriert ohne Hilfsmittel, oder in einem schön gestalteten Raum, in dem bereits unser emotionalster Sinn durch Weihrauch angeregt wird, nur das Kerzenlicht den Raum erhellt, die Ohren schöne Klänge wahrnehmen und ich symbolträchtige Gegenstände nutze, auf die man sich konzentriert und dadurch sich auf sein Ziel konzentriert. Je stärker der Glaube an die Wirksamkeit der Gegenstände, desto leichter wird das Werk gelingen. Daher sind Paraphernalia umso wirkkräftiger, je mehr "Geschichte" sie tragen (beispielsweise, wenn sie geweiht wurden, sie sehr alt sind, die Zeremonie aus Büchern entnommen wurden und so vermitteln, dass es sich um besonders geeignete, wirkungsvolle Rituale handeln muss.


    Nun aber zu den Heilsteinen:


    Ich habe sie gewählt, da sie zunächst einmal ganz einfach die Sinne ansprechen und somit meine Gefühle, mein Innerstes gut erreichen. Sie sind bunt, mit schönen Mustern und ganz individuell gestaltet. Allein das Ansehen macht Freude. Dann das Fühlen. Sie fühlen sich oft ganz unterschiedlich an. Mal rau, mal metallisch, mal ganz glatt, mal zart und warm (Speckstein).


    Ein weiterer Aspekt ist, dass man sich immer vor Augen führen muss, dass es diese Stein schon gab, bevor es uns Menschen gab. Sie decken eine extrem lange Spanne der Erdgeschichte ab und ihre Entstehung reicht weit zurück. Sie sind ein wundervolles Geschenk der Erde, in der sie bis zu ihrer Entdeckung versteckt waren.


    Nicht zuletzt sind sie in Ketten oder notfalls einfach in der Hosentasche gute Begleiter, deren Kraft man so stets bei sich tragen kann.